Ungarn: Illegale Einwanderer stürmen Grenze – Polizei schiesst

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In zwei großen Gruppen versuchten die Illegalen, den Grenzübergang Röszke zwischen Ungarn und Serbien zu überwinden; Foto: Screenshot
In zwei großen Gruppen versuchten die Illegalen, den Grenzübergang Röszke zwischen Ungarn und Serbien zu überwinden; Foto: Screenshot

Röszke – Zwei Gruppen von etwa 60 illegalen Einwanderern versuchten am Dienstagmorgen illegal nach Ungarn einzureisen und wurden von der Polizei daran gehindert. Als sich die Migranten bemühten, den Grenzzaun in Röszke zu überwinden, gaben bewaffnete Wachen im Dienst mehrere Warnschüsse ab, teilte die ungarische Polizei am Dienstagmorgen auf ihrer Website mit.

Dem Bericht zufolge versuchte die Gruppe Migranten am Grenzübergang Röszke gewaltsam einzureisen. Ein bewaffneter Wachmann, der am Grenzübergang diente, gab mehrere Warnschüsse ab. Einigen Migranten gelang dennoch die illegale Einreise. Die Polizei sagte, vier Personen wurden festgenommen, andere wurden am Übertreten der Grenze gehindert, den meisten gelang die Überwindung der Grenze nicht, sie blieben in Serbien. Zum ersten Mal seit 2015 wurde der Grenzübergang Röszke vorübergehend von der Polizei gesperrt. Zwischen Röszke und Szeged richtete die Polizei zudem mehrere Kontrollstellen ein, um jedes Fahrzeug anzuhalten und zu durchsuchen.

„Der Grenzübergang Röszke ist aktuell nicht passierbar, Einreise ist jedoch weiterhin über den Autobahngrenzübergang möglich“, sagte Szilvia Szabó, Sprecherin der Polizeidirektion des Kreises Csongrád.

Der Migrationsdruck aus Serbien hat in den letzten Wochen stetig zugenommen. Mehr als zweihundert Migranten leben derzeit in Subotica, teilte ein lokaler Medienkorrespondent mit. Die Polizei schrieb auf ihrer Website, dass bewaffnete Sicherheitskräfte, die am Grenzübergang dienten, mehrere Warnschüsse abgaben und Patrouillen zur Unterstützung anforderten.

Auf der serbischen Seite des Grenzübergangs rissen Migranten den Drahtzaun ab und „sprangen“ dann auf die ungarischen Seite der Grenze. In Orten in der Nähe des Grenzübergangs sind in den letzten Wochen immer mehr illegale Einwanderer aufgetaucht, teilte ein örtlicher Korrespondent mit. „Migranten sind sich bewusst, dass sie alleine keine Chance haben, die südliche Grenze zu überschreiten und versuchen es massiv gemeinsam.“ Auf die Frage, ob zu erwarten sei, dass trotz des Winters weitere illegale Einwanderer an der südlichen Grenze ankommen, antwortete der Sprecher mit einem klaren „Ja“. „Darüber hinaus sind sie darauf vorbereitet, dass mobile Apps und Broschüren ihnen den Weg weisen“, fügte er hinzu. (BH)

(Quelle)