Löst sich unser Nannystaat bald in Rauch auf?

Max Erdinger

Qualm - Foto: Von Vasilchenko Nikita/Shutterstock

Unter dem Motto „Mehr Schutz für Risikogruppen“ wurde in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ein Vorstoß für ein Rauchverbot in Autos erarbeitet, wenn Kinder und Schwangere mitfahren. Rauchen in Autos, in denen Kinder oder Schwangere sitzen, müsse verboten werden, sagte die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Die FDP will sogar noch weiter gehen. Dort gab es bereits die Forderung, das Rauchen an Bushaltestellen, auf Bahnsteigen und an Schulen zu verbieten. In Schweden ist inzwischen jedes öffentliche Rauchen untersagt.

Vom gesetzgeberischen Vorstoß der niedersächsischen Frau Gesundheitsministerin berichtete n-tv. Ganz klar: Rauchen ist schädlich. Einen Nichtraucher oder einen Schutzbefohlenen – womöglich noch trotz seines Protests – mit Qualm einzunebeln, ist extrem rücksichtslos. Daß es jeder Raucher bleiben lassen soll, ist gar keine Frage. Rücksichtslose Zeitgenossen gibt es allerdings in vielerlei Zusammenhängen. Nicht jeder Gesundheitsschaden und nicht jeder Todesfall hängen mit rücksichtslosem Gequalme zusammen. In ganz anderen Zusammenhängen, und mit der Heraufbeschwörung ganz anderer Gefahren verbunden, drängt sich deshalb der Gedanke auf, daß die immer weiter voranschreitende Delegierung persönlicher Verantwortung an den Staat, respektive dessen Kompetenzanmaßung, quantitativ nicht weniger schädlich sein könnte, als das Rauchen im Auto, wenn Kinder oder Schwangere dabei sind.

Zuständigkeiten

Vernunft, Anstand und Rücksichtnahme werden sich kaum staatlicherseits durchsetzen lassen. Diese Eigenschaften sind allesamt Resultat der Sozialisation in einer zivilisierten Gesellschaft. Wo sich beobachten läßt, wie in immer größerem Maße Vernunft, Anstand und Rücksichtnahme verloren gehen, ist deshalb der Rückschluß zulässig, daß die Gesellschaft, in der das beobachtet werden kann, sich insgesamt in einem zivilisatorisch degenerativen Prozess befindet. Wenn der ganz allgemein zu stoppen wäre, könnte man sich jede Diskussion um strafbewehrte Verbote ersparen. Das Letzte, was man dabei gebrauchen kann, ist ein Staat, der tagein-tagaus predigt, man habe Rechte und Ansprüche gegen alle und jeden, um dann im Detail mit Verboten herumzufuchteln. Der Staat ist schlicht nicht zuständig. Er ist schon deswegen nicht zuständig, weil es ihm offensichtlich nicht gelungen ist, die zivilisatorische Generaldegeneration im Lauf der vergangenen Jahrzehnte aufzuhalten. Man liegt auch nicht daneben, wenn man behauptet, daß es exakt dieser Staat gewesen ist, der sie befördert hat.

Daß es schwerstdegenerative Erscheinungen gibt, einen kollektiven Weg in die Asozialität, läßt sich belegen. Ein Beispiel: Obwohl die Mülltrennung eingeführt worden ist, und obwohl auf vielen Rastplätzen entlang der Bundesstraßen im Rahmen der „Aktion sauberer Rastplatz“ die Abfallbehälter abmontiert worden sind – und obwohl als allgemeiner Konsens geschauspielert wird, daß es sich dabei um eine schöne Entwicklung handelt, geht die Vermüllung der Landschaft weiter. Es gilt: Man darf seinen Abfall überall hinterlassen, nur gesehen werden darf man dabei nicht. Neben der A3 zwischen Aschaffenburg und Würzburg liegen inzwischen Kühlschränke, Monitore und alte Computer im Wald. Wer bei Aachen „Rote Erde“, auf der A4 von Köln kommend, Richtung Maastricht abbiegt, durchfährt eine 270°- Rechtskurve – und sieht in der Grünfläche links neben sich Berge von Müll liegen, die offensichtlich allesamt deswegen in dieser Kurve aus Autofenstern hinausgeworfen worden sind, weil die asozialen Sünderlein während der Kurvenfahrt nicht vom nachfolgenden Verkehr bei ihrem Tun beobachtet werden können. Inzwischen wurde dort eine Kamera-Attrappe aufgestellt.

