Gierige EU-Bürokraten: 6 Wochen arbeiten und 20.000 Euro Pension kassieren

Selbstbedienungsladen Brüssel (Bild: shutterstock.com/Von Anikin Denis)

Brüssel – Die Prasserei in Brüssel geht munter weiter. Durch die Kurzzeit-Nachbesetzung des scheidenden Kommissionschefs Jean-Claude Juncker wird der Rumäne Ioan Mircea Pascu als Ersatzkommissar für nur sechs Wochen „Arbeit“ eine Pension in Höhe von 20.000 Euro kassieren. 

Estland und Rumänien beharren auf eine Kurzzeit-Nachbesetzungen in der alten EU-Kommission. Obwohl in sechs Wochen Ursula von der Leyen und ihr hoch geheimes Team am 1. November ihr Werk in Brüssel beginnen, wollen die beiden EU-Staaten für gerade einmal 42 Tage ihre EU-Kommissare nach Brüssel senden. Für die 42-jährige Estin Kadri Simson und den 70-jährigen Rumänen Ioan Mircea Pascu eine einmalige Möglichkeit, sage und schreibe 70 Prozent des Kommissarsgehalts – rund 20.000 Euro ohne Zulagen – einzukassieren. Denn: Im Selbstbedienungsladen Brüssel ist die Auszahlung einer Pension nicht von der Amtsdauer abhängig. Und diese endet für die beiden Kommissare dann auch scon wieder am 1. November. Dann werden die beiden EU-Funktionäre schon wieder abgelöst.

„Aus der Perspektive der Haushaltskontrolle hat es mit sparsamen Finanzmanagement nichts zu tun, wenn eine freie Stelle ohne besonderen Verantwortungsbereich und nur für einige Wochen gefüllt werden soll“, heißt es in dem Schreiben von Monika Hohlmeier (CSU), Chefin des EU-Haushaltskontrollausschuss, aus dem der Spiegel zitiert. Die Kosten für jeden der Kommissare betrügen „bis zum Ende der Amtszeit 1 Million Euro“.

Arbeiten indes soll der rumänische EU-Kommissar gar nicht. Denn die Zeit für eine Einarbeitung bis zur Pensionierung in sechs Wochen sei zu knapp. Die Stellen wurden frei, weil einige von Jean-Claude Junckers Kommissaren bei der EU-Wahl kandidiert hatten und nun ins EU-Parlament gewechselt sind. Und da wundert sich noch einer, warum die Briten aus diesem Laden ausgetreten sind.  (SB)

 

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7 Kommentare

  1. Diese EU ist total kank und faul bis ins Mark. Und die wundern sich über die verschwundene Akzeptanz für diesen Selbstbedienungsladen?

  2. Die Ursula war heute auch in Höchstform. Jeder bekommt einen Posten mit unsinnigen Zuteilungen. Motto? Jeder ist wichtig, jeder darf abkassieren.

  3. Die Briten machen das schon.
    Wenn Boris Johnson keinen Kommissar ernennt ,wird die EU erst mal lahmgelegt, weil keine Kommission gebildet werden kann.
    Dann bleibt uns auch Uschi bis auf weiteres erspart.

  4. Wo kann ich mich bewerben, um dort für sechs Wochen zu arbeiten? Ich verfüge über alle anzeigenübliche Vorteile und Fachkenntnisse und habe auch keine Flugscham für etwaige Reisen zwischen Brüssel und Salzburg. Ich wäre sogar bereit, auf den Regierungsflieger zu verzichten und den preiswerteren Linienflug zu nehmen. 5* Hotel sollte für diese begrenzte Zeit aber schon drin sein. Arbeitszeit bitte nicht länger als bis 17.00 Uhr, danach muss ich ins Fitnesstudio. Dafür würde ich aber schon um 10.00 Uhr mit der Arbeit beginnen – damit wäre meine Arbeitszeit länger als die aller anderen Steuereinnahmenbezieher. Die lebenslange Alimentation überweisen Sie bitte auf mein Konto 1xx00xx11.

  5. Schöner Artikel
    Jetzt weiß ich endlich warum so viele Johnson-Gegner, die Grünen, die ganzen Altparteien die EU so mögen

  6. Und so paaren sich Feudalismus und Totalitarismus im gegenseitigen Ein- und Auskommen. Eine Hand wäscht die andere Hand.
    In einer Diktatur profitieren nur Wenige, in diesem System darf jeder rann und es regnet Sterntaler….

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