Infektionsschutz oder Grenzschutz – alles rassistisch: Deutschlands Linke im Corona-Rausch

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(Symbolbild:Imago/Zensen)

Zwei neue Erkenntnisse hat uns das Anschwappen des Corona-Virus aus China hierzulande bereits gebracht: Effizienter Einreisekontrollen und Grenzschutz sind plötzlich sehr wohl möglich, wenn die zu verhindernde Einschleppungsgefahr real ist und sich nicht weltanschaulich weglabern lässt. Dafür sind jetzt auch schon Seuchenbekämpfungsmaßnahmen, vor allem zur Ansteckungsvermeidung, „rassistisch“.

Als gestern die Bundeswehr-Maschine aus Wuhan mit den evakuierten deutschen Staatsbürger in Frankfurt landete, war es das Selbstverständlichste der Welt, dass die Passagiere ohne Murren für 14 Tage in eine hergerichtete Bundeswehrkaserne im pfälzischen Germersheim gefahren wurden, wo sie in Quarantäne verbleiben. Damit wurde hier protokoll- und vorschriftsgemäß genau das Verfahren angewandt, das angeblich auf Asylbewerber mit unklarer Identität angeblich nicht anwendbar war: Hier wurde und wird uns ständig erzählt, die Kasernierung oder Unterbringung in Durchgangslagern, in denen Asylanspruch und Personanangaben geklärt werden, sei „menschenunwürdig“. Wenn er will, kann der deutsche Rechtstaat sehr wohl – auch wenn (oder gerade weil) es hier, beim Corona-Containment, natürlich um deutsche Landsleute geht.

Virenschutz wird so Gewaltschutz übergeordnet – obwohl die Virulenz auch bei unbekannten Zuwanderern, wie sich in der seit 2015 zu verzeichnenden blutigen Endlosschleife der Einzelfallchronik offenbart, gegeben sein kann: So wie Menschen, die aus Infektionsgebieten einreisen, natürlich auf potentielle Ansteckungsgefahren getestet werden müssen, müsste es eigentlich das Normalste der Welt sein, aus Kriegs- und Krisengebieten einreisende Flüchtlinge auf ihre Vorgeschichte zu überprüfen, um Schläfer, Zeitbomben und gesuchte Kriminelle ausfindig zu machen. Doch soweit will man die Analogie nicht treiben – es wäre ja fremdenfeindlich, islamophob und rassistisch.

Gesundheitspräventiver „Rassismus“?

So ist es kein Zufall, dass dieselben, die den überlebensnotwendigen Argwohn bei Staatsschutz und Zuwanderungskontrollen für rassistisch halten, diesen Vorwurf jetzt auch auf die Bekämpfung des Corona-Virus ausweiten. Immunität und vor allem Immunisierung wird hier generell zur Sünde. Unter diesem gesundheitspräventiven „Rassismus“, dem in diesem Fall notorisch schutzwürdige Migrationsethnien angeblich anheimfallen, leiden diesmal angeblich just jene, die sich in Deutschland bezeichnenderweise so gut wie nie über Rassismus, fehlende Integrations- oder Aufnahmebereitschaft oder fremdenfeindliche Vorurteile beschwert: Die hier lebenden Asiaten, konkret: die Chinesen.

Diese seien, so ist neuerdings zu hören, von „rassistischen“ ausgrenzendem Kontaktvermeidung betroffen. Angeblich würde in den Netzen und der deutsche Öffentlichkeit Berichte über unhygienische, schmutzige Essgewohnheiten kursieren, die Zoonosen und damit Viruserkrankungen begünstigte, frei nach dem gängigen Spruch „in China essen sie Hunde“ würde der angeblich flächendeckende Verzehr von Wildtieren, Wanzen und Fledermäusen den Coronavirus erbrütet. Doch auch im Umgang mit Chinesen in Deutschland sei der neu hervorgebrochene Rassismus allgegenwärtig – etwa weil sich in S-Bahnen Deutsche nicht von erkälteten chinesischen Touristen nicht anhusten lassen wollen und auf Abstand gehen.

Sollte es tatsächlich zu einem Anstieg solcher Bemerkungen und zu überbordenden Reaktionen im öffentlichen Umgang mit Chinesen gekommen sein, so hätten diese freilich nicht das geringste mit Rassismus zu tun – eher mit dem menschennatürlichen Drang, sich von Gefahren fernzuhalten, so wie er sich gerade im Umgang mit ansteckenden Krankheiten ganz unabhängig von Abstammung und Hautfarbe der potentiell Erkrankten überall weltweit manifestiert. Und dafür haben die Betroffenen normalerweise vollstes Verständnis – vor allem Chinesen, die von zuhause staatliche Schutzmaßnahmen zur Pandemiebekämpfung gewohnt sind, die in Europa gar nicht vorstellbar sind – von der Abriegelung ganzer Millonenstädte über Ausgangssperren bis hin zur militärischen Isolierung von Kranken.

