Chaos in Chios um neue Flüchtlingsunterkunft

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Symbolfoto:Von Anjo Kan/shutterstock

Dutzende wütende Einwohner haben am Wochenbeginn das Rathaus auf der griechischen Insel Chios belagert. Dort wurde gerade über den Standort einer neuen Flüchtlingsunterkunft beraten, der bei der Bevölkerung heftig umstritten ist.

Hoher Besuch hatte sich im Rathaus eingefunden. Der stellvertretende griechische Arbeitsminister Notis Mitarakis war angereist, um seine Pläne für eine neue sogenannte Flüchtlingsunterkunft vorzustellen.

Vor dem Rathaus sammelten sich laut greekreporter aufgebrachte Bürger, es seien Flaschen und Kaffeetassen gegen die Polizisten geflogen, die das hochrangige Rathaustreffen bewachten. Sie drangen ins Rathaus ein, der Eingang des Gebäudes sei von den widerspenstigen Bürgern zerstört worden, heißt es unter Berufung auf die lokale Webseite politischios.gr.

Einwohner der Stadt Vrontado seien sich nicht einig mit den Bewohnern von Campochori auf Chios über den Standort des neuen Zentrums.

Allen Proteste zum Trotz beschlossen die Beamten im Rathaus nach einem fünfstündigen Treffen den Vorschlag der Regierung nicht abzulehnen. Sie bestanden jedoch auf eine „kleine“ Einrichtung für „nur“ bis zu 500 Flüchtlinge und Migranten.

Die Insel Chios wird an dem vom Regionalgouverneur der Nordägäischen Inseln beschlossenen Generalstreik teilnehmen, der am 22. Januar stattfinden wird. Die Streikaktion wurde aus Protest gegen die unhaltbare Flüchtlings- und Migrantensituation auf der Insel aufgerufen. (MS)

 

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