Es stellt sich also die Frage, wohin wir kommen sollen, wenn der Gesetzgeber ein Verbot auf das nächste stapelt, ohne daß sich deshalb am generell zu beobachtenden Abstieg in die kollektive Asozialität etwas ändert. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, wo das enden wird: Bei einem asozialen Volk, das nicht seinem Wesen nach, sondern lediglich hinsichtlich der Auswüchse seiner Asozialität im Detail mit einer Unmenge von Verboten konfrontiert wird. Das Ganze nennt sich dann „barbarischer Totalitarismus“. Das braucht kein Mensch.

Staatsgläubigkeit & Nannystaat

Daß solche Verbotsforderungen wie die der niedersächsischen Gesundheitsministerin überhaupt als diskussionswürdig angesehen werden, muß einen nicht wundern angesichts der Tatsache, daß dieses in die Asozialität abgleitende Volk ebenfalls kein Problem damit hat, sich vom Staat dafür „bestrafen“ zu lassen, daß es sich im Einzelfall evtl. nicht anschnallt beim Autofahren. Daß es ziemlich dämlich ist, sich nicht anzuschnallen, ist ein anderes Thema. Die Frage ist ganz einfach: Was um Himmels Willen geht es den Staat an, ob sich jemand anschnallt oder nicht? Woher nimmt sich der Staat das Recht, zu behaupten, es schulde ihm jemand Geld dafür, daß er sich nicht angeschnallt hat? Und was sagt es aus über die freiheitliche, resp. die fehlende freiheitliche Grundhaltung eines Bürgers, der sich diese Frage entweder nicht stellt, oder den Zustand einfach lakonisch abnickt? Gibt es hierzulande noch eine nennenswerte Zahl von Bürgern, die bereit wären, ihre Eigenverantwortlichkeit gegen staatliche Zuständigkeitsanmaßungen zu verteidigen? Gibt es noch Leute, die verstehen, wohin es führt, wenn sie das bleiben lassen?

Warum ausgerechnet Nichtraucherschutz?

Natürlich soll kein Raucher irgendwelche Nichtraucher belästigen. Ihm aber mit einem strafbewehrten Verbot zu kommen, ist realitätsfremd. Es ist realitätsfremd, zu unterstellen, die Gefahr, die gesetzlich gebannt werden müsse, bestehe auch für das emotional vernachlässigte, unsportliche und dicke Kind, das lediglich noch das Smartphone als seinen besten Daddelfreund kennt, das in der Schule gemobbt und verprügelt wird, keinen Baum mehr als Eiche oder als Kastanie identifizieren kann, sich von Süßigkeiten und Junk-Food ernährt, kein Gedicht mehr aufsagen kann, geschweige denn, daß es ein altes deutsches Volkslied singen könnte, und das bis zum Alter von zehn Jahren was-weiß-ich wieviele Mordtaten im TV mit angesehen hat, ausgerechnet darin, daß seine asoziale, geschiedene Mutter samt ihren laufend wechselnden Sexpartnern in den seltenen Fällen, in denen sie zusammen mit dem Kind im Auto unterwegs ist, auch noch raucht, weswegen das – und nur das – auch verboten werden müsse. Ein solches Kind hat wirklich ganz andere Probleme, als den Qualm seiner Mutter. Und es sind die anderen Probleme, die für sein Schicksal maßgeblich sein werden, nicht der Qualm. Worum geht es also beim geplanten Rauchverbot? – Um den „Schutz von Risikogruppen“? – Wohl kaum. Es geht einzig und allein um die weitere, schleichende Ausweitung staatlicher Kompetenzanmaßungen. Um nichts anderes geht es dabei.

Im Übrigen ist es so, daß es hinsichtlich der Auswirkungen einen Unterschied gibt zwischen „Rauchen im Auto“ und „Rauchen im Auto bei geöffnetem Fenster“. Wer bspw. die Zigarette in der linken Hand hält, während das Seitenfenster einen Spalt offen ist, hinterläßt im Fahrzeuginneren lediglich einen leichten Rauchgeruch, der in seiner Gesundheitsschädlichkeit für Andere vernachlässigenswert sein dürfte. Der Qualm zieht nach draußen.

