Die ZEIT: AfD berücksichtigt den armen Herrn Hitler nicht

Max Erdinger

Symbolfoto: Von Anton_Ivanov/Shutterstock

Bei den Erbärmlichen aus der ZEIT-Redaktion barmt ein gewisser Tilman Steffen über die Auswahl von Kunstwerken, welche die AfD im Bundestag aufgehängt hat. Diese Auswahl hat nämlich einen auch sonst nicht viel Beachtetenden, den armen Herrn Hitler, Adolf und seine kaum bekannten Nazis ausgespart. Weiß vielleicht jemand, um wen es sich da handeln könnte? – Die Medienkritik.

Die neu ausgestellten Bilder im Bundestag laufen unter  „Auftragskunst zur Geschichte“, angefertigt von der Duisburger Porträtkünstlerin Melanie Tietjen. Es wurden sieben ihrer Werke aufgehängt. Die Themen wurden ihr von der AfD vorgegeben. Der alles überspannende Bogen ist dabei gewesen „das Streben des deutschen Volkes nach Einigkeit und Recht und Freiheit“ darzustellen. Es ist nur zu logisch, daß „Adolf & the Nazis“ deshalb fehlen müssen. Die Nazi-Gang erfüllt nämlich nur eines der drei Kriterien: Das Streben nach Einigkeit. Nach Recht und Freiheit strebte im Dritten Reich keine rotbraune Sau. Aber dem Erbärmlichen von der ZEIT scheint das nicht aufgefallen zu sein. Er meint, das Fehlen des rotbraunen Adolf und seiner Spießgesellen gebe Anlaß zur Kritik. Wie´s wohl kommt?

Die NS-Zeit, die Fraktionschef Alexander Gauland einst doppeldeutig einen „Vogelschiss in unser über 1.000-jährigen Geschichte“ nannte, hat man ausgeklammert, so auch die Gründung der Bundesrepublik Deutschland oder die Zeit der DDR.“ Eine der möglichen Erklärungen für die Absenz des notorischen Adolfs und seiner Gesinnungsgenossen könnte sein, daß nur sieben Massenereignisse aus der deutschen Geschichte künstlerisch verarbeitet werden sollten. Schließlich belegt die AfD (noch) nicht den gesamten Bundestag, auch wenn man sich inzwischen fragt, wozu alle anderen sich dort überhaupt noch aufhalten angesichts ihres fehlenden Nutzens für das deutsche Volk. Es war eben gerade genug Platz für sieben große Bilder. Es handelt sich dabei um sieben großformatige, teilkolorierte Graphitbleistiftzeichnungen, unter denen die Abgeordneten der AfD ab jetzt ihre Sitzungen durchführen werden. Von Melanie Tietjen künstlerisch verewigt wurden das Lützowsche Freikorps, das Wartburgfest der Burschenschaften von 1817, das Hambacher Fest von 1832, die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, die Reichsgründung 1871, sowie die Weimarer Verfassung von 1919 und die Wiedervereinigung 1990. Wunderbar. Das sind sieben Massenereignisse aus der deutschen Geschichte, die das Streben nach Einigkeit und Recht und Freiheit dokumentieren für jenes Vaterland, welches bis zum heutigen Tage zu Merkels bananenartiger Muttirepublik degeneriert ist.

Vielleicht findet sich ja in Zukunft noch ein geeigneter Platz an einer Wand für ein achtes Kunstwerk, das die Erstürmung der Mainstreamredaktionen durch die Volksmassen zeigt. Das würde gut zu den vorhandenen sieben Kunstwerken passen. Aber der olle Hitler und seine doofen Nazis kommen auch zukünftig nicht in die Tüte. Nach dem Willen der AfD-Fraktion sollen die abgebildeten Massenereignisse nämlich „positiv konnotiert“ werden. Und die einzigen, die „Adolf & the Nazis“ positiv konnotieren, sind die in Deutschland gängigen Internationalsozialisten, weil ihnen der rotbraune Adolf ganz unglaublich dabei nützt, ihre eigenen Verbrechen hinter den seinen zu verstecken. Es ist nur logisch, daß jeder halbwegs Intelligente dieses Spielchen durchschaut und sich deshalb weigert, es mitzuspielen. Da kann der ZEIT-Steffen barmen, so arg, wie er will. Es ändert nichts.

