Politologin stellt fest: „Die Klimarettung kommt fast einer Religion gleich“

Klimareligion (Bild: shutterstock.com/Von kwest)

Die Politologin Ulrike Ackermann erkennt, dass die Klimarettung mittlerweile zum obersten politischen Primat erklärt wurde und somit fast einer Religion gleich komme, obwohl die Klimapolitik von zahlreichen Widersprüchen geprägt sei. Die überbordende linke Kulturkritik und den ständigen Pranger, die westliche Welt habe ihren Wohlstand auf Kolonialisierung aufgebaut, nennt sie „verwegen“. 

Es sei wichtig, rational über einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu debattieren. Jedoch bringe es nichts, in einem Alarmismus die Weltkatastrophe an die Wand zu malen, der nur radikal begegnet werden könne. „Die Klimarettung als oberstes politisches Primat über alles zu setzen, komme fast einer Religion gleich“, warnte Ackermann im Deutschlandfunk. In der Klimapolitik der letzten Jahre erkennt die Politkwissenschaftlerin und Publizistin zahlreiche Widersprüche. „Der schnelle Atomausstieg hat dazu geführt, dass wir zum Teil schmutzigen Strom aus unseren EU-Nachbarländern importieren müssen, obwohl wir die großen Vorbilder im Kampf gegen die Erderwärmung sein wollen“, so Ackermann. Die damit verbundene Strompreiserhöhungen – die Deutschen zahlen die höchsten Preise für Energie in ganz Europa-  haben aus ihrer Sicht zu Ungerechtigkeiten und Freiheitseinschränkungen für viele Bürger geführt.

Harsch geht sie ins Gericht mit den Säulenheiligen der Linken – den Hauptvertretern der Frankfurter Schule – die linken Kulturkritiker Horkheimer und Adorno. Deren stetige Behauptung, der westliche Wohlstand sei durch Kolonialisierung und Globalisierung entstanden und das daraus konstruierte einseitige Ausbeutungsverhältnis nennt Ackermann „verwegen“. Denn: Weite Teile Afrikas hätten ihren Wohlstand nicht ohne die Wechselwirkungen mit dem westlichen Kapitalismus erreichen können.

Die streitbare Wissenschaftlerin zeigt sich überzeugt davon, dass der Erfolg des westlichen Zivilisationsmodells über die Jahrhunderte hinweg zu einer Verbesserung des Lebensstandards geführt habe. Das sei mit einem Zugewinn an politischen, individuellen und ökonomischen Freiheiten einhergegangen. „Wir sollten an dem Modell Demokratie und soziale Marktwirtschaft festhalten“, so das Resümee Ackermanns.

Ihren Ritterschlag erhielt Ackermann bereits 2008 als der mittlerweile verstorbene Gastbeitragsschreiberling der Zeit, Hans-Martin Lohmann, über ihr Buch „Eros der Freiheit“ schrieb: „Was sie über den zeitgenössischen Islam zu sagen hat, erinnert in seiner Grobschlächtigkeit freilich eher an die Phobien Henryk M. Broders (Hurra, wir kapitulieren!) als an vernünftige Analyse“. (SB)

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11 Kommentare

  1. Ich glaube nicht, dass die „Systemlinge“ (welche die Klima-Gretel auf die Reise geschickt haben) sonderlich an der „Klimarettung“ interessiert sind. Wie sollte das auch funktionieren, bei gleichzeitiger Forcierung der Migration und Subventionierung des Bevölkerungswachstums? Es geht nur darum mit einer globalen Thematik von der Invasion/Okkupation/Migration abzulenken.

  2. Ist das ein Wunder, daß fast alle Parteien hinter ihrer Schweden – IKone hertaumeln ? Wie lassen sich echte Schwierigkeiten denn besser beiseite schieben, als wenn ein Psydothema hochgejubelt wird ? Und die MSM machen schön mit ! So kann man nämlich die wirklichen Probleme im Land wunderschön verschleiern, wenn von allen Seiten nur noch KLIMA, KLIMA, KLIMA…….geplärrt wird ! Und der deutsche Schlsfmichel , der sich schön danach einnordet, denn wir haben ja sonst keine Probleme !

    • Dazu ein Zitat von Friedrich Schiller ( aus dem „Demetrius“ ) :

      „Was ist Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn.
      Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
      ….
      Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
      wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“

  3. Wieso FAST?
    Das ist eine Religion. Die Glaeubigen“ wissen gar nichts, glauben aber ihren „Priestern“ jeden Mist! So sind nun einmal Religionen, die Priester wollen Macht ausueben und mit Weltuntergang wird und wurde in den anderen Religionen ja auch gedroht!

  4. Nur mit Religionen ist ein Volk klein zu halten. Das war im Mittelalter so und jetzt versucht man es mit der Klima- Ersatz-Religion, weil die Aufklärung die Menschen zu denkenden und mündigen Bürgern gemacht hat.
    Die Doppelstrategie lautet heute Klima und Islam. Beides unter dem Deckmantel der Toleranz und Moral.
    Die sedierenden Medien sorgen dafür, dass beim Bürger die Lügen zur Wahrheit werden und die Wahrheit zur Lüge.

  5. Klar ist der Klima – und CO2 – Glaube eine Religion, allerdings eine Pseudoreligion, vulgo auch Ideologie genannt. Denn die Heils – und Erlösungsversprechungen dieser neuen „Religion“ sind rein immanent, sie bieten nur ein irdisches Heil, eine Erlösung hier im Diesseits, wenn wir die Gebote und Verbote der Hl. Greta, der alleinseligmachenden Klimakirche und des Hl. Offiziums (das Klimainstitut in Potsdam) befolgen. Der Bereich des Transzendenten, den jede echte Religion in irgendeiner Form kennt, ist dagegen ausgeschlossen.
    Nein im Ernst: die Klimahysterie erinnert mich ein wenig an den frühneuzeitlichen Hexenwahn. Auch damals sah man die gesamte Gesellschaft bedroht durch die verborgene Gefahr der Hexensekten und Teufelsbündner. Es liegt im Wesen des Menschen, fiktive, imaginierte Gefahren für weit bedrohlicher anzusehen als die realen Gefahren, die jedem täglich konkret drohen.

  6. Je mehr man mir aufzwingen will,desto mehr streike ich! Wenn ich schon „Klimaschutz“, „Umweltschutz“ und „CO2-Reduzierung“ höre, sträuben sich bei mir die Nackenhaare und ich werde extrem widerborstig! Trenne auch nun extra meinen Müll nicht mehr, merke erst jetzt, wie wir schon all die Jahre indoktriniert wurden und mache nun das genaue Gegenteil! Diesmal bewusst und aus Prinzip. Ich glaube, das geht immer mehr Menschen so. Wenn ich sehe, wieviel ungetrennter Müll bei „Neubürgern“ rumliegt, wie dort die Fenster bei vermutlich hochgedrehten Heizungen aufgerissen sind und all das, was uns eingebleut wurde, mit Füssen getreten wird, könnte man schon das K…..n kriegen! Im Gegensatz zu diesen Asylanten müssen wir ja aber leider alles selbst bezahlen. Unsere PKWs wurden mittlerweile wertlos gequatscht und die Sparbücher verdienen ihren Namen nicht mehr. Aber auch hier: ein Elektro-Auto werde ich aus Überzeugung und Widerstand gegen diese dämliche Politik nicht kaufen, jetzt erst recht nicht!

  7. Die Klimarettung kommt nicht FAST einer neuen Religion gleich ,
    sie hat sich schon als neue Religion etabliert.

    In Anbetracht der Bevölkerungsexplosion hat der Bergoglio-Papst die Schonung der natürlichen Ressourcen, die Erhaltung der Artenvielfalt, die Nachhaltigkeit des Wirtschaftens und die Klimarettung ins Zentrum der christlichen Religion gerückt und schreckt dabei im Gegensatz zu all seinen Vorgängern auch nicht davor zurück , die rigorose chinesische Ein-Zwei-Kind- Politik als vorbildlich zu empfehlen.

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