Es gilt also: Raucht nicht im Auto, wenn schutzbefohlene Kinder dabei sind! Und haut endlich einem Staat auf seine impertinenten Griffel, der sich anmaßt, euch zunehmend mit allen möglichen Verboten zuzuscheißen. Es ist in letzter Konsequenz nämlich eure Staatsgläubigkeit, die euch von Kaiser Wilhelm über den braunen Adolf und den roten Erich bis hin zur unsäglichen Angela zuverlässig immer wieder ins Desaster gestürzt hat und weiterhin stürzen wird. Werdet endlich erwachsen und weist euren „Volksvertretern“ die Plätze an, die „Vertretern“ zustehen, anstatt euch permanent weiter bevormunden und gängeln zu lassen, sowie euch zu allem Überfluß noch in solchen Verbotsdiskussionen auf die eine oder die andere der als „alternativlos“ akzeptierten Seiten ziehen zu lassen. Es gibt die dritte Alternative. Der Staat muß in seine Schranken gewiesen werden. Das hat oberste Priorität. Bevor das nicht passiert ist, ist alles andere Pillepalle.

 

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51 Kommentare

  1. TOLERANZ IST KEINE EINBAHNSTRAßE, LIEBE LEUTE!

    Ich versteh die Begeisterung für diese ganzen Verbote gar nicht.
    Ist nicht jeder für sich selbst verantwortlich???

    Ich rauche seit meinem 14 (?) Lebensjahr. Nicht viel, nie viel. Und als ich Ende 2000 über eine bestehende Schwangeschaft in Kenntnis gesetzt wurde, hab ich nochmals reduziert. Damals riet mir meine Gynäkologin auch davon ab, nach 14 Jahren plötzlich aufzuhören. Schädlich fürs neue Leben.
    Ich habe das Rauchen in meiner Wohnung komplett eingestellt und es dabei belassen. Balkon, Terasse, Garage sind okay.
    Im Auto hab ich schon lange nicht mehr geraucht.
    Bei Nichtrauchern hab ich noch nie geraucht und auch über Stunden kein Problem damit.
    Ich bin reine Genußraucherin und werde es auch bleiben.
    Die Intolleranz kenne ich fast ausschließlich von Nicht- oder Exrauchern.

    Allerdings hat das Rauchverbot auch einen Geschäftszweig fast komplett ausgerottet, der heimischer Kulturbestandteil war. Die Kneipe umme Ecke und annerswo. Zumindest hier im Pott.

    Aber … mal drüber nachdenken ….
    Das Verbot soll kommen, damit Ihre Organe später wiederverwertet werden könen. Man will uns nicht nur vernichten sondern für die Herren Sorros und Co. auch noch Ersatzteillager vorhalten. So vermute ich das.
    Man hat doch festgestellt, daß die schwarzen und die weißen Blutspenden nicht zusammenpassen.
    Wenn die Schwatten unser Blut nicht abkönnen, wirds auch umgekehrt so sein. Und sich bei Organen auch so verhalten.
    Und die Zions sind nunmal hauptsächlich Weiße. Daher brauchen die unsere Organe. Und das Handeln von Spahn paßt auch dazu.

    Ich mach mit meiner Hülle wonach mir ist. Ich will keine fremden Komponenten und habe mir vorgenommen, auch keine nutzbaren Komponenten zurück zu lassen. Basta!

  2. Merkwürdiger Beitrag. Eigenverantwortung ist zwar ein großer Begriff, in der Realität sind die meisten sichtlich damit überfordert. Und persönliche Freiheit endet genau dort, wo die des Nachbarn anfängt. Es stimmt, ein verantwortungsvoller Mensch qualmt nicht andere voll, aber leider sind diese in der Minderheit. Ohne erzieherische Maßnahmen und den Griff dahin, wo es weht tut, in den Geldbeutel nämlich, geht es offensichtlich nicht.

    • Das sehe ich allerdings etwas anders. Das Ergebnis könnte zum Beispiel sein, dass die überforderten, verantwortungslosen Menschen sagen: „Die paar Meter kannst Du auch zu Fuß gehen“ oder „nimm doch den Bus“, wenn sie trotz Verbotes im Auto qualmen wollen. Ob damit jemandem geholfen ist, wage ich zu bezweifeln. Und vor allem: Wie sieht`s denn mit Handies aus? Der von der Mobilfunkindustrie angeheuerte Forscher wurde ja entlassen, als er das Ergebnis präsentierte, dass die Dinger durchaus gesundheitsgefährdend sind. Und das war vor 20 Jahren, mit relativ langwelliger Strahlung. Kann ich denn einem 4G oder 5G- Träger unter Androhung eines Strafgeldes verbieten sich mir auf weniger als 20 Meter zu nähern?
      Wer einen derartigen Staat schafft und jegliche Selbstverantwortung dirigiert, der muss auch konsequent bis zur Bahre Jugendstrafrecht anwenden, da er dem Bürger die Mündigkeit abspricht und ihn stattdessen als Kindergartenkind behandelt.