Wodurch der Internationalsozialist aber mit abnehmender Erfolgstendenz bisher zu blenden verstand, probiert auch Tilman Steffen wieder. Es ist eine gewisse Spitzfindigkeit, die er vom Leser seiner Einlassungen gern als spitzenmäßiges Differenzierungsvermögen identifiziert wissen will. Dabei versteckt er sich hinter nicht näher genannten „Fachleuten“, die angeblich Folgendes zum Besten gegeben haben sollen: „Indem sie die NS-Zeit ausklammere, leite die AfD die von Spitzenfunktionären wie dem Thüringer Fraktionschef Björn Höcke geforderte „erinnerungspolitische Wende“ ein, kritisiert der Berliner Historiker Wolfgang Wippermann. „Das ist eine Offensive zurück zur völkischen Geschichtsschreibung – bei der nicht die Institution im Mittelpunkt steht, sondern das Volk.“ Ihm fehlt die Betonung des Parlamentarischen. Was da im Fraktionssaal hänge, sei „völkische Geschichte, nicht parlamentarische Geschichte.“ – So, jetzt lachen wir einmal herzhaft – und dann geht´s ans Eingemachte.

„Erinnerungspolitik“ ist nichts weiter, als ein in seiner Unabsichtlichkeit dämlicher, dennoch infamer Euphemismus zur Beschreibung des Umstandes, daß Geschichtsschreibung in Deutschland als „politisch gesteuert“ zu betrachten ist und daß es daran angeblich nichts Kritikwürdiges gibt. Tatsächlich ist das Wort „Erinnerungspolitik“ das Eingeständnis, daß es ein politisch motiviertes Trachten nach einer Deutungshoheit über die deutsche Geschichte gibt. Mit anderen Worten: Wir erinnern uns politisch gesteuert an Zeiten in einer Weise, die es uns verunmöglicht, zu erkennen, daß wir uns angesichts einer uninterpretierten Geschichte sinnvollerweise besser mit der Gegenwart beschäftigen sollten. Ich meine: Hallo? – Was kann eine „Erinnerungspolitik“ schon getaugt haben, wenn sich die Meute vom damaligen Bückeberg und aus dem Sportpalast von der heutigen lediglich dadurch unterscheidet, daß sie nicht mehr den rechten Arm ausstreckt, sondern stattdessen beide Arme kollektiv vor der „völkischen Klimabrust“ kreuzt? – Das Eine ist so sehr Zivilreligion wie das andere. Wenn ich wissen will, um was für einen verhetzten, desinformierten Pöbel es sich dabei handelt, brauche ich mir nicht erst Bilder vom Bückeberg, resp. welche vom ollen Adolf und seinen Spießgesellen anzuschauen. Das ist so widerlich, daß es völlig ausreicht, in der Erinnerung herumzukramen, die auch ohne entsprechende Gemälde in den Räumen der AfD-Fraktion ohnehin schon da ist. Wenn es eine „Erinnerungspolitik“ gegeben hat, dann hat sie gräßlich versagt. Das ist auch kein Wunder, weil es noch zu keiner Zeit eine sog. politische Klasse gegeben hat, die eine „Erinnerungspolitik“ befürwortet hätte, bei der im Resultat ihre eigene Infragestellung als zulässig betrachtet worden wäre. „Erinnerungspolitik“ ist so überflüssig wie ein Kropf, ganz im Gegenteil zu einer Geschichtsschreibung aus vielen verschiedenen Federn. Gottfroh muß man sein, daß mit der AfD endlich eine politische Kraft großgeworden ist, die man im übertragenen Sinne durchaus als eine „neue Feder“ bezeichnen darf. Dieser jahrzehntelange, kulturmarxistische Geschichtsmonolog samt seinem hoheitlichen Deutungsanspruch war ja nicht mehr auszuhalten.

