Nutzlose Kompromisse zu Hambacher Forst & Co.: Für Klima-Kriminelle und Anti-Kohle-„Aktivisten“ ist Gewalt längst Selbstzweck

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Proteste im Hambacher Forst 2019 (Foto: Screenshot/Youtube)

Obwohl seit vorgestern feststeht, dass der Hambacher Forst nun nicht abgeholzt wird und damit die zentrale Forderung der Klimademonstranten in ihrem Anti-Braunkohle-Feldzug erfüllt wurde, geht der Rabatz weiter: Statt jetzt friedlich zu werden, starteten die sogenannten „Aktivisten“ sofort neue kriminelle Übergriffe. Kein Wunder: Mit Linksextremisten lässt sich generell nicht verhandeln – weil für sie gewaltsamer „Widerstand“ Selbstzweck ist.

Nicht genug damit, dass die Baumbesetzer auch nach der Einigung zwischen Bund und Ländern zu Kohleausstieg, die das Ende der Rodungen im Hambacher Forst beinhaltete, in ihren Schießbuden blieben (und geradezu enttäuscht schienen, dass ihr wohlstandsverwahrlostes Abenteuerdasein als selbstverstandene Klima-Robin-Hoods damit jeder Grundlage entbehrte); prompt flammte auch die Gewalt wieder auf.

Auf der Autobahntrasse der früheren Autobahn 4 errichteten vermummte Personen Barrikaden und zündeten diese an. Sodann ging laut „Bild“ „eine acht- bis zehnköpfige Gruppe“ ein Camp des Energieversorgers RWE mit Steinen und Brandsätzen an, um kurz darauf in den angrenzenden Wald zu flüchten. Zwei RWE-Mitarbeiter wurden durch Steine verletzt, einer musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das also sind die „Früchte“ der generösen Kompromissbereitschaft von Bund und Ländern.

„Widerstand“ als dekadenter Lifestyle

Wenn sich Schreihälse durchsetzen und mit rechtlich fragwürdigen bis unzulässigen Methoden rechtsstaatlich korrekt zustandegekommene Entscheidungen aushebeln, die erhebliche wirtschafts- und energiepolitische Konsequenzen für die Gesamtbevölkerung haben, handelt es sich bereits um einen mehr als bedenklichen Vorgang. Noch ärgerlicher jedoch wird es, wenn die Schreihälse danach nicht aufhören zu schreien – und ihre gewalttätigen Aktionen einfach fortsetzen. Zu wundern braucht man sich über die Dauereskalation allerdings nicht wirklich: In einem Staat, wo Landfriedensbruch und Öko-Terrorismus zum allenfalls methodisch kritisierten Engagement für hehre Ziele umgedichtet werden und man auf gewalttätige Chaoten nicht mit Wasserwerfern und Tränengas, sondern immer neuen Zugeständnissen reagiert, finden sich immer neue Motive für Krawall und Randale.

Und all die Narren, die sich dem „erfrischenden“ Zeitgeist des neuerwachten Klima-Radikalismus besonders eilfertig andienen und am liebsten selbst in den Frontreihen der Klimajugend, in den Baumhäusern und Blockadezelten der Anti-Kohle-Aktivisten mitdemonstrieren worden, müssen immer wieder die schmerzliche Erfahrung machen, dass sich mit Linksradikalen – vor allem in ihrer Unterkategorie der Klimajünger – keine Absprachen treffen und schon gar keine vernünftige Argumente austauschen lassen. Das dämmert inzwischen sogar Deutschlands Top-Managern – allen voran Siemens-Chef Joe Kaesar, der sich bei der FFF-Klimagöre Luisa Neubauer eigentlich mit dem Angebot eines Aufsichtsratssitzes bei Siemens Energy einschleimen wollte, was ihm jedoch überhaupt nichts half: Die Klimademonstranten zogen trotzdem brachial gegen Siemens zu Felde wegen dessen Konzernbeteiligung an dem australischen Carmichael-Kohleminenprojekt, riefen zu Streiks und Boykotts auf; Kleinaktionäre wollen deswegen nun sogar gegen den Konzern klagen. Plötzlich findet sich der hippe Kaeser zwischen allen Stühlen wieder: Bei der Jahreshauptversammlung am 5. Februar droht ihm sogar die Entlastungsverweigerung, weil er – so die Vorwürfe – Siemens „irreparablen Schaden“ zugefügt habe. So kann es gehen, wenn man mit grünextremistischen Idioten ins Bett steigen will.

Demokratie Spielregeln sind sinnlos im Kampf gegen Antidemokraten

In Deutschland hat die Politik simple Erkenntnisse vergessen oder erfolgreich verdrängt: Kompromissbereitschaft, Entgegenkommen und Einlenken sind demokratische Verhaltensmuster, die im Umgang mit antidemokratischen, antifreiheitlichen Extremisten nicht nur völlig zwecklos, sondern sogar gefährlich sind – weil sie dies als Schwäche interpretieren und sich zu immer neuen Maximalforderungen hochschrauben, um letztlich mit allen Mitteln ihre radikalen Ziele durchzusetzen. Da ist es ganz gleich, ob man außenpolitisch durch grenzenloses Appeasement die Fehler von München 1938 wiederholt, oder ob man in der Umweltpolitik durch Kohlegipfel, Klimapakete und Notstandsausrufungen versucht, ein subversives Lager von infantilen, unbelehrbaren Ökosozialisten zu besänftigen.

Fundamentalisten sind sich immer wesensgleich, kommen sie als religiöse, als ökologische oder als gesellschaftstheoretische Erlöser daher: Gibt man ihnen den kleinen Finger, wollen sie die ganze Hand, reicht man ihnen die Hand, wollen sie den ganzen Arm. Maß- und Grenzenlosigkeit ist ihr wesentliches Charakteristikum. Der Weg ist das Ziel, andere, konkrete Ziele gibt es keine; letztlich steht immer die Lust am Umsturz, am Zertrümmern, am Lifestyle-Protest im Mittelpunkt. Und Gewalt macht umso mehr Spaß, wenn die Protagonisten dieses politischen Hooliganism eines genau wissen: Ihnen droht kein wirkliches Ungemach. (DM)

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