Chinesen beschweren sich bezeichnenderweise gar nicht

Es sind deshalb auch nicht die angeblich kollektiv der Corona-Infektion bezichtigten chinesischen „Rassismusopfer“ selbst, die sich hier über irgendetwas aufregten – sondern weder einmal deutsche Journalisten (treffender : Berichterstattungsaktivisten), die im Namen der potentiell auf Abstand Gehaltenen die Stimme erhoben und Probleme konstruierten, die außerhalb der Redaktionsblasen niemand als solche empfindet. „Eine Angst, die rassistisch ist – Stecken wir uns nun alle mit dem Virus aus China an?“ titelte gestern die „taz„, und postulierte: „Die Befürchtung vieler Menschen hierzulande äußert sich nicht in stiller, unschuldiger Sorge“. Sondern natürlich in schuldhafter: Prompt würden nun alle gängigen „Vorurteile“ gegen die asiatische Esskultur hochkochen. Denn: „Die Abwertung von asiatischen und auch afrikanischen Küchen und Essgewohnheiten hat im Westen Tradition. Ihre Bewertung pendelt meist zwischen exotisch und widerlich.“

Was von diesem hanebüchenen „taz“-Nonsens zu halten ist, erschließt sich angesichts der ungebrochenen Popularität unzähliger Chinalokale, Thai-Imbisse, vietnamesischer und japanischer Restaurants, die an jeder Ecke in allen Preislagen, von to-go bis Edelgourmettempel überall zu finden sind, wohl von selbst. Doch die Geschichte muss ja irgendwie begründet werden.

Um dieselbe krude Theorie zu untermauern, jedoch dabei glaubwürdiger rüber zu kommen, gelang dem „Tagesspiegel“ dann sogar das Kunststück, doch einen Kronzeugen für die coronavirus-induzierte antichinesische Rassismuswelle aufzutreiben: Das Blatt fand in in der eigenen Truppe, in Person von Autor Marvin Ku, der von einem verstörenden Erlebnis im Berliner Zoo, vor dem Pandagehege berichtet, bei dem eine Passantin angeblich „zwei Schritte zurück“ getan und „irritiert“ geschaut habe, als sie ihn sah. Grund genug, die Deutschen per Schlagzeile anzuprangern: „Wenn Asiaten niesen, sucht Ihr das Weite!“ Man könnte einwenden, dass generell, vor allem z.B. auch während Grippe-, und Masernwellen Menschen das Weite suchen, wenn IRGENDjemand niest – doch das widerspräche der geistigen Apartheid deutscher Linksjournalisten, die die rassistische Brille bei jedem Anlaß aufhaben.

Lauterbach und Kühnert mit wirren Einlassungen

Und weil für jeden konstruierten Misstand der passende Hashtag nicht fehlen darf, zirkuliert für dieses angeblich global auftretende Problem bereits der passende Hashtag, mit dem sich laut „dts Nachrichtenagentur“ die Betroffenen via Twitter zur Wehr setzen: #ichbinkeinvirus. Das sind übrigens nicht einmal die Infizierten selbst.

Gegen den angeblichen „Generalverdacht“ meldete sich diese Woche dann auch noch SPD-Gesundheitsfreak Karl Lauterbach zu Wort, der pflichtschuldigst die „Diskriminierungen asiatisch aussehender Menschen wegen des Coronavirus“ verurteilte. „Wir dürfen Menschen nicht unter Generalverdacht stellen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post„. Medizinisch ergebe das auch keinen Sinn. Es sei sehr unwahrscheinlich, sich zu infizieren. Er empfiehlt, „allgemeine Vorsichtsmaßnahmen wie häufiges Händewaschen“ zu beherzigen. Zum Thema Generalverdacht: damit hat Lauterbach, wie auch seine Partei, ansonsten übrigens kein Problem – wenn es gegen Steuerhinterzieher oder „Rechte“ im Internet geht…

Es war übrigens nicht der einzige idiotische Debattenbeitrag aus der Feder eines führenden Sozialdemokraten zum Thema Corona-Virus: Bereits am Donnerstag nutzte dieser die Gesundheitskrise für ein geschmacklos-geistloses Wortspiel gegen Alexander Gauland. Im Umgang mit der AfD sind ethische Vorbehalte anscheinend eher Nebensache, da geht Diskriminierung auch unter Bezug auf ein bitterernstes Thema dann in Ordnung:

Screenshot:Twitter

Interessanterweise wurde der übrigens bislang einzige konkret bekannte Fall von wirklich lupenreinem Rassismus gegen Chinesen, der in Deutschland bekannt wurde, weder von taz, Tagesspiegel noch Lauterbach aufgegriffen: Ein Obsthändler aus Rothenburg ob der Tauber brachte diese Woche an seiner Schaufensterscheibe folgendes Hinweisschild an, wie „Bild“ berichtete:

Screenshot:Facebook

Für die Zurückhaltung gibt es einen Grund: Der Rassist ist hier selbst Türke. Man stelle sich nur spaßeshalber vor, wie die öffentliche Reaktion gewesen wäre, hätte ein Deutscher an seine Ladentür ein Schild angebracht: „Keine Muslime wegen IS, Ehrenmorden, Terrorismus“. (DM)

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