Und dem Berliner Historiker Wippermann, einem jener „Fachleute“, die Tilman Steffen aus dem Hut zaubert, sei Folgendes deutlich gemacht: Daß in der Gemäldeauswahl der AfD das Volk im Mittelpunkt steht – und nicht das Parlamentarische, geht völlig in Ordnung. Frage: Steht auf dem Reichstagsgebäude außen „Dem Deutschen Parlamentarismus“ oder steht da „Dem Deutschen Volk“? – Na eben. Da haben wir´s doch schon. Es ist deprimierend genug, daß da „DEM Deutschen Volk“ steht und nicht „VOM Deutschen Volk“. Weil „DEM“ nämlich impliziert, daß dem Volk etwas gegeben wurde, was wiederum heißt, daß es sich das, was ihm gegeben wurde, nicht selbst geschaffen haben kann. Und wenn ich mir das Volk der Deutschen heute so anschaue, dann weiß ich, daß es das, was ihm gegeben worden ist, heute erstrecht nicht selber schaffen könnte. Es sind bekanntlich nur ca. 16 Mio. „Ossis“, die es evtl. überhaupt schaffen könnten. Der Rest besteht aus einer verpeilten Hammelherde, die es für einen Fortschritt hält, daß sie ihre Arme jetzt vor der Brust kreuzt, anstatt den linken Arm nach unten hängen zu lassen, während sie den rechten ausstreckt. „Erinnerungspolitik“, „Parlamentarismus“ – von wegen.

Und die Bundestagsverwaltung scheint ein erbsenzählerischer Infantilistenverein zu sein, kleinkariert bis dort hinaus, wenn sie glaubt, sie müsse der AfD verweigern, ihren Fraktionssaal „Saal Paulskirche“ zu nennen, weil die Paulskirche keine Person sei, alle Fraktionssäle aber nach Personen benannt zu sein hätten, obwohl es dazu nichts Schriftliches gibt. Wenn dann noch der ZEIT-Steffen dazukommt und schreibt: „Die meisten anderen Fraktionssäle tragen Namen. Die Linke tagt im Clara-Zetkin-Saal – benannt nach der Sozialdemokratin und Marxistin; die SPD im Otto-Wels-Saal – Wels war zur NS-Zeit SPD-Chef. Die AfD hätte ihren Saal gern nach Gustav Stresemann benannt, dem Staatsmann der Weimarer Republik – zumal der Name Stresemanns mal für die AfD-Parteistiftung im Gespräch war. Doch dieser Name ist schon für den Tagungsraum der Grünen vergeben.„, dann klingt das schwer nach einem infantil-hämischen „Ällerbätsch, AfD, Stresemann ist schon vergeben„. Man sieht ihn förmlich vor sich, wie er mit der rechten Hand tippt und der AfD mit der linken derweil eine lange Nase dreht. Vielleicht hat er auch noch in eine Faschingströte gepustet dabei.

In diesem Land kannst du deinen eigenen Fraktionssaal nicht nennen wie du willst? – Das scheint so zu sein. Weswegen nicht? Wegen der Ordnung? Ordnung? In Merkelmuttis Deutschland? Wenige Kilometer vom Görlitzer Park entfernt? – Lachhaft. Und ebenfalls scheint es so zu sein, daß sich ein ZEIT-Steffen an einem solchen grotesken Infantilistenzustand nicht weiter stört. Sonst hätte er ja wohl ein großzügiges Statement dazu vom Stapel gelassen. Hat er aber nicht. Kleingeistige Erbsenzähler und Kretins, so weit das Auge reicht in diesem Land. Die Redaktionen, in denen die degeneriertesten Kleingeister und Infantilisten zu finden sind, sind inzwischen hinlänglich bekannt. Die Auflagenzahlen dieser Blätter illustrieren das. Geh´endlich sterben, ZEIT!

 

 

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8 Kommentare

  1. Was labern die denn? In dem Führungsbunker (Bundeskanzleramt) hängt frisch, fromm, und frei, ein Gemälde des verurteilten Nazi -und Kriegsverbrechers Dr. Hans Maria Globke…

    Noch Fragen?

  2. Tilman das Schlitzohr, bessere Werbung und kostenlos bekommt man nicht alle Tage. So wird manch einer neugierig und schaut vorbei. Ob die Genossen*innen von ARD und ZDF auch darüber berichten.

  3. Wenn ihm gar nichts mehr einfällt, kräht dieser Steffen am Ende noch: „Pfui, die tragen ja gar keine Hakenkreuzbinden am Arm, dabei sind das doch Nahtziehs!““.

  4. Ja, richtig fies von der AfD.

    Was hätte Tilman Steffen nicht alles schreiben können, wenn die AfD den ollen Hitler tatsächlich berücksichtigt hätte.

    Aber die AfD sollte noch viel fieser werden – und ihren Fraktionssaal „Willy-Brandt-Saal“ nennen.

    Einfach mal etwas mehr Demokratie wagen…

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