Weltretter-NGO „Avaaz“: „16 Monate, um die Welt zu retten“

EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie

Lukrativer Weltuntergang (Bild: shutterstock.com/Von Tithi Luadthong)

Der britische Soziologe Colin Crouch meint, wir im Westen lebten heutzutage in einer Postdemokratie. Die demokratische Fassade stehe noch; die Rituale, die Wahlen, das werde alles noch formal durchexerziert. Die wahre Entscheidungsmacht gehe aber immer mehr auf multinationale Konzerne und globalistische Weltretter-NGOs über.

Die NGOs „retten“ natürlich streng nach dem Schelsky-Prinzip: Erfinde ein Problem und biete Dich selbst als Lösung an. Es lohnt sich; heuer besonders, wenn man mit Klima Panik macht.
Eine der im Netz umtriebigsten Weltretter-NGOs ist Avaaz, die kürzlich diesen haarsträubenden Brief an Interessenten versandten:

Die Arktis BRENNT. Die Feuer sind so groß, dass man sie aus dem Weltall sehen kann!

Sowas hat’s auf unserem Planeten in den letzten 10.000 Jahren nicht gegeben. Und dieser Juli war der heißeste Monat seit Messbeginn. Unser Planet erwärmt sich nicht nur – er glüht bereits! Und es kann noch viel viel schlimmer werden…

Das alles klingt schrecklich. Aber im Moment ist nichts gefährlicher, als die Hoffnung aufzugeben. Wir können dieses Horrorszenario immer noch umschreiben und eine wundervolle, saubere und grüne Zukunft gestalten.

Deshalb setzt Avaaz alles daran, um in den kommenden 16 Monaten eine Wende herbeizuführen: Es beginnt mit dem entscheidenden UN-Klimagipfel im nächsten Monat. Und Ende kommenden Jahres finden die wichtigsten Klimaverhandlungen seit Inkrafttreten des Pariser Abkommens statt. So können wir gewinnen:

  • Drängen wir Regierungen dazu, den Klimanotstand auszurufen und auf 100% saubere Energie zu setzen.
  • Tragen wir dazu bei, dass sich im September Millionen Menschen den tapferen Kindern beim größten Klimastreik aller Zeiten anschließen.
  • Bieten wir den weltweit inspirierendsten Jugendlichen Trainings an, die eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Klimakrise einnehmen.
  • Bieten wir den großen Erdölunternehmen und ihren Mittätern konsequent die Stirn, wo immer sie gerade ihre Macht ausdehnen.

Damit das Ganze funktioniert, müssen wