Islamischer Religionsunterricht nach gleichen Regeln wie beim ökumenischen Pendant

Symbolfoto:Von Rawpixel.com/shutterstock

Wiesbaden – Das Urteil kommt spät, aber nicht überraschend. Der islamische Religionsunterricht wird ähnlich wie der „christliche“ Religionsunterricht auf eine staatliche Basis gestellt. Der war schon vor mehr als 45 Jahren überkonfessionell ausgerichtet und glich einem Religionskunde-Geschichts- und Ethikunterricht, in welchem alle Religionen als gleichwertig angesehen werden. Dagegen lief der auf einseitige Propaganda ausgerichtete Zentralrat der Muslime Sturm und ist gescheitert.

„Das Verwaltungsgericht Wiesbaden habe den Antrag in einem am Montag veröffentlichen Urteil als unbegründet zurückgewiesen, weil die Rechte des Antragstellers durch den Unterricht nicht verletzt würden (Aktenzeichen: 6 L 1363/19.WI)“, berichtet der Nachrichtensender n-tv. Hintergrund des Rechtsstreites war die Frage, ob das Land Hessen gezwungen werden kann, die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen türkischen Moscheeverband Ditib fortzusetzen

Der Zentralrat der Muslime hatte ausgerechnet das Argument vorgebracht, das Land Hessen verstoße mit dem Unterricht gegen die Verfassung, weil dieser ohne Beteiligung von islamischen Religionsgemeinschaften angeboten werde. Der Staat sei zur „religiösen Neutralität“ verpflichtet.

Genau diese „religiöse Neutralität“ aber wird nicht von den Islamverbänden, sondern von den Schulen praktiziert, die den islamischen Religionsunterricht, dem bereits seit Jahrzehnten erfolgreichen ökumenischen Religionskundemodell anpassen. Und so argumentierte das Gericht auch folgerichtig, dass die Rechte des Antragstellers nicht verletzt würden, da das Fach keinen Religionsunterricht im herkömmlichen Sinne darstelle. Nach der überkonfessionellen Konzeption des Faches soll der Unterricht über den Islam informieren. „Er solle also Wissen vermitteln und nicht bestimmte religiöse Bekenntnisinhalte als wahr darstellen“, heißt es weiter. Nach Einschätzung des Gerichtes ähnelt das Fach daher eher einem Ethik- als einem Religionsunterricht. Dem Land Hessen und verantwortlichen Pädagogen gehe es nicht darum, über Glaubensinhalte zu bestimmen.

Der Islamunterricht ist bereits 2013, von den schwarzgelben politischen Eliten hochgejubelt, mit einer fatalen Fehleinschätzung islamischer Indoktrination gestartet. Die böse Überraschung kam, als die hessischen Behörden unter Federführung von Kultusminister Lorz (CDU) die Nähe des Verbandes Ditib zu der türkischen Religionsbehörde Diyanet bemerkten. Ein Fehlstart, der mit etwas mehr Fachwissen und Expertenbefragung hätte verhindert werden können. Bereits damals war die fundamentalistische und staatstreue Ausrichtung des Verbands bekannt. (KL)

 

 

 

 

 

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15 Kommentare

  1. „Nach der überkonfessionellen Konzeption des Faches soll der Unterricht über den Islam informieren.“

    Ja sicher. Als ob man in den Schulen die Wahrheit (Information) über Islam erzählen würde.
    Es bleibt eher bei den positiven und mythischen Aspekten.

    Würden die Schulen echt über Islam informieren, dann würden die Moslems ihre Kinder aus diesem Unterricht rausnehmen und es würde eine Empörungswelle geben.

    • Ja. Nur auf die schnelle:

      Mythisch: Mohammed ist unfehlbar, Islam ist reine Friedensreligion
      Positiv: Respekt für ältere Menschen (der eigenen Religion), Zusammenhalt mit anderen Personen die genau das gleiche Glauben

    • Um den älteren Menschen Respekt zu zeigen, brauche ich kein Islam. Das habe ich auch so. Das gilt auch für Zusammenhalt usw. Für Ethik braucht man kein Islam.

    • Ich spreche Ihnen den Respekt nicht ab. Jedoch geht, meiner subjektiven Meinung nach, der Respekt vor älteren Personen verloren.
      Es wird auch nicht gelebt. Ältere Personen werden sich oft selbst überlassen.

