Es geht weiter: Fast 500 „Mittelmeer-Gerettete“ auf dem Weg nach Europa

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Symbolfoto:Von Gene Isenko/shutterstock

Auch in diesem Jahr läuft das „Seenotrettungs-Geschäft“ auf Hochtouren: Fast 500 „Gerettete“ sind momentan dank guter Arbeit der Besatzung von Ocean Viking und Ärzte ohne Grenze auf der Suche nach einem „sicheren Hafen“, der selbstverständlich nicht in Libyen sondern in Europa liegt.

Innerhalb von nur 72 Stunden gelang es der Ocean Viking, ein Rettungsschiff von SOS Mediterranee in Zusammenarbeit mit Ärzte ohne Grenzen (MSF), wieder zahlreiche Menschenleben zu retten. 407 afrikanische Migranten sollen sich laut MailOnline allein dort an Bord befinden.

screenshot Twitter

Weitere 78 Personen wurden an Bord der Alan Kurdi aufgenommen, die von der in Deutschland ansässigen Sea-Eye-Organisation geleitet wird. Sea-Eye twitterte am Sonntag, dass die Alan Kurdi nach Italien unterwegs sei, nachdem Malta ihnen einen „sicheren Hafen“ verweigert habe.

Trotz des Winters und des schlechten Wetters würden immer noch Boote „in großer Zahl“ von der libyschen Küste starten, erklärte Aloys Vimard, MSF-Koordinator an Bord der Ocean Viking, gegenüber AFP.

Ärzte ohne Grenzen (MSF) hatte ein Angebot abgelehnt, sie nach Libyen zurückzubringen, da das Land ihrer Meinung nach „kein sicherer Ort ist“.

Auch in 2020 dürfte die Mittelmeerüberfahrt für die „Geretteten“ dank zahlreicher vor der libyschen Küste kreuzenden Seenotretter genau dort enden, wo sie hinwollen – in Europa. (MS)