Schutz vor Linksfaschisten: Uni Hamburg zahlt über 100.000 Euro für Sicherung von Lucke-Vorlesungen

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Bernd Lucke (Foto:Imago/Leber)

Hamburg – „Antifaschismus“ (überhaupt das fragwürdige Treiben der Deutschen Antis, ob sie auf „-fa“ enden oder gegen anderweitige Formen des Verschissmus kämpfen) geht ins Geld: Die Uni Hamburg musste bislang sagenhafte 107.000 Euro ausgeben, damit ihr Volkswirtschaftsprofessor seinen regulären Vorlesungsbetrieb durchführen kann.

Wo es an Ausgaben für Bildung allerorts mangelt, muss das wenige Verfügbare dann noch zur Sicherung demokratischer Mindeststandards aufgewendet werden, weil intolerante, wahre Faschisten von links des regulären Lesebetrieb an Hochschulen gefährden. Im Oktober wurde AfD-Gründer Bernd Lucke, Professor an der Uni Hamburg, wiederholt an der Aufnahme seines Vorlesungsbetriebs zur Mikroökonomie gehindert.

Obwohl Lucke die AfD schon für fünf Jahren im Streit verließ und sich vom späteren Kurs der Partei distanziert hatte, er mithin überhaupt nichts mit den angeblich „rechten“ Positionen am Hut hat, war es zu sogenanten „Protesten linker Studenten“ – so die Hamburger „Morgenpost“ – gekommen. Dass das Hamburger Blatt (wie sich ähnlich äußernde sonstige Medien damals) im selben Artikel übrigens von „umstrittenen Lesungen“ Luckes schrieb, ist grotesk: Dessen VWL-Lesungen waren und sind rein fachlicher Natur waren und standen in keinerlei Bezug zu seiner politischen Einstellung und auch Vorgeschichte. Wenn, ist allenfalls die Person Lucke umstritten – nicht aber der Stoff seiner Lehrtätigkeit.

Treffender wäre gewesen von kriminellen Saalstörungen, provozierten Tumulten und massiven Einschüchterungsversuchen inclusive Drohungen mit Gewalt zu schreiben – denn gleich zweimal musste Lucke den Versuch beenden, seiner Lehrtätigkeit nachzukommen, die Lesungen abbrechen und unter Polizeischutz mit politisch neutralen Studenten den Hörsaal verlassen.

Statt gegen die Täter vorzugehen, lässt man sie gewähren und „schützt“ Lesungen

Erst beim dritten Anlauf dann ergriff die Hochschule Maßnahmen zur Sicherung der Säle – nachdem zuvor die Wissenschaftsssenatorin Katharina Fegebank und sogar die Unileitung skandalöses Verständnis für die Aktionen von AstA und Studenten hatten, die mit linksradikalen Spruchbändern und Fahnen unter anderem der „Interventionistischen Linken“ aufgelaufen waren.

Für die Sicherung der Hörsäle hat die Uni seitdem, wie jetzt bekannt wurde, die sechsstellige Summe ausgeben müssen, wie die Universität gegenüber dem Hamburger „Abendblatt“ bekannte.

Statt strafrechtlich mit aller Härte gegen Extremisten und Linkschaoten vorzugehen, die Rede-, Gedanken- und Lehrfreiheit mit Füßen treten und sich als methodisch identische Wiedergänger der SA betätigen, wählen die öffentlichen Institutionen wieder einmal den Weg des geringsten Widerstands – durch ledigliche Schutzmaßnahmen, während die Ursachen unbekämpft bleiben. Die Toleranz gegenüber den Intoleranten wird auch hier wieder zum obersten Prinzip erhoben – freilich nur, solange es um Linke geht. (DM)