      In Krankenhäusern z.B gibt es viele ältere Menschen, die nicht einmal besucht werden. Ältere Muslime kriegen Besuch jeden Tag

      Ich hoffe, sie versuchen es zu verstehen. Ich kann es schlecht beschreiben, weil es eher ein Gefühl ist, dass man ältere Menschen
      (auch politisch) nicht mehr will.

  2. Es ist schön, dass es noch Gerichte gibt, die sich noch nicht ganz von der Scharia haben vereinnahmen lassen. Der Schwachpunkt liegt allerdings bei den Politikern, die eine panische Angst davor haben, aus der linksextremen Ecke oder von Ausländern als Rassisten beschimpft zu werden. Deswegen wurde bislang jede noch so unverschämte Forderung von Muslimen dann doch erfüllt.

  3. Na und? Die Konflikte verschieben sich nur. Was soll denn staatlich neutral über den Islam unterrichtet werden? Etwa die Wahrheit? Nichtmuslime sind zu töten oder zu versklaven, Scharia über alles, Unterdrückung der Frau ist Allahs Wille? Da werden die Musels ala Mazyek aber ordentlich durchdrehen. Wie soll das gehen? Ein biodeutscher Ethiklehrer unterrichtet 8jährigen Minimusels, dass ihr Prophet ein Mörder und Kleinmädchenliebhaber war? Da kommt doch gleich die ganze Familie und haut drauf.

  4. Wir wissen Alle wohin die Reise geht.
    Es geht alleine um die Islamisierung und die politische Übernahme. Gesellschaftliche Veränderungen nach dem Koran.
    Selbst wenn das Alles fehlen würde und wenn es um die seelische Befriedigung eines Einzelnen wäre, würde ich diese Religion nicht in Deutschland verbreiten wollen.
    Ganz einfach weil nur Schwachsinn darin steht. Es gibt absolut nichts, was man von Koran lernen könnte. Keine Erkenntnisse der Naturereignisse, keine Liebe zu Tieren, seines Gleichen oder den Pflanzen. Gar keine Bereicherung und nur eine Zeitverschwendung.
    Noch schlimmer wird Hass und Gewalt prädigt. Befehle und ein Gehorsam wird abverlangt.
    Es ist wirklich nur Müll.

  5. Religionsunterricht – egal welcher Coleur – ist Privatsache und hat in den Schulen nichts zu suchen ! Verschwendete Zeit, in der die Schüler etwas sinnvolles lernen könnten. die Ansprüche der heutigen Zeit sind zu groß, als das man Schulstunden für so einen Schwachsinn verschwenden könnte !

    • Danke, sehe ich auch so.

      Mein Sohn wuirde dieses Jahr eingeschult und hat 2 Stunden Religion von insgesamt 21 Schulstunden.
      Natürlich sind das für ihn Freistunden. Als ob er lernen muss, wie ein Kreuz gemacht wird, wie man betet und was der Nikolaus und St. Martin so angeblich ist (natürlich geht man dabei nie auf die heidnischen Pendants ein). 2 Stunden bedeutet: 10% wird über Übersinnliches geredet in der Schule. Esoterischer geht es doch kaum.

    • Ich hab mich mal tierisch aufgeregt, als unsere Tochter in der dritten oder vierten Klasse für den Religionsunterricht geschlagene DREI Stunden an den Hausaufgaben gesessen hat. Was für eine Zeitverschwendung !

  6. Wir wissen Alle wohin die Reise geht.
    Es geht alleine um die Islamisierung und die politische Übernahme. Gesellschaftliche Veränderungen nach dem Koran.
    Selbst wenn das Alles fehlen würde und wenn es um die seelische Befriedigung eines Einzelnen wäre, würde ich diese Religion nicht in Deutschland verbreiten wollen.
    Ganz einfach weil nur Schwachsinn darin steht. Es gibt absolut nichts, was man von Koran lernen könnte. Keine Erkenntnisse der Naturereignisse, keine Liebe zu Tieren, seines Gleichen oder den Pflanzen. Gar keine Bereicherung und nur eine Zeitverschwendung.
    Noch schlimmer wird Hass und Gewalt prädigt. Befehle und ein Gehorsam wird abverlangt.
    Es ist wirklich nur Müll.

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