Der Bildungsnotstand erreicht die Staatsmedien: Tagesschau erklärt „CO2-freie Welt“ zur Kernfrage

0
Klimastreik-Großdemo in Münster - "Wir wollen kein CO2 mehr" (Chorgesang); Foto: Screenshot Youtube

Davos – Die „Tagesschau“ bekleckerte sich gestern abend in einem Beitrag zum Word Economic Forum wieder einmal selbst mit Ruhm – und bewies, dass der Bildungsnotstand nicht nur die gegenwärtige Schülergeneration berührt, sondern offenbar längst in den Nachrichtenredaktionen der öffentlich-rechtlichen angekommen ist: In einem Kommentar meldete sie, in Davos sei über die Herausforderung einer „CO2-freien Welt“ geredet worden.

Eine Welt ohne CO2? Die Entfernung von Kohlendioxid würde nicht nur die globale Durchschnittstemperatur so abstürzen lassen, dass eine Totalvereisung des Planeten die Folge wäre; es wäre auch das Ende alles höheren Lebens auf der Erde. Wer das für die Entstehung von Leben wohl essentiellste Molekül, ohne das jegliche biologische Produktion durch Photosynthese niemals möglich wäre, ernsthaft als ein schädliches und verdammenswertes Umweltgift bezeichnet, muss in seiner Schulzeit jedenfalls noch aus ganz anderen Gründen geschwänzt haben als fürs Klima. Verlesen wurde dieser Schwachsinn vom Tagesschau-Kommentator passenderweise direkt nach einem Statement von Siemens-Chef Joe Kaeser; als Hintergrundbild wurde passend dazu Davos und die Winterbergwelt eingespielt.

Die Begrenzung des atmosphärischen CO2-Gehalts – so wie derzeit aus ideologischen Gründen gefordert – ist etwas völlig anderes als ihre Komplettbeseitigung. Letztere hat auch in Davos niemand gefordert; die „Tagesschau“ berichtet hier blühenden Blödsinn. Damit wird die durch die freitäglichen Klima-Schulstreiks zusätzliche beschleunigte Volksverblödung ausgerechnet von einem Medium auf die Spitze getrieben, das vielen im Land noch immer als Garant weitgehend seriöser und objektiver Information gilt. In Wahrheit wird die einstige ARD-Prestigesendung diesem Nimbus schon lange nicht mehr gerecht.

Halbwahrheiten und Öko-Ideologie: Schulstreiks zeitigen ihre Wirkung

Die einzige Politikerin, die sich zu dieser – ebenso aufschlussreichen wie absichtlichen oder versehentlichen, jedenfalls hochnotpeinlichen – „Tagesschau“-Fehlinformation äußerte, war übrigens die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst. Sie erklärte heute früh: „Jetzt sollen wir also nicht mehr nur ,klimaneutral‘ werden, was immer das auch heißen mag, sondern die Welt soll CO2-frei werden?  Stand der Wissenschaft – und früher der Allgemeinbildung – ist, dass CO2 das Wachstum von Pflanzen anregt… ohne CO2 gibt es kein Pflanzenwachstum, kein pflanzliches, tierisches oder menschliches Leben. Ich hoffe, dass wenigstens nach dem Sehen der Nachrichten doch manchem ehemaligen Schüler, der in Bio und Chemie aufgepasst hat, klar ist, welch ein gefährlicher Unsinn durch Forderung nach einer CO2-freien Welt verbreitet wird!“

So geht es mittlerweile zu im grünen Irrenhaus Deutschland: Die einen erzählen uns bei ihren Ausführungen zur Energiewende etwas von „Kobold“, wenn sie eigentlich Cobalt meinen… und die anderen erklären ein lebenswichtiges Spurengas der Atmosphäre für beseitigungsbedürftig. Diese jüngste Stilblüte beweist einmal mehr, auf welche unwissenschaftlichen, populistisch verkürzten Parolen ausgerechnet die öffentlich-rechtlichen Sprachrohre der Klima-Sirenen inzwischen zurückgreifen, die sich stets auf wissenschaftlichen „Konsens“ berufen und so tun, als sei die ungeheuerliche Komplexität der Klimamodelle wissenschaftlich auch nur annähernd verstanden, als würde sich die Erderwärmung nach so simplen Gesetzen wie Dreisatz und binomischen Formeln berechnen lassen.

Bezeichnend ist, dass offensichtlich auch kein Vertreter der Klima-Jugend über diese irreführende und gefährlich falsche Berichterstattung aufregte; im Netz blieb jede Richtigstellung oder Forderung nach Korrektur aus. Das verwundert nicht wirklich, denn in den letzten Monaten kam es bei verschiedentlichen Klima-Kundgebungen bereits zu öffentlichen Antanz- und Gesangsdarbietungen endverstrahlter Aktivisten mit hohem Fremdschäm-Koeffizient, die – wie in Münster – selbstgereimte Stücke zum besten gaben… etwa auf die Melodie von „Guantanamera“ (bzw. „Ein Rudi Völler“) die Zeilen: „Kein CO2 mehr, wir wollen kein CO2 mehr, kein CO2 mehr, wir wollen kein CO2 mehr“ – und auch dort regte sich kein wissenschaftlicher Widerstand gegen diesen haarsträubenden Unfug. Vermutlich haben Deutschlands Schüler auch diesmal Fehler selbst gar nicht mehr bemerkt. Hierzu nochmals Nicole Höchst: „Es zeigt sich einmal mehr: ohne Bildung keine Freiheit und letztendlich kein Leben.“ (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram