Klima-Diät für alte Umweltsäue: Bochumer AWO-Altersheim kürzt Insassen die Fleischrationen

0
Foto: Von Jan Schneckenhaus/Shutterstock

Es ist die hinterletzte Doppelmoral: Während die Skandale um Abzocke, Pfründewirtschaft und Selbstbedienung durch rote Funktionäre bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) nicht abreißen, lässt derselbe Verein nun in seinen Seniorenheimen die Fleischrationen kürzen: Als erstes soll in einer von der Bochumer AWO betriebenen Einrichtung weniger Fleisch auf den Tisch kommen – angeblich ausgerechnet aus „Klimaschutz-Gründen“.

Während sich um die AWO’s im Rhein-Main-Gebiet, namentlich Wiesbaden und Frankfurt, regelrechte Abgründe an SPD-Klientelpolitik auftun und die Staatsanwaltschaft wegen Verdacht auf Vorteilsnahme und Veruntreuung ermittelt – hier hatten unter anderem Abteilungsleiter und SPD-Funktionäre fette Gehälter und Dienstfahrzeuge in irrealen Dimensionen abgesahnt – sollen die sozial Schwachen, für deren Belange die AWO laut Satzung eigentlich da ist, auf Schonkost für die Planetenrettung gesetzt werden. Es ist gewissermaßen die Kulminierung jener Heuchelei, die der roten und grünen Klimapolitik in Deutschland insgesamt innewohnt.

Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) berichtete gestern, dass die Betreiber des Heinrich-König-Seniorenzentrums in Bochum ihren betagten Insassen künftig weniger Fleisch zu essen geben – um allen Ernstes einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ unter Berufung auf AWO-Auswertungen schreibt, kommen auf jeden Bewohner eines Seniorenheims „im Schnitt acht Tonnen CO₂ pro Jahr – deutlich mehr, als das Pariser Klimaabkommen vorsieht“.

Einsparungen an Bratwürsten für die einen, üppige Dienstwagen für die anderen

Diesen „Anteil zu verkleinern“ ist das erklärte Ziel von Sabine Kirschbaum, der Leiterin des Bereiches Hauswirtschaft des besagten AWO-Altersheims. Die Bratwurst solle so künftig „nur noch 100 statt 140 Gramm“ wiegen, „in der Bolognese wird das Gehackte durch Gemüse ersetzt“. Man sei „noch in der Versuchsphase“. Mittlerweile gäbe es an einem Tag pro Woche nur noch vegetarisches Essen.

Senioren dürfen somit die ideologische Bringschuld für abstrakt-absurde Klimaziele schultern. Wie die Jüngeren in den Wohlfahrtsverbänden aasten, kann derzeit auch in Mecklenburg-Vorpommern studiert werden: Dort weitet sich gerade der Skandal um den Verbleib von Steuermillionen, die „über viele Jahre vom Sozialministerium in Schwerin mehr oder weniger unkontrolliert in die Kassen der Wohlfahrt“ geflossen sein sollen, zum handfesten Politikum aus, das Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Bedrängnis bringt. Denn sie war – ebenso wie die heutige SPD-Landtagspräsidentin Birgit Hesse – Sozialministerin, als die Gelder jahrelang ungeprüft an die AWO, aber auch an DRK, Caritas und andere verteilt wurden. Die Fleischtöpfe, an denen die roten Absahner im Land sitzen, sind alles andere als vegetarisch. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram