Bericht enthüllt: IS-„Bräute“ sind tickende Zeitbomben

Marilla Slominski

Symbolfoto: Von pcruciatti/shutterstock

Dschihadistinnen in Europa oder Rückkehrerinnen aus Gebieten wie dem ehemaligen „Kalifat“ des IS sollten nicht als „Bräute“, sondern als Kämpfer angesehen werden, die in der Lage sind, künftige Angriffe aktiv zu unterstützen, so die eindringliche Warnung von Experten. 

Die in der Slowakei ansässige Nichtregierungsgruppe GLOBSEC fand in einer Studie heraus, dass Frauen und Mädchen zwar eine Minderheit unter den sogenannten „ausländischen Terroristen“ sind, aber immer noch eine erhebliche Gefahr für die Bevölkerung Europas darstellen.

In dem gestern in Brüssel vorgestellten Bericht wurden Daten von 326 europäischen Islam-Kämpfern untersucht, die seit 2015 festgenommen, deportiert oder getötet wurden. Die Rückkehr weiblicher Dschihadisten stellte nach wie vor eine erhebliche Bedrohung für den Westen dar, so das Fazit der NGO laut  MailOnline.

Unter den 43 weiblichen Verdächtigen der Studie gab es Fälle von „Angriffsplanerinnen, aktiven weiblichen Dschihad-Rekrutiererinnen, Propagandistinnen und Frauen, die man als logistischen Offiziere bezeichnen könnte“, die die männlichen IS-Kämpfer geschützt haben.

Der Bericht erinnert auch an den Versuch weiblicher IS-Kämpferinnen, die vor drei Jahren den Plan schmiedeten, die Kathedrale Notre Dame in Paris zu bombardieren und die jüngsten Bemühungen von inhaftierten europäischen IS-Frauen, Crowdfunding-Kampagnen zu starten.

Es sei klar, dass es sich bei den mehr als 40 Frauen, die in den Datenbestand aufgenommen wurden, nicht um sogenannte harmlose „Bräute „handele, da die Rolle, die sie in den islamischen Terror-Netzwerken spielen, differenzierter und anspruchsvoller ist, erklärt die Organisation GLOBSEC.

Deradikalisierung erfolglos

Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Kriminalität und Dschihadisten, einschließlich der Tatsache, dass die „Karriere“ viele Kämpfer mit normalen Straftaten begann und wie sich die islamische Radikalisierung hinter den Gefängnismauern vonstatten geht. Ein Drittel der untersuchten Fälle betraf ausländische Kämpfer, die bei ihrer Rückkehr nach Europa „häufig die Rolle von Dschihad-Unternehmern oder charismatischen Zellen- oder Netzwerkführern spielen“. Achtunddreißig Personen würden von den Behörden gesucht.

Die Forscher warnten die EU-Sicherheitsbeamten eindringlich, dass die meisten der in Europa wegen terroristischer Straftaten verurteilten Personen nach ihrer Freilassung weitere Straftaten begangen haben. Sogenannte Deradikalisierungsbemühungen seien größtenteils erfolglos.

Niederländische Mitarbeiter hätten nach jahrelanger Arbeit nur zwei Beispiele von Häftlingen nennen können, die „deradikalisiert“ worden seien, erklärte Bart Schuurman,  Sicherheitsforscher an der Universität Leiden in den Niederlanden, der an der Studie mitarbeitete.  Deradikalisierung sei „in den meisten Fällen so gut wie unmöglich“, weiß er aus langer Erfahrung. Die Debatte über die Deradikalisierung stehe zwar öffentlich weiterhin im Vordergrund,  aber er halte das „nicht für nützlich“, so Schuurman.

Stattdessen konzentrierten sich die Gefängnisbehörden, wie er und andere, die an dem Bericht arbeiteten, zunehmend darauf, überzeugte Dschihadisten von anderen Inhaftierten zu trennen, um zu verhindern, dass sie weitere Gefängnisinsassen radikalisieren können.

Gefährlich – Deutsche Kämpferinnen wollen zurück

Beispiele für die Gefährlichkeit von Muslima, die als IS-Anhängerinnen unterwegs waren, gibt es auch in Deutschland genug: So durchsuchte die Polizei vor wenigen Tagen bei einem Anti-Terror-Einsatz in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) das Elternhaus einer IS-„Braut“ sowie weitere Wohnungen u.a. in Erfurt. Die Hausdurchsuchungen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen zwei junge Frauen, die sich 2015 dem IS in Syrien angeschlossen hatten. Gegen die Erfurterin Karolin L. laufe beim Thüringer Landeskriminalamt seit 2015 ein Verfahren, berichtet der MDR. Wo sich Karolin L. aufhält und ob sie noch am Leben ist, ist nicht bekannt.

Ihre zu dem Zeitpunkt minderjährige Komplizin Leonore M. aus Sangershausen heiratete in der IS-Hochburg Rakka den deutschen Islamisten Martin L. aus dem sachsen-anhaltischen Zeitz. Martin L. – islamischer Kampfname Abu yasir Al Almany –   wird verdächtigt, Mitglied der IS-Geheimpolizei gewesen und an Hinrichtungen in Rakka beteiligt gewesen zu sein. Seine Frau Leonora soll unter dem Namen islamischen Decknamen „Umm maryam“ für die IS-Geheimpolizei in Rakka gespitzelt haben. Die nun 19-Jährige wurde von kurdischen Kämpfern verhaftet und will mit ihren beiden Kindern unbedingt zurück nach Deutschland.

In Hamburg verhafteten Beamte des Hamburger Landeskriminalamts am Montag die Witwe des getöteten IS-Kämpfers und Berliner Rappers Denis Cuspert alias Deso Dogg, der den Spitznamen „Goebbels des Kalifats“ trug. Per Hubschrauber ging es nun für Ehefrau Omaima Abdi nach Karlsruhe, wo sie sich vor dem Bundesgerichtshof verantworten soll. Vorwurf: Sie sei genauso wie ihr Mann Mitglied des IS gewesen. Laut Bundesanwaltschaft sei sie 2015 mit ihren drei minderjährigen Kindern nach Syrien gereist und habe sich dort dem IS angeschlossen. 2016 kehrte sie nach Hamburg zurück und befand sich bis zu ihrer Verhaftung auf freiem Fuß. Eine tickende Zeitbombe also.

 

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16 Kommentare

  1. Das Ziel des IS und seiner Anhänger ist es möglichst viele Nicht Muslime zu töten. Dass es das bleiben wird, wenn diese nach Deutschland zurück kehren ist der Bundesregierung auch klar. Wenn sich die IS Anhänger irgendwann, vielleicht nach einer Schamfrist, wieder frei im Land bewegen dürfen, weiß die Bundesregierung genau was passieren wird. Sie weiß das genauso wie sie weiß, dass nahezu jeder Migrant, den sie ohne oder mit gefälschten Papieren ins Land lässt nur kommt um sich zu Bereichern und/oder Straftaten zu begehen.

  2. Wer erzieht denn die Männer? Meist die Mütter, die in den kulturkreisen Zuhause bleiben. Dass Frauen meist radikaler glauben als Männer ist doch bekannt.

    Frauen und Kinder sind niemals harmlos. Man nimmt Kindersoldaten, weil sie weniger Emotionen haben beim töten und kaum reflektieren können wie Erwachsene. Und Frauen sind aufgrund des Geschlechts tendenziell schon eher „gläubig“ als Männer, wenn man der Forschung folgen will. Beim IS gab und gibt es meiner Ansicht nach nie Zivilisten.

  3. Perfekt! Wenn die Islamist*Innen mit den Gutmenschen fertig sind, können die Aufräumarbeiten beginnen… Vorher machen die zu viel Stress.

  4. Dafür das in Deutschland relative Ruhe herrscht und es bisher noch keine islamisch motivierten Anschläge gab, denen hunderte Menschen zum Opfer gefallen sind, bezahlen wir einen hohen Preis: Die unbegrenzte Einreise, Unterbringung und finanzielle Versorgung extremistischer Islamisten aller Schattierungen. Denn ohne diesen Kuschelkurs gegen die islamistische Scene in Deutschland hätten wir die gleiche Situation wie überall auf der Welt. Die Ruhe ist nur erkauft und sie ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Das dicke Ende wird auch in Deutschland früher oder später kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

  5. Deutschland bietet Extremisten jeder Art ein relativ sicheres Nest. Ohne Kontrolle kommen sie hier herein und werden alimentiert, unsere Ermittlungsbehörden arbeiten lasch und fühlen diesen Menschen nicht auf den Zahn. Zum „Dank“ gibt es bei uns dann weniger schlimme Attentate. Bisher hatten wir noch keine konzertierten terroristischen Aktionen wie in Brüssel, London, Paris, Mumbai oder Sri Lanka mit hunderten von Toten. Es bleibt noch bei „kleineren“ Anschlägen und amateurhaften Versuchen. Man will das eigene Nest nicht beschmutzen. Es gibt bei einigen der genannten Anschläge, sowie dem 11. September aber genug Verbindungen nach Deutschland, von wo aus geplant und vorbereitet wird.

  6. Ich schreibe es nochmal. Damit es eingehämmert wird.

    Muslime sind wie Herdentiere. Deswegen haben sie große Familien,
    deswegen leben sie in Parallelgesellschaften unter sich oder bilden
    Clans und deswegen ist die Familie so wichtig. Sie fühlen sich nur in
    Gruppen sicher und sind definitiv keine Individualisten, die selbständig
    handeln oder einen eigenen Weg gehen. Sie brauchen immer die
    Genehmigung von Eltern, Großen oder Chef. Deswegen diese Hierarchie.
    Sie leben so, sie kennen es nur so und fühlen sich hilflos, wenn sie auf
    sich alleine gestellt sind. Deswegen fühlen sie sich auch mit ihrer
    Religion sicherer. Muslim zu sein ist zu einer Gemeinschaft zu gehören
    auch wenn sie nicht nach dem Koran leben, sie nicht viel daran glauben
    oder es praktizieren.
    Dementsprechend sind auch die Moderaten sehr gefährlich. Diese Moderaten
    haben in der muslimischen Welt absolut nichts zu melden. Aber wenn die
    Radikalen die Oberhand gewinnen, was unvermeidlich ist, dann werden
    diese netten und lieben Muslime mitziehen, weil sie ohne ihre Religion
    sich hilflos fühlen würden. Sie werden nicht in der Lage sein sich von
    ihrer Religion zu distanzieren oder zu sagen – Nein ich mache das nicht
    mehr mit.

    Die Folge wäre nämlich, dass sie ausgeschlossen werden. Das riskiert kein Muslim.
    Es ist so als würden sie auch ihre Identität verlieren.
    Das friedliche Bild ist dann weg, wenn die Radikalen die Oberhand gewinnen.

    Die Geschichte beweist es. In Kleinasien jetzt Türkei lebten 0 %
    Muslime. Heute sind sie bei 98 %. Alle Christen und andere Religionen
    sind ausgerottet. Das werden wir in Deutschland genauso erleben.

    Deswegen verstehen Viele nicht, wenn man sie warnt. Sie sind meine
    besten Freunde, so lieb und so nett. Die tun doch keiner Fliege etwas.
    Ach die sind doch nicht so streng religiös. Ich weiß es. Ich kenne sie
    sehr gut. Ich habe es auch selber erlebt, was später daraus geworden
    ist.

    • Ich glaube nicht, dass das so schlimm wird. Laut unserer Politik gibt es in DE den deutschen Islam, der total tolerant und weltoffen ist. Also mal hier keine Diskriminierung und falschen Verdächtigungen. Die deutsche Gesellschaft profitiert extrem von der neuen Buntheit, schon allein durch die vielen Fachkräfte, die unsere Rente ….. zukünftig sichern.

    • Das habe ich ja versucht zu erklären, dass der sogenannte „tolerante und weltoffene“ Islam genauso gefährlich ist.
      Diese Muslime werden Sie schnell auf der Seite des radikalen Islam finden, wenn sie sich für eine Seite entscheiden müssen.
      Das ist so sicher wie der Amen in der Kirche.
      Selbstständig werden sie nichts machen aber sie werden sich ganz sicher den Radikalen fügen.

    • Das habe ich ja versucht zu erklären, dass der sogenannte „tolerante und weltoffene“ Islam genauso gefährlich ist.
      Diese Muslime werden Sie schnell auf der Seite des radikalen Islam finden, wenn sie sich für eine Seite entscheiden müssen.
      Das ist so sicher wie der Amen in der Kirche.
      Selbstständig werden sie nichts machen aber sie werden sich ganz sicher den Radikalen fügen.

  7. Entschuldigung dass ich jetzt generalisiere. Alle die dem barbarischen Glauben folgen, sind potentielle gefährder. Dass ist meine persönliche Meinung.

    • So ist es ! Denn mit dem Wechsel der Kleidung ist es nicht getan , damit ändert sich nicht die Geisteshaltung. Das beste Beispiel ist unser Wesen aus der Uckermark : ES hat zwar das FDJ Hemd ausgezogen und gegen einen Hosenanzug getauscht , aber das Denken und das Innerste ihres verdorbenen Charakters hat ES nicht abgelegt.

    • Vor allen Dingen hat sie ihre Lektion in Marxismus-Leninismus sorgfältig gelernt. Jetzt benutzt sie diese Kenntnisse, um der Bevölkerung größtmöglichen Schaden zuzufügen.

  8. …Versuch weiblicher IS-Kämpferinnen, die vor drei Jahren den Plan schmiedeten, die Kathedrale Notre Dame in Paris zu bombardieren…
    Jetzt ist’s mir klar, die wollten geschmiedete Bomben am 15.4.2019 auf dem Dach anschweißen.😎

  9. …Versuch weiblicher IS-Kämpferinnen, die vor drei Jahren den Plan schmiedeten, die Kathedrale Notre Dame in Paris zu bombardieren…
    Jetzt ist’s mir klar, die wollten geschmiedete Bomben am 15.4.2019 auf dem Dach zusammenschweißen.😎

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