Gerald Grosz: An die Fridays for Future Heuchler

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An die Fridays for Future Bewegung, das heitere Gemisch kindlicher Heuchelei unter dem Deckmantel eines höheren Ideals!
Mutig versammelt Ihr Euch seit mehr als einem Jahr jeden Freitag im Heer des Zeitgeistes, protestiert gegen die abstrakte Gefahr des Klimawandels. Welch einzigartiger Treppenwitz der Geschichte! Eure Großeltern, die sogenannten „Umweltsäue“, sind noch von Montag bis Samstag jeden Tag zu Fuß zur Schule gegangen, Ihr lasst Euch von Euren Eltern von Montag bis Donnerstag in jenen Autos – in den dicken fetten SUV’s – kutschieren, gegen die Ihr dann am Freitag heroisch demonstriert und die Innenstädte lahm legt. Im Zuge Eures spärlichen Bildungstourismus besucht Ihr vollklimatisierte Klassenzimmer, wir haben noch einfach die Fenster zum Lüften geöffnet um das Hirn mit dem nötigen Sauerstoff anzureichern. Eure Vorgängergenerationen nahmen für Ihre Schularbeiten noch Block, Kugelschreiber, Bleistift, Lineal und Taschenrechner. Ihr seid heute mit dem i-Phone, mit einem i-Pad und Laptops ausgerüstet, gespeist mit billigem Atomstrom aus der Steckdose. Statt die Gehirnganglien in Gang zu setzen, wird Strom, also Energie, verbraucht – das ist die nüchterne Wahrheit Eures bequemen bildungspolitischen Daseins. Auch Eure sozialen Kontakte beschränkt Ihr aufs Internet. Facebook, Twitter und Tic Tok sind die neuen Lebenswelten und wenn Euch Tagedieben noch ein wenig Zeit bleibt, dann wird gestreamt. Netflix, Sky, Amazon, Google – im Unterhaltungsschrott für Unterhaltungsarme. Wie funktioniert das? Exakt, mit Strom! Und woher kommt der Strom? Aus der Steckdose, gell? Wir haben unseren Kaffee noch in Tassen getrunken, diese dann abgespült und zurück ins Regal gestellt. Ihr sauft das billige und geschmacklose Abwaschwasser trendig von Starbucks, verpackt in Einwegkartons. Die Müllberge der Welt erzählen von Eurem modernen, trendigen, schicken Konsumverhalten. Unsere Getränke kamen aus Glasflaschen, Pfand haben unsere Eltern dafür gezahlt und wir mit dem Flaschenpfand bei der Rückgabe unser Taschengeld aufgebessert. Taschengeld? Für Euch ein Fremdwort wohl auf dem direkten Weg in die Mindestsicherung. Wir hatten ein Pausenbrot, Ihr würgt Geschmackloses bei McDonalds oder vielleicht einen Veggieburger in einer politisch korrekten Hipsterbude, dick eingeschweißt in Plastik, hinunter. In derselben Verpackung wie auch das gesunde Obst. Mit 13 beginnt die Kriegsbemalung im Gesicht mit jenen Kajalstiften, für die in grausamen Tierversuchen eine ebenso große Anzahl von Tieren gestorben ist, wie im Amazonas oder in Australien. Aber da heißt es dann aus Eurem Mund „pray for Australia“. Eure Generation, die Erfinder des Kleidungsterrorismus – jeden Monat das Neueste, Beste und Schönste. Wir waren froh, wenn wir zwei neue Jeans im Jahr bekommen haben und ein Paar Schuhe. Jeden Freitag prangert Ihr Euer eigenes Dasein, Euer Verhalten selbst an. Ihr demonstriert gegen Euch selbst, gegen Euren Relativismus, gegen Eure Heuchelei, gegen Eure Dummheit. Also: Entweder ändert Ihr Euch selbst oder haltet einfach das Maul!

(Quelle)
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