Frankfurts OB Feldmann: Klimaschutz hui, Autos pfui – Ausladung als Redner bei IAA

Peter Feldmann, OB Frankfurt am Main (screenshot YouTube)

Frankfurt/Main -Auf der heute startenden Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/Main sollte eigentlich auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) reden – bis sein geplantes Redemanuskript durchsickerte: Dieses strotzte nur so von linksgrünen, branchenfeindlichen Inhalten. Die Veranstalter strichen daraufhin seinen geplanten Redebeitrag – völlig zu Recht.

Die deutsche Autoindustrie hat die Gefahr erkannt – und endlich realisiert, dass die jahrzehntelang praktizierte „private-public partnership“ zwischen der früheren Schlüsselbranche des deutschen Wirtschaftswunders, an der nach wie vor indirekt jeder siebte Arbeitsplatz hängt, und der deutschen Politik vorbei ist: Man ist inzwischen so mutig, Zeichen zu setzen – und zumindest den Politikern Kontra zu geben, die in jüngerer Vergangenheit entweder auf besonders fahrlässige und böswillige Weise der Automobilbranche in den Rücken gefallen sind – oder vorhaben, dies auf populistische Weise zu tun.

Bestes Beispiel dafür ist der Frankfurter SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann, in dessen Stadt die jahrzehntelang weltweit bedeutendste Automobilmesse IAA im zweijährigen Turnus stattfindet. Ausgerechnet zur heutigen Eröffnung der diesjährigen IAA wollte Feldmann eine Rede halten, die die Automobilbranche zur „Gesetzestreue“ ermahnt und nicht etwa die Bemühungen der deutschen Autokonzerne um Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit würdigt, sondern sie vor allem kritisiert. Die wichtigste deutsche Industrie wäre einmal wieder unter den Generalverdacht der Illegalität und Verantwortungslosigkeit gestellt worden.

Feldmann als Redner: Bock zum Gärtner gemacht 

Im grünideologischen Weltverbesserungs- und Klimarettungswahn haben sich die Vertreter des Staats, einst Sachwalter und Interessenwahrer der bundesdeutschen Wirtschaft, längst auf die Seite der Spinner und Radikalen geschlagen, die inzwischen in fast allen gesellschaftlichen Bereichen tonangebend sind. Feldmann passt da gut ins Bild: Wie „dts“ berichtet, hatte der Sozialdemokrat geplant, vor den prominenten Gästen und Medienvertretern aus aller Welt ausdrücklich den Einsatz globaler Demonstranten gegen den Klimawandel und gegen die IAA zu würdigen. Ein Gastredner, der als Agitator gegen den eigenen Gastgeber auftritt? Auf solche Ungeheuerlichkeiten kommt man wohl nur im weltfremden, gehirngewaschenen Deutschland. Schon vor zwei Jahren hatte Feldmann kritische Töne gegenüber der Automobilindustrie in seiner Eröffnungsrede vorgebracht, diesmal wollte er sich anscheinend nochmals übertreffen.

Die „Frankfurter Rundschau„, der Feldmanns Redeentwurf vorlag (welcher natürlich wohlwollende Zustimmung der dortigen Redaktion erfuhr) zitierte aus dem Manuskript solche Sätze wie: „Begreifen wir den Einsatz, vor allem auch vieler junger Menschen, gegen den Klimawandel nicht als Bedrohung, sondern tatsächlich als große Chance!„. Man muss sich das vor Augen halten: Hersteller, Branchenvertreter, Fachpresse und Autoexperten aus aller Welt reisen nach Frankfurt, um die neuesten automobilen Trends und technischen Neuheiten zu bestaunen – und ein SPD-Provinzpolitiker erzählt ihnen in der Begrüssungsrede etwas von Greta Thunberg und fürs Klima streikenden Schulschwänzern. Kein Wunder, dass sich im Ausland zunehmend der Eindruck verfestigt, dass die Deutschen allmählich von allen guten Geistern verlassen sind.

Billigster Anti-SUV-Populismus

Damit nicht genug: Feldmann wollte nicht einmal davor zurückschrecken, den nach dem schrecklichen Berliner Unfall vom vergangenen Freitag neu aufgebrandeten Hass gegen SUV’s populistisch auszuschlachten: Laut Manuskript wollte er unter anderem folgendes sagen: „Frankfurt braucht mehr Busse und Bahnen, aber nicht mehr SUV’s!“ Noch schnell ein paar Sympathiepunkte bei den Sozialneidern, Konsumkritikern und geschworenen Todfeinden des Individualverkehrs einsammeln – und das bei der Eröffnung der IAA: Wenn Feldmann allen Ernstes glaubte, mit dieser Schnapsidee durchzukommen, spricht dies Bände über die Scheinrealität, in der rotgrüne „Umgestalter“ zuhause sind. Genauso gut könnte man sich Beatrix von Storch als Festrednerin bei „Pro Asyl“ oder „Sea-Watch“ vorstellen.

Die Veranstalter und Branchenvertreter taten angesichts der geplanten Rede das einzig Richtige (und sie taten es gerade noch rechtzeitig): Sie zogen die Reißleine – und luden Feldmann als Redner aus. Im geänderten neuen Einladungsprogramm des veranstaltenden Branchenverbandes VDA sind laut „dts“ nur noch vier Redebeitrage angekündigt: Von Bundeskanzlerin Angela Merkel, von VDA-Chef Bernhard Mattes und von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Für den noch rechtzeitig stummgeschalteten Feldmann spricht nun John Krafcik, Vorstandschef von Waymo, des führenden US-Technikunternehmens für autonomes Fahren.

Showdown Politik – Autoindustrie ist unvermeidlich

Früher oder später werden der Branche höfliche Hinauskomplimentierungen oder Protokolländerungen nicht mehr genügen, wenn sie sich dem Kreuzzug stellen wollen, den Politik und Öffentlichkeit spätestens seit der Dieselaffäre und dem Feinstaub-Hype gegen den mit Abstand wichtigsten Pfeiler der deutschen Exportwirtschaft gegen sie ausgerufen haben. Deutschlands Automobilindustrie wird früher oder später gar nichts anderes übrig bleiben, als die wahnsinnig gewordene, schädliche und destruktive Politik der Merkel-Regierung frontal anzugreifen und sie öffentlich als das zu entlarven, was sie ist: Das größte Massenvernichtungsprogramm von Arbeitsplätzen und Wohlstand, das es seit dem Zweiten Weltkrieg auf deutschem Boden je gab. Für Nettigkeiten und Rücksichtnahmen bleibt keine Zeit mehr. (DM)

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29 Kommentare

  1. Ich frage mich immer wieder, warum hat Herr Piëch, einst Aufsichtsratsvorsitender des Volkwagenkonzerns, nach seinem Abgang – nicht Tod – alle VW-Aktien verkauft?

  2. Der Frankfurter Bürgermeister stellt sich also vor die Beschäftigten der Autobranche hin und brüllt „isch f…. eure Mudder, ihr sch* Kartoffeln!“

    Ja, so erwirbt man sich Zuneigung, zumindest beim rotgrünen Gesocks.

  3. Ist egal wo in Europa die IAA stattfindet. Als Veranstelter würde ich der Stadt den Rücken kehren. Ausstellungsgelände gibt es genügend.

    • Ich empfehle DRESDEN — dort ist man nicht mal ansatzweise so LINKSGRÜN verstrahlt wie dieser Mensch, der mit seinem ganzen Habitus gern die sprichwörtliche Hand beißt, die ihn (mit Steuergeldern) füttert…

  4. Man stelle sich vor bei einer IAA Eröffnung will der OB gegen das Auto wettern. Den hätte ich auch ausgeladen. Nächstes Jahr darf er vielleicht bei einer Fahrradmesse sein “ Bestes“ geben.

  5. OB Feldmann auf dem Klimagretel Feldzug gegen SUV`s
    und Automobilindustrie während Frankfurt a.M.sich Hauptstadt
    des Verbrechens nennen darf und zu einer Kloake verkommt.

    • Insbesondere für den übernächsten Freitag (20.September) ist wieder kollektives Schulschwänzen der Klima-Jugend im großen Stil in Frankfurt angekündigt.

      Jede Wette : Begleitet von ganz besonders salbungsvollen Grüßen desselben OB (nicht der Tampon, der Oberbürgermeister, gell ?), der sich dorthin mit dicker Limousine und Chauffeur vorfahren läßt.

  6. Deutschland ist längst verloren! Wie lange soll es denn dauern, alle industriefeindlichen Politiker loszuwerden? Durch Wahlen ändert sich nichts, solange Restekoalitionen gegen die AfD noch möglich sind. In der Zwischenzeit dreht sich die Welt weiter. China, Indien, Afrika, Südamerika arbeiten für mehr Wohlstand. Wie sagte schon Roman Herzog? „Die Welt wartet nicht auf uns!“ Wie sich das anfühlt, rasend schnell wirtschaftlich zurückzufallen, werden wir sehr bald erfahren.

    • Man probiert sich bei den IAA-Granden wohl erst mal an den parteipolitischen Indianer, bevor man sich an den „Häuptling“ wagt.

      Was heißt : Tschüß, Feldmann – Willkommen Merkel.

  7. Sehr gute Entscheidung diesen, sich selbst überschätzenden Wichtigtuer auszuladen!
    Aber mal sehen, was das Merkel jetzt zu sagen hat!?

  8. War gerade auf der Website der IAA – und was muß ich sehen? Eine Bühne mit einem Hosenanzug aus der Provinzschneiderei in gleißendem Scheinwerferlicht.

    Liebe IAA-Leute, warum ladet Ihr nicht ALLE Politiker aus – und am besten erst gar nicht ein? Intellektuelle Provinzialität und Bruchpilotentum gibt es nicht nur im Frankfurter Römer, sondern auch in Berlin. Und DORT entstehen die Pläne zum Ruin der individuellen Mobilität.

    • Und der Hosenanzug ist natürlich – politisch überkorrekt – mit dem Fahrrad, statt mit einer Limousine und Schofför dort aufgeschlagen……..

    • Musse ja wohl, denn die hauseigene Flotte ist notorisch flugunfähig.

      (JW berichtete)

      Sie sollte dem guten Beispiel ihrer „Kanzler-Maschine“ folgen und sich ebenfalls ausmustern / verschrotten lassen.

  9. Das war’s dann wohl mit der IAA in Frankfurt — und wieder ein Schritt zum unbedeutenden Ausländerdorf hin. Dieser Bürgermeister ist eigentlich für die Stadt unhaltbar, aber es laufen dort ja genug linksgrün Wähler rum.

  10. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Veranstalter der IAA in Kürze wegen der Ausladung Feldmanns mit dem Antisemitismus-Vorwurf konfrontiert werden.

    • „wegen der Ausladung Feldmanns mit dem Antisemitismus-Vorwurf konfrontiert werden.“

      Naja, durch die Ausladung eines Mannes wurde die Frauenquote erhöht… 😉

    • Das mit der Frauenquote würde ich mir noch mal gut überlegen, angesichts – angeblich – 63 verschiedener Gender*Innen*Außen. Sonst gibts wohlmöglich noch Druck von ganz anderen Seiten…..denn schließlich ist man ja „weltoffenen“….

    • Die „Veranstalter“ werden künftig einen großen Bogen um Frankfurt machen, damit Herr Feldmann glaubwürdiger seine, von ihm propagierte „Fahrradfreundliche Stadt“ vertreten kann.

  11. Ein erster Schritt in die richtige Richtung. Man muss die Feinde der deutschen Autoindustrie (Garant für Wohlstand und Beschäftigung) endlich in ihre Schranken verweisen. Wie wäre es jetzt mit einem Antrag auf ein Verbot der DUH als Schritt Nummer zwei?

  12. Die Autoindustrie spendet fleissig an die Altparteien, die genau diesen autofeindlichen Kurs fahren. An die AfD, die einzige autofreundliche Partei, spendet bislang kein Hersteller etwas.

  13. Konsequenterweise hätte man Merkel gleich mit ausladen müssen, denn sie ist für das ganze Desaster in Deutschland verantwortlich.
    Aber weil man sich das nicht getraut hat, ist die eine Ausladung nur noch scheinheilig zu nennen.

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