      Aber divide et impera funktioniert ja bei uns recht gut. Bevölkerungsgruppen werden aufeinandergehetzt wegen nichtiger Gründe, die Politik lehnt sich zurück, genießt das Spektakel und drückt wieder ein paar Gesetzesvorlagen durch, während Raucher und Nichtraucher in der Bildzeitung aufeinander gehetzt werden.
      Ich denke die einfache Frage „Könntest Du bitte nicht rauchen während ich hier drin sitze?“ würde die sinnvolle Lösung sein.

  3. All das gibt es in Australien schon, und ich bin dankbar dafür. Individuelle Freiheit muß dort enden, wo man andere schädigt. Rauchen in Schulen z.B. wäre hier völlig undenkbar.
    Bin übrigens gerade in China und erlebe haut- oder eher lungennah, wie viel Rücksichtnahme von Rauchern zu erwarten ist, wenn man sie nicht wirksam zwingt…

    • Ich glaube in China braucht man kein Raucher zu sein um früher an Lungenkrebs zu sterben. Da ist doch von 365 Tagen im Jahr bestimmt 360 Tage Smog. Und dürfen noch bis 2035 genügend Co2 ausstoßen.

    • Diese Logik erschließt sich mir nicht ganz. Weil es in China in einigen Gegenden eine signifikante Luftverschmutzung gibt, macht es nichts, wenn man darüber hinaus noch zugequalmt wird??
      Lassen Sie sich bitte gesagt sein, daß sich diese Effekte mindestens addieren, aber wahrscheinlich eher gegenseitig verstärken.
      Und was soll bitte CO2 damit zu tun haben? CO2 ist ein non-toxisches Gas, und es spielt für den menschlichen Organismus überhaupt keine Rolle, ob man 300, 400 oder 500 ppm davon einatmet.

    • Das haben sie sicherlich mißverstanden. Klar wenn man zum Smog noch jede Menge Kippen qualmt kann man seine Gesundheit komplett abschreiben. Da ich auch Nichtraucher bin ist es mir selbst auch Recht wenn ich nicht vollgepafft werde. Co2 darf in China bis 2035 sovie freigesetzt werden wie Sie wollen da sie ja ausgenommen sind vom Klimaabkommen. Das habe ich damit gemeint und nichts anderes.

  4. Das Grundproblem ist, dass es sehr viele Leute gibt, die meinen, anderen ihre Einstellung, die sie persönlich für sich getroffen haben, auch anderen aufzwingen zu müssen. Grundsätzlich hat jeder das Recht, mit seinem Körper zu verfahren, wie es ihm gefällt. Der eine meint, er müsse sich tot schuften, ein anderer zieht es vor, sich geistig kaltstellen zu lassen, um als schafgleicher Untertan blind den Vorgaben zu folgen. Wieder andere flüchten sich in Krankheiten, andere in Alkohol. Wenn es einem Dritten gefällt zu rauchen, dann möge er das tun. Da hat der Staat sich überhaupt nicht einzumischen. Allenfalls vermag ich hierbei die Absicht herauszufiltern, dass der Staat möchte, dass seine Arbeitssklaven möglichst lange gesund bleiben, um bis zur Bahre kräftig Steuern zahlen zu können.

    Der Staat – allen voran die Grünen – stellen sich den menschlichen Idealtyp offenbar folgendermaßen vor: Es wäre ein verweichlichter städtischer Angestellter, physisch und geistig träge und asexuell, der niemals versucht, von sich aus die Initiative zu ergreifen. Jemand ohne Appetit, der sich nur von Obst und Gemüse ernährt, das er in Walfischtran anmacht. Ein Nichtraucher und Abstinenzler mit vollem Haarschopf, aber dürr und unathletisch, doch ständig bestrebt, seine kümmerlichen Muskeln zu trainieren. Mit niedrigem Blutdruck, niedrigem Einkommen und niedrigem Cholesterin.

    Doch selbst diese Karikatur eines Menschen wäre nicht gegen Krankheit und Siechtum gefeit. Gegen schicksalhafte Limitierungen eines ganzen Volkes durch lebensfeindliche Umstände und größenwahnsinnige Politiker ist der Einzelne machtlos. Das Gesundheitsinteresse des einzelnen Menschen endet spätestens am Interesse machtpolitisch überlegener Gruppen.

  5. Anlage von Geld.

    Kaufe ich Gold so kann ich es anlegen als Vermögen aber nicht als Versorgung.
    Habe ich Silber und möchte es haben, dann kann ich auch mit Münzen beim Bäcker kaufen.

  6. Als Ex Raucher sehe ich das alles dank eines schmerzhaften Lernprozess völlig anders. Meiner Ansicht nach sollte man Tabak komplett verbieten, es gibt außer sich absichtlich die Gesundheit zu ruinieren, die Staatskasse zu füllen und als Süchtiger zu leben nichts aber auch gar nichts was den Konsum von Tabak rechtfertigt. Tabak hat nicht ein positiven Aspekt!

    Das Argument ein Verbot sei eine Einschränkung der Freiheit zieht hier bei mir nicht, da Sucht kein Freiheit sondern Sklaverei ist. Alleine im Sinne unserer Kinder und um diese davor zu bewahren den „ersten coolen“ Zug zu machen, weg mit dem Mist in die Mottenkiste der menschlichen Irrtümer…

    und Nein ich will keinen Wein oder Bier verbieten und auch kein Salz oder Zucker falls hier nun von einigen „Süchtigen“ die Argument in dieser Richtung kommen.

    • Es giebt sehr viele Menschen die nichts weiter mehr haben als ihre Zigaretten oder Tabak. Leben allein und sind nicht so eingebunden in die Gesellschaft. Oft habe ich frueher beobachtet, das psychisch kranke Menschen viel geraucht haben. Hatte damals als Krankenpfleger in der Psychatrie gearbeitet. Die hatten einfach nix anderes und waren nicht so willensstark wie Sie. Ja, ich war auch mal Raucher aber ich goenn anderen schon mal die kleine Freude einer Zigarette.

    • Na, das liegt doch auf der Hand, weil Wein und Bier, Zucker und Salz (wie auch Milch und Mehl, Eier und Schmalz) dem Nebenmenschen nicht die Atemluft verpesten.

    • Warst du schon mal neben einem besoffenen, aggressiven Vollidioten gestanden oder gesessen? Da ist mir der Geruch einer Zigarre oder Pfeife tausendmal lieber.

    • Typisch für einen Abstinenten. Wussten Sie das Essen (Nahrung) auch ungesund ist? Sie ist eine Sucht, eine Sucht der wir täglich nachgehen. Versuchen Sie mal aus der Nahrungssklevrei zu entkommen. Alles was wir Menschen auf Terra konsumieren ist nicht von Menschen erfunden worden.

    • Seitdem ich weiß das der Schleim der beim Rauchen auf der Lunge entsteht mich vor Nano Partikel aller Art schützt 😉 verstehe ich auch wieso plötzlich und fast aus heiterem Himmel, das Rauchen so intensiv bekämpft wird. Ach ja, eh ich es vergesse…in den Ländern wo am Meisten geraucht wird, gibt es die geringste Lungenkrebsrate! Für Risiken (Fakten erkennen und Lügen entlarven) und Nebenwirkungen (Ungläubiges staunen), befragen Sie Bitte google, oder andere….

    • Die Angst vor Lungenkrebs war mein geringste Problem, nach 25 Jahre Rauchen war der Blutdruck oben, nach dem 2 Stockwerk blieb einem die Luft weg etc etc etc. und ich hatte nicht mal die volle Dröhnung, meist war es nur eine halbe Packung „Genuss“ Zigaretten.

      Heute über 5 Jahre später und „brutal“ viel Sport und völlig geänderter Lebensweise samt Ernährung ist der Blutdruck wieder im Grünen Bereich und ich Renne 10 Stockwerke hoch ohne zu schnaufen…

      In Berlin hilft das übrigens nicht mit dem Rauchen, da ist es im Wasser… Aber rauchen Sie ruhig weiter und glauben Sie an ihre Verschwörungstheorien über die bösen Menschen die das Rauchen bekämpfen wollen…

    • Da muss ich widersprechen. Tabak hat auch heilende Eigenschaften und des Weiteren gibt es Zigarrenraucher die nicht Sucht, sondern Genuss Raucher sind und sogar nachweisslich den Stress senkt und die Glückshormone anhebt. Jeder sollte doch selbst entscheiden können was er macht. Das man in der Anwesenheit von Kindern oder wo anders nicht raucht, dass sollte doch selbstverständlich sein.

      Würde man es ausserdem verbieten, dann entwickelt sich ganz schnell ein Schwarzmarkt mit viel Kriminalität und die Polizei und Gerichte werden unnötigerweise noch mehr belastet.

    • Als ob Raucher die Staatskasse füllen würden !
      Das Gegenteil ist der Fall:
      Bedenken Sie doch mal die ungeheuren Staatsausgaben für :
      1) Raucher, die frühverrentet werden müssen
      2) Raucher, denen Raucherbeine amputiert, Lungenflügel entfernt werden müssen , die Kehlkopfkrebs usw. bekommen, denen früh die Zähne ausfalllen usw.
      3) den Kampf gegen die überall herumliegenden Zigarettenkippen, die tausend Gifte enthalten und von Tieren gefressen werden oder einfach das Erdreich vergiften
      4) usw. usf.

  7. Woher kommt der Glaube, mit Gesetzen alles regeln zu können? Noch dazu wenn sie Sachen betreffen, die so unwichtig und überhaupt nicht kontrollierbar sind. Bei einem Vollzugsdefizit in wesentlichen Staatsaufgaben, bei dem einem Angst und Bange wird.

  8. Die Auflösung des Staates ist nicht weit hergeholt…..

    Wir werden noch weitere Änderungen haben als nur diese Abschaltung der Kraftwerke und die Heraufbeschwörung von E- Autos….

    Was kommt in den nächsten 10 Jahren zusätzlich mit Sicherheit??
    Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt, eine Dienstpflicht gibt es nicht…..

    Weniger Pflegekräfte für alte Bürger dieses Landes, eben keine Zivis vorhanden. Die Familien falls vorhanden müssen sich kümmern.
    Weniger Freiwillige Feuerwehren, weil das Personal fehlt am ehrenamtlichen Dienst, bedeutet längere Wege und Anfahrzeiten bei Alarmierung, die Hütte brennt ab…
    Weniger Sanitäter und Notärzte in der regionalen/kommunalen Versorgung, d.h. längere Anfahrtzeiten. Aus 5Min werden dann 20Min.-Lebensgefahr, denn die ersten Minuten sind bei der Rettung von Leben entscheidend!
    Weniger THW Mannschaft/Frauschaft mit weniger einsatzfähigen Fahrzeugen und Gerät, wir haben dann keinen Katastrophenschutz….
    Weniger Bundeswehr mit weniger Personal, Fahrzeugen, Waffen, Gerät….., d.h weniger Schutz im Ernstfall falls eine Katastrophe, ein V-Fall eintritt oder groß angelegter Terrorangriff.
    Höchstwahrscheinlich werden wir aber noch mehr Sozialhilfeempfänger und Hartz IV Empfänger haben, parallel dazu eine linear steigende Kriminalität mit allen Facetten.

    Aber wir haben dann alle was getan in Deutschland (ob wir wollten oder nicht) für den Schutz unseres Weltklimas mit einem verantwortlichen Anteil von weniger 2%!!

    • Leider haben Sie So was von Recht. Es war bestimmt auch einiges früher nicht besser aber trotzdem besser und vor allem sicherer als heute. Die zunehmende Bevormundung von mündigen Bürgern nimmt schon ernste Züge an. Ist aber bestimmt so gewollt. Der Autoritäre Staat kann keine denkende haben. So lassen sich leichter Gesetze durchpeitschen, Steuern und Vorschriften einführen. Und über 80% kapieren es immer noch nicht.

  9. Ich warte noch auf das Gesetz, wann und zu welcher Tageszeit ich eine Toilette benutzen darf und Sex mit meiner Frau – einer nur………als Deutscher, nicht mehr, versteht sich – haben darf.

  10. Verantwortungsvolle Eltern und solche, die es werden rauchen nicht im Auto. Dafür kann man Pausen einlegen. Allen anderen ist es egal. Mit Verboten erreicht man da überhaupt nichts und kontrollieren ist schon gar nicht drin.

