Bundesverdienstkreuz für Draghi: Merkels Lohn für den Totengräber des deutschen Wohlstands

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(Foto:Imago/Spiegl)

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Mario Draghi ist ein Sinnbild für die umfassende Pervertierung aller Grundaxiome deutscher Politik: Der Mann, der für die größte Vernichtung von Volksvermögen auf deutschem Boden seit 1945 steht – planmäßig und von Berlin gebilligt durchgezogen, willfährig hingenommen vom deutschen Michel – bekommt nun für sein schadhaftes Treiben noch Lorbeeren aufgesetzt.

Was widersinnig anmutet, hat längst Methode im Staate Merkel: Denn in praktisch allen zukunftsrelevanten Bereichen wird eine Politik gelobt, gefeiert, vorangetrieben, die für das exakte Gegenteil von Verantwortungsbewusstsein, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Zugewinn steht und damit gegen alles, was gesunder Menschen- und Sachverstand nahelegen würden.

Ganz so, wie Deutschland

  • nicht etwa einen Wettstreit um die besten und klügsten Köpfe des Planeten in Gang gesetzt hat, denen es mit attraktiven Jobchancen und Aufenthaltsrecht winkt, sondern sich stattdessen für alle Bedürftigen und Unterqualifizierten gegenleistungsfrei geöffnet hat;
  • nicht etwa vorrangig in Steuersenkungen, Bildung, Infrastruktur, Verteidigung und internationale Standortförderung investiert, sondern in die Alimentierung von Schutzsuchenden und Sozialfällen des Planeten;
  • nicht etwa eine bezahlbare und maßvolle Energie- und Mobilitätspolitik betreibt, sondern eine Politik absehbar explodierender Strom- und Heizkosten im Zeichen einer völlig entarteten Klimahysterie;
  • nicht etwa eine robuste Altersversorgung mit höherem Eigenanteil und ein nachhaltig finanziertes Gesundheitssystem einführt, sondern weiter auf Umverteilung mit immer größerem Steuerfinanzierungsanteil setzte;
  • keine wirtschafts- und arbeitsplatzsichernde Politik betreibt, sondern die Wirtschaft trotz schwindender Konjunktur durch „Klimapakete“ und Überbürdung europäischer Bürokratismen gängelt und abwürgt,

so bejubelt unsere Regierung bis heute die Nullzinspolitik und trägt eine weitere Enteignung des deutschen Sparvolkes mit, um die Implosion der Eurozone noch eine Weile länger künstlich aufzuschieben.

Die Merkel-Regierung nämlich konnte sich die vordergründige Zufriedenheit ihres Wahlvolks mit angeblich soliden Haushalten nur erkaufen, weil ihr Draghis Politik Milliardenausgaben für Zinsen auf die deutschen Staatsschulden ersparte – um den Preis einer Zerstörung der kompletten Altersversorgung ihres Volkes. Bereits Mitte 2017 waren die Verluste deutscher Sparer durch Draghis Politik auf annähernd eine halbe Billion Euro angewachsen. Es war – und ist bis heute – eine Enteignung historischer Dimension.

Angesichts einer völlig verqueren Politik ist die Auszeichnung nur konsequent

Eigentlich soll das „Bundesverdienstkreuz die höchste Anerkennung“ sein, die die Bundesrepublik „für Verdienste um das Gemeinwohl“ ausspricht. Welche „Verdienste“ sollen das im Fall Draghis gewesen sein? Merkel hatte im vergangenen Oktober, wie „Bild“ gestern rekapitulierte, anlässlich von Draghis Verabschiedung geschwärmt: „Du hast den Euro durch unruhige See navigiert“. Die tatsächliche Bilanz spricht eine andere Sprache.

Denn Draghis Amtszeit war geprägt von pausenlosen Begehrlichkeiten nach einer offenen Verwirklichung der Schuldenunion – entgegen der Maastrichter Bestimmungen, wie auch von einer Bevorzugung der südeuropäischen Larifari-Ökonomien gegenüber den wohlhabenden Nordstaaten. Er trägt indirekt eine gewichtige Mitschuld am Ausgang des Brexit-Referendums, an der Vergraulung der Briten aus der EU. Dass er all dies rücksichtslos und ignorant gegenüber dem Widerstand vor allem aus Deutschland durchzog: vermutlich meinte Merkel das, als sie ihm bescheinigte, die EU „erfolgreich durch die Euro-Schuldenkrise geführt“, „die Unabhängigkeit der EZB bewahrt“ und „die Währungsunion gestärkt“ zu haben.

Insofern ist es tatsächlich nur konsequent, dass die eine Totengräberin Deutschlands jetzt dem anderen Totengräber Deutschlands etwas poliertes Blech ans Revers heftet. (DM)