Überraschung: MDR bringt ausgezeichnete Reportage zum Linksextremismus

Max Erdinger

Gut: Reportage des MDR zum Terror von links - Foto: Collage

Beim MDR wurde eine – fast – hervorragende Reportage zum linksextremistischen Terror gesendet. Nur fast hervorragend war sie deswegen, weil es sich auch die MDR-Redakteure nicht nehmen ließen, bedauernde Töne über einen gesamteuropäischen Rechtsruck einzustreuen, und die „staatlichen Strukturen“ samt der fetischartig angebeteten „gesellschaftlichen Mittigkeit“ ziemlich kritiklos als quasi alternativlos zu skizzieren. Das ist aber auch schon das einzige, was es auch an dieser Reportage zu bemängeln gäbe. Eine gewisse Nachsicht ist aber angezeigt. Auch der MDR gehört zur selben ARD, in der ansonsten linksdrehendes „Starpersonal“ wie die „Haltungsjournalisten“ Georg Restle und Anja Reschke tonangebend sind. Die Reportage war deutlich mehr, als man dem MDR zugetraut hätte. Die positive Medienkritik.

Die gesamte Doku des MDR kann man hier sehen. Man darf gespannt sein, wie lange man sie dort noch finden kann. Sie dauert etwa 45 Minuten. Die wichtigsten Informationen.

  1. Die linksextremistische Terrorszene ist international bestens vernetzt und kampferprobt.
  2. Die Eigenwahrnehmung: Vorboten einer „gerechteren Gesellschaft“. Eigenbezeichnung als „Linksextremisten“ wird abgelehnt.
  3. Prof. Klaus Schröder, Politologe FU Berlin: Zu Linksextremismus 10 x weniger Forschungsliteratur vorhanden, als zu Rechtsextremismus. Linksextreme Gewalt wird dramatisch unterschätzt.
  4. Polizei beobachtet stetig wachsendes Aggressionspotential. Berlin: Polizei wird bisweilen in Hinterhalte gelockt und angegriffen, Situation vom Senat beschönigt.
  5. Politische Bedrohung durch Linksextremisten wird unterschätzt, da ihre propagierten Ziele gesellschaftlich anschlußfähig sind.
  6. BKA berichtet von immer brutaleren Attacken der Linksextremisten.
  7. Kein linksextremistischer Konsens vorhanden, was die „Legitimität“ bzw. Ablehnung von Körperverletzung bis hin zu fahrlässiger Tötung angeht.
  8. BKA: Klandestine Strukturen vorhanden, die auch größere Terroranschläge zu planen und durchzuführen in der Lage sind. Anschläge gegen Infrastruktur (Energie, Bahn) inzwischen gehäuft.
  9. Bundesweit fast tägliche Angriffe.
  10. Anschlagsziele höchst unterschiedlich: Parteibüros (auch SPD), Behörden, auch (türkische) Geschäfte, die aus der Türkei importieren, und Reisebüros, die Reisen in die Türkei anbieten.
  11. Berlin: Behörden zählen 2017 „lediglich“ 250 Gewaltdelikte durch Linksextremisten, immer noch doppelt so viele wie durch Rechtsextremisten. Lokalpolitiker sprechen von „rechtsfreien Räumen“.
  12. Prof. Schröder: Linksextreme Gewalt hat sich seit 1990 in etwa verdreifacht. 2000 Gewaltdelikte in 2017.
  13. Anschläge auf Infrastruktur-Ziele kommen „in Mode“. Sie gleichen immer öfter der klassischen, militärischen Sabotage. Verheerende Folgen für tausende von Bürgern.
  14. Behördliche geduldete „Motivationsveranstaltungen“ zur Einstimmung auf anschließende Gewaltexzesse (bspw. G20-Gipfel in Hamburg). Ungehinderte Ankündigung von Gewalt („Welcome to hell“).
  15. Gemeinsame Demonstrationen „bürgerlicher Linker“ mit gewaltbereiten Linksextremisten. Beispiel: Bundesparteitag der AfD in Augsburg 2018. Verfassungsfeindliche Parolen werden akzeptiert.
  16. Mediale Ankündigungen Monate vor Gewaltexzessen dienen der „moralischen Rechtfertigung“ von Gewaltausübung gegen den politischen Gegner. Er wird gezielt im Vorfeld „entmenschlicht“.
  17. Polizisten werden in „Bullen“ oder „Scheißbullen“ uminterpretiert. Botschaft: Bei Polizisten handelt es sich eigentlich gar nicht um Menschen. Haut einfach drauf. Beamte werden zu Freiwild.
  18. Ideologischer Hintergrund von Linksextremisten weniger gefestigt, als häufig unterstellt. Hohe Schnittmenge mit „allgemeiner Kriminalität“. Keine „Intellektuellendelikte“ mehr.
  19. Beliebtes Szenezitat: „Du bist frei in dem Moment, in dem der Stein deine Hand verläßt – bis er auftrifft.“ – Indiz für subjektivistisch-emotionale Beweggründe, keine politischen.
  20. Desinteresse der Öffentlichkeit: Identifizierung mit den erklärten Zielen der Gewalttäter. Linksextreme reklamieren ideologisches Grundgerüst für sich, ähnlich dem allgemein-gesellschaftlichen Bekenntnis zur „humanistischen Gesellschaft“. („gerechte Welt“ usw.) Junge, naive Idealisten besonders anfällig.
  21. Ziele: Immer „Anti“. Anti-Kapitalismus, Anti-Rassismus, Anti-Sexismus, Anti-Militarismus, Anti-Gentrifizierung, Anti-Repression usw.  Daraus resultierend: Eine Vielzahl möglicher Anschlagsziele.
  22. Terrortourismus: Autonome reisen gern in ausländische Städte. Vermutung: Sie fühlen sich dort als „weniger leicht zu identifizieren“ – und sind nach ihrem Terror wieder weg.
  23. Russland: Starke Verfolgung autonomer Linksextremisten. Russische Autonome marodieren deshalb bevorzugt in Westeuropa. Generell: Starke Reisetätigkeit innerhalb Europas.
  24. Parolenrepertoire der Linksextremisten unterscheidet sich kaum von dem der Rechtsextremisten: „Wir kriegen euch alle“.
  25. Mythos: Nur Rechtsextreme attackieren Leib und Leben des politischen Gegners. Realität: Linksextreme tun dasselbe. MDR interviewt Uwe Junge (AfD) zu seinen Erfahrungen und zählt Übergriffe auf AfD-Politiker auf.
  26. Wissenschaft: Nicht die „richtigen Positionen“ zu vertreten reicht aus, um Opfer von linksextremistischer Gewalt zu werden. (Auto von Werner J. Patzelt abgefackelt)
  27. Ende der Gewalteskalation nicht absehbar.

Die Dokumentation des MDR ließ die publizistischen Verharmloser und Unterstützer im Medien-Mainstream resp. in verschiedenen Stiftungen unberücksichtigt. Ebenfalls ungeschoren kamen die Unterstützer gerade bei den Grünen (Ska Keller) davon. Ganz zweifellos haben sich aus dem Umfeld der Wochenzeitung „Die Zeit“ Unterstützer der linksautonomen Szene herausgebildet (jouwatch berichtete), die es bspw. bis zum „Faktenfinder“ bei der ARD gebracht haben (Patrick Gensing). Im SPIEGEL gab es kürzlich eine Rechtfertigung der Antifa-Gewalt durch Margarete Stokowski („Es kann nicht genug Antifa geben„), in der „Frankfurter Rundschau“ wurde folgender Hetzartikel veröffentlicht: „Keine Sendezeit für Rechtsextreme„. Gemeint war die AfD bei den Öffentlich-Rechtlichen nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg.

Dazu kommen die Amadeu-Antonio-Stiftung, verschiedene Gewerkschaften und „zivilgesellschaftliche Initiativen“ (NGOs), die allesamt so gut wie nichts tun, um sich von den Linksterroristen deutlich abzugrenzen. Der linksextremistische Terror wird nicht zuletzt von einer grundsätzlichen, inzwischen breit etablierten Nachsicht solchen Gewalttätern gegenüber begünstigt. Die „Schreibtischtäter“ sitzen nicht zuletzt in den Redaktionen der deutschen Mainstreampresse und in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die sog. „Mitte der Gesellschaft“ hat sich inzwischen selbst radikalisiert, wie Milosz Matuschek in diesem hervorragenden Artikel in der „Neuen Züricher Zeitung“ (NZZ) herausgearbeitet hat.

Es wäre vermutlich sehr viel leichter, den Terror der Linksextremisten zu unterbinden, als den ganzen ideologischen Müll aus den Schädeln des Wahlvolks wieder herauszubringen, der ihm von weiten Teilen des Medienmainstreams dort hineingekippt worden ist – und der letztlich mitursächlich dafür ist, daß die sog. „Antifa“ so schalten und walten kann, wie sie das tut. Auffällig ist, daß die propagierten Ziele der gewaltaffinen Linken eine hohe Überdeckung aufweisen mit den politischen Moralbekundungen, welche die Bundeskanzlerin in unschöner Regelmäßigkeit absondert. Das allerdings war nicht Gegenstand der Reportage des MDR.

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6 Kommentare

  1. Eine gute Reportage, habe sie mir hier angesehen.Aber, was nützt diese, wenn der Staat, Parteien, Kirchen u. Gewerkschaften diese Verbrecher der extremen Linken weithin unterstützen. Dabei sollte man auch die Justiz nicht vergessen. Solange diese Terroristen unterstützt werden u. nicht Härter gegen sie vorgegangen wird z.B. höhere Haftstrafen bis hin zum Verbot dieser Verbrecher, wird sich nichts ändern.

    • Das musste man dem ausgemachten Feind der Altparteien, also dem arbeitenden steuerzahlenden Deutschen durch späte Sendestunde vorenthalten, damit die als Reaktion nicht in Thüringen die AfD wählen.

  2. Da fällt mir direkt der auf ARTE verbotenen Film (der aber bei der Bildzeitung 24 Std. lang zu sehen war) „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf J*den in Europa“, ein. Auftraggeber war der WDR. Es ging um Antisemitismus und den Rechten sollte so richtig an die Karre gefahren werden. Er war verboten, weil sich die Autoren auch das linke Spektrum anschauten und dann im Film ein bedeutender Satz fiel: „Das national-sozialistische Gedankengut ist bei den Linken wesentlich stärker ausgeprägt als bei den Rechten.“
    Die AntiFa wird ja nicht umsonst SAntiFa genannt.

  3. Ich habe diese Sendung zufällig gesehen.Ich musste staunen.Das hätte ich nicht gedacht das so etwas im Staatsfernseh läuft.Mir fehlte nur die Nennung der Unterstützer dieser Linksextremen.Ausserdem war die Sendezeit doch recht spät.Aber ,vieleicht ein Umdenken?

    • Das war kein Umdenken, vielleicht ein Ausreißer der beweisen soll, dass das GEZ-Imperium neutral berichtet. Die sagen dann… ham wa doch gesendet…und Punkt.

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