Nichts ist unmöglich in Deutschland: Mann mit 42 Identitäten aufgegriffen

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Pässe und Identitäten - je mehr, desto besser in Deutschland... (Foto:Shutterstock)

Bad Bentheim – Neuer Rekord im Land der multiplen Verbrecherpersönlichkeiten: Ein vorgestern von der Bundespolizei in Bad Bentheim gefasster Straftäter, der seit 9 Jahren zur Fahndung ausgeschrieben war, war mit 42 verschiedenen Identitäten bei deutschen Behörden registriert.

Der aus den Niederlanden eingereiste 71-jährige hatte seit vielen Jahren ein professionelles „Identitäten-Management“ betrieben und sich mit diversen gefakten Pässen bundesweit bei verschiedenen Ämtern als jeweils andere Person ausgegeben. Gegen ihn lag seit 2011 ein Haftbefehl vor, unter anderem wegen Betrugs und weiterer Straftaten, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichet.

Dass so etwas möglich war, liegt zum einen an der Schlampigkeit und nach wie vor mangelhaften Koordination der Dienststellen untereinander, vor allem im länderübergreifenden Datenabgleich; zum anderen aber auch an Datenschutzrichtlinien, die die eigentlich vorgeschriebene zentrale Erfassung durch unzulängliche Speicherung biometrischer Merkmale zur Farce machen.

Vor allem illegale Zuwanderer und Wirtschaftsmigranten, die den Sozialstaat abzocken, praktizieren die Masche der Doppel- und Mehrfachidentitäten. Der Fall des Identitäts-Tricksers mit den 42 Alias-Namen zeigt ihnen allen einmal wieder, was in diesem Staat möglich ist. (DM)