Linientreue „Egotronic“-Punker phantasieren von der Ermordung Boris Palmers

Boris Palmer - der morganatische Grüne (Foto: Imago)

Berlin / Tübingen – Selbst ein grünes Parteibuch schützt nicht vor regierungstreuen „System-Punks“ in Merkel-Deutschland: Die Berliner Punkband „Egotronic“, bekannt für solche feingeistigen und subtil-intelligenten Songs wie „Deutschland, Du Arschloch, fick Dich!“ oder „Scheiße bleibt Scheiße„, hatten dem grünen Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer bekanntlich einen Song („Der Bürgermeister„) gewidmet, in dem sie ihn als „Sheriff“ anprangerten und ihm seine Kritik an der deutschen Migrationspolitik als Fremdenfeindlichkeit ankreideten.

In bereitwillig-dümmlicher Reproduktion eben der gesellschaftlichen Spaltung, die von der Bundesregierung weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben wird, um die deutsche Bevölkerung gegeneinander auszuspielen, springen auch die staatstreuen Gesinnungs-„Punks“ auf den jakobinischen Haltungszug auf; in ihrem Song, der musikalisch dem inhaltlichen Niveau in nichts nachsteht, texten sie etwa: „Pro Law and Order versteht er keinen Spaß, fordert ‚Ausländer raus‘ mit Augenmaß“. Besonders „lustig“: Im Video zu dem Song, das im Stil eines Computerspiels gestaltet ist, kämpft sich der Protagonist in Gestalt eines Raumkreuzers bis ins letzte „Level“ vor, wo er solange mit Mörsern und Gewehrsalven auf einen dargestellten Palmer-Kopf ballert, bis dieser explodiert. So sind sie, die deutschen Gutmenschen: Wer gegen die Agenda aufmuckt, darf nicht nur durch den Schmutz gezogen werden, sondern wird gleich physisch kaltgemacht.

Doch Boris Palmer wäre nicht das, für das ihn Freunde und Fans schätzen, wenn er eine derart unqualifizierte, absurde Pauschalverunglimpfung auf sich beruhen lassen würde. Auf Facebook holte der OB daher zum Gegenschlag aus. „Ihr seid doch auch nicht besser„, schrieb er an die Adresse der „Egotronic“-Hetzer, und mutmaßte, die Band habe ihm wohl vor allem verübelt, dass er ihre Heimatstadt (und die deutsche Linksradikalen-Hochburg) Berlin aufs Korn genommen hatte: Palmer hatte nämlich 2018, anlässlich eines dienstlichen Besuchs in der Bundeshauptstadt, ebenfalls auf Facebook süffisant geschrieben: „Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands„. Palmer vermutet hier den wahren Grund für die „Egotronic“-Breitseiten gegen ihn: „Offenbar ist die Berliner Punkszene immer noch angepisst, weil ich vor einem Jahr die Disfunktionalität der Berliner Verwaltung humoristisch aufgespießt habe.“

Palmer kontert primitiven Hass 

Laut sinniert Palmer zudem in seinem Post, wie wohl das Milieu und die Fanbase der linkskonformistischen Punker reagiert hätten, hätte jemand ein Video produziert, das etwa den explodierenden Kopf von „Sea-Watch-3“-Ex-Kapitänin und Humanschlepper-Königin Carola Rackete zeigen würde. Für „Egotronic“ zeigt Palmer geradezu Mitgefühl, wie „Tag24“ schreibt: „Jetzt brauchen die in Berlin schon Provinzbürgermeister, damit sie ihre Platten verkaufen können. Ich muss echt wichtig, mächtig und sehr, sehr böse sein.

Auch wenn Palmers Gelassenheit und sein lockerer Umgang mit der Sache bewundernswert ist – einmal mehr wirft dieser Vorgang die Frage auf, was er eigentlich noch bei den „Grünen“ zu suchen hat – denn dort steht man offenkundigen Linksfaschisten wie „Egotronic“ allemal wohlwollender gegenüber als ihm, der für viele Parteifreunde längst als eine Art „AfD-Trojaner“ in den eigenen Reihen gilt, mit ausgeprägtem Hang zur Selbstdarstellung – weil er es wagt, Sachverstand und Objektivität anstelle plumber Ideologie zur Grundlage seines Handelns zu machen. (DM)

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21 Kommentare

  1. Palmer, bleib nur bei den „Grünen“ – Du bist der Stachel im verfaulenden Fleisch, wie Sarrazin bei der SPD und Maaßen bei der CDU. Wenn diese Parteien zu Splitterparteien geschrumpft sind, findet Ihr Euch alle in der AfD wieder!

  2. Palmer ist einer der wenigen bei den Grünen, mit denen man über das Migrantenproblem ernsthaft diskutieren kann. Er teilt die Angst vor der Massenmigration ähnlich mit vielen Bürgerlichen. Dennoch ist und bleibt er ein Grüner, man könnte auch sagen ein Linksliberaler. Er kritisiert die Massenmigrationsideologen seiner Partei, gleichzeitig setzt er sich für IlIegale ein. Daß er sich vor kurzem bereit erklärte, weitere Versorgungssuchende nach Tübingen zu holen, spricht dafür. Mann kann es auch so sagen: Palmer steht zwischen Habeck und Gauland. Er ist bestimmt kein Linksradikaler, aber auch keine echter Bürgerlicher.

  3. Und jetzt stelle ich mir vor, eine Band macht ein Video gegen Messermänner und das Raumschiff ballert auf die Köpfe der erwischten Mörder mit Vergoldungshintergrund.
    Uiha, Demonstrationen, Lichterketten, Sondersendungen auf allen Kanälen und mehr Geld gegen rechts aus allen Töpfen…

  4. Tja, Palmer ist studierter Mathematiker.
    Als solcher ist er befähigt nüchtern zu denken.
    Leute mit irgendwelchen Schwafelstudien kommen doch ohnehin nur total indoktriniert aus der Uni.

    • Wäre schön, wenn man das von allen studierten Naturwissenschaftler*innen behaupten könnte… Sie sehen, Pauschalierungen sind auch hier fehl am Platze…

  5. Menschen wie Palmer, Massen und Co finden auch in Deutschland immer politisches Asyl. Bei der AfD !!! Das wäre ein gefundenes Fressen wenn diese Menschen den Weg zur AfD finden.

    • Dann wird wie bei Reil einfach gesagt; Siehste, haben wir eh gesagt dass das ein verkappter Nazi ist, jetzt ist er da wo er hingehört…
      Nein, die Armleuchter ärgert man mehr, wenn man bleibt. Sarazzin hat das begriffen.

  6. Die einsamen Weiten der russischen Taiga brauchen viel mehr Zuwanderer, die dort auf Dauer sesshaft GEMACHT werden………zum Beispiel solche noblen Seelen dieser „Egotronic“-Krachmacher.

  7. Das scheint bei diesen Kreaturen Programm zu sein. Zuletzt fantasierten die davon Matthias Matussek zu ermorden. Scheint eine der Lieblingsbands von Steinmeier zu sein.

  8. Lt. John Holmstrom (Zeitschrift „Punk Magazine“) ist Punk-Rock eine Musik von Leuten, die keine großen Fähigkeiten als Musiker haben, aber trotzdem ein Bedürfnis fühlen, sich durch Musik auszudrücken.

    Egotronic live: Der zipperleingeplagte Linksextremist Torsun Burkhardt, ein 1974 geborener alter weißer Mann, steht als Sänger und Text-Urheber auf der Bühne und hetzt gegen alte weiße Männer. Instrumental begleitet wird er von 3 jüngeren Musiker-Knechten.

    • Gutes Beispiel: Die toten Hosen.
      Das ist keine Musik, das ist nur Lärm.
      Und Campino kann nicht singen.
      Dafür macht er auf links-grüner Revoluzzer.

    • Wegen der Lautstärke bei deren Konzerten ist natürlich live Lärmschutz angeraten.
      Für mich ist Musik etwas, bei dem ich Melodien und deren Begleitung identifizieren kann. Insofern würde ich die Liedchen der Tot-Hosen noch als Musik bezeichnen, allerdings als uninteressante.

    • Ja, das ist das Egotronic-Lied/Video „Kantholz„.

      Darüber hinaus existiert ein Egotronic-Lied namens „Linksradikale„, im Refrain wird darin vielfach wiederholt: „Wo sind all die Linksradikalen mit dem Schießgewehr„. Das Video zu diesem Lied ist dabei szenisch als Vorgeschichte zum Erschießungs-Video „Kantholz“ angelegt.

  9. Lt. John Holmstrom (Zeitschrift „Punk Magazine“) ist Punk-Rock eine Musik von Leuten, die keine großen Fähigkeiten als Musiker haben, aber trotzdem ein Bedürfnis fühlen, sich durch Musik auszudrücken.

    Egotronic live: Der zipperleingeplagte Linksextremist Torsun Burkhardt, ein 1974 geborener alter weißer Mann, steht als Sänger und Hetztext-Urheber auf der Bühne, begleitet von 3 jüngeren Musiker-Knechten.

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