    • Und doch finde ich die Idee gut.Wenn ich sehe wie Babys im Auto sitzen und vorne zwei Gestalten rauchen bekomme ich eine rasende Wut und würde am liebsten den Ihre verschissenen Glimmgiftstengel aus der Schnauze schlagen. Leider sehe ich das fast jeden Tag , sei es an der Ampel auf einen Einkaufsparkplatz oder auf irgendwelchen Veranstaltung ja sogar im Fernsehen bei irgendwelchen Hartz 4 Shows.

  11. Und wenn der Autor noch so wortreich seine unpassenden Beispiele aus der Abteilung „Whataboutism“ aufzählt: Was die Belästigung durch Raucher angeht, sind die Verbote der letzen Jahre eine echte Erfolgsgeschichte. Wenn ich an die Fünfziger-, Sechziger- und Folgejahre zurückdenke, kommt es mir heute wie ein böser Traum vor, so wurde man am Arbeitsplatz, im Restaurant, im Bus, wo auch immer, vollgequalmt. Hier waren die Verbote mehr als segensreich, denn Raucher sind schließlich Junkies; an deren Vernunft zu appellieren, ist vergebliche Mühe. Und ja, Raucher sind verträgliche, friedliche und gemütliche Menschen – außer, man nimmt ihnen ihre Zigaretten weg, dann werden sie plötzlich ungemütlich 😉

    • Merken Sie den Hass in Ihren Worten? Unglaublich. Warum können oder gar wollen Sie nicht akzeptieren dass Menschen, Individuen sind? Seien Sie so gut und überlassen es jedem…Raucher, Hascher, Junkie das zu tun was er will. Sie werfen den ersten Stein. Sind Sie wirklich makellos?

    • Ich tendiere zwar auch eher zur Meinung von Stefan T., aber ich muss Ihnen Recht geben: Die inflationäre Anwendung der Begriffe „Hass“ und „Hetze“ wird langsam wirklich unerträglich. Es wäre schön, wenn wir alle darauf achteten, diese Worte zu vermeiden – allein schon deswegen, damit Merkel nicht wirkt.

    • So ist es…. Sie stinken aus den Maul, die Klamotten stinken, verfaulte Zähne, unsauber sind Sie zum größten Teil auch , ihre Autos sehen aus wie Aschenbecher, Ihre Wohnung verräuchert bis hin ins Schlafzimmer mit verräucherter Bettwäsche, Kippe und Aschenbecher sind all gegen wertig.

    • Was kennst denn Du für Leute?
      Vielleicht hilft ein Wechsel Deiner Umgebung.
      Meine Bekannten rauchen,sind sauber,gehen arbeiten,geraucht wird nie in geschlossenen Räumen.
      Also nee…

  12. Ich frage mich, wie wir das früher bloß überlebt haben? Da fuhren wir im VW-Käfer nach Italien, und aus Platzmangel saßen wir Kinder im Fond der herausgenommenen Hutablage. Und die Eltern haben vorne während der Fahrt 2 Schachteln Ernte 23 geraucht. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass mich das irgendwie gestört hätte, weil das ganz normal war.

    • Ach so, heute soll man seine Eltern ja hassen und denunzieren. Dazu ist es bei mir allerdings zu spät, denn sie starben mit 84 und 88 Jahren.

    • Wir sind auch ohne Sturzhelm und andere Schutzausrüstung Fahrrad,Roller oder Rollschuh gefahren. Wie man das nur überlebt hat?!

    • Da hat sich doch viel getan inzwischen: Als ich (in den Fünfzigern) noch ein Kind war, hatten meine Eltern Sonntags oft Besuch von Freunden oder Verwandten. Die acht oder manchmal noch mehr Personen qualmten in dem ca. 16 Quadratmeter großen Wohnzimmer ohne Pause, so dass richtiger Nebel im Zimmer herrschte. Das hat damals niemanden gestört, und ich musste oft dabei sitzen. Und wenn die Packungen leer waren, wurde ich in die Kneipe um die Ecke zum Automaten geschickt, um für Nachschub zu sorgen.

  13. Als unsere Tochter noch im Auto mitgefahren ist habe ich natürlich nicht geraucht, aber auch nur dann. Meine Frau raucht selbst und wenn Freunde und Bekannte mitfahren geht das nach dem Motte : Mein Auto, meine Regeln ! Wem das nicht passt soll woanders mitfahren.

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