IM GESPRÄCH – Mediale Hetzjagden sind nicht neu

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Zhang Danhong wurde 1966 in Peking geboren. Mit 22 kam sie nach Deutschland. Heute ist die Journalistin, Kolumnistin und Autorin und eine der erfolgreichsten Kommunikatorinnen in den sozialen Medien. 30 Jahre lang arbeitete die neue Kolumnistin unseres Politikmagazins „PI Politik Spezial“ für die Deutsche Welle in Köln. Im Herbst 2019 kehrte sie zurück zu ihren chinesischen Wurzeln und lebt jetzt in Peking. Als stellvertretende Leiterin des chinesischen Programms bei der Deutschen Welle geriet Zhang Danhong 2008 nach positiven Äußerungen über die chinesische Führung in ein schweres mediales Unwetter: sie sei ein U-Boot der KP in der deutschen Medienlandschaft, zudem eine verwirrte Journalistin, hieß es damals unter anderem. Es begann eine regelrechte Hetzkampagne, in deren Verlauf allein acht offene Briefe an den Deutschen Bundestag geschickt wurden. Zhang bekam vorübergehend Mikrofonverbot und musste sich im Gespräch mit einem Abgeordneten einer Art Gesinnungsprüfung unterziehen. Es wurde gehetzt, was das Zeug hielt. Aber zahlreiche Journalisten und Autoren, darunter der China-Experte Frank Sieren, ARD-Urgestein Ulrich Wickert und Nobelpreisträger Günter Grass verteidigten Zhang Danhong in dieser Schlammschlacht, die in vielen Aspekten an heute erinnert. In diesem Gespräch schildert sie aus ihrer Erinnerung, was sich damals abspielte und welche Folgen diese Erfahrung für sie hatte…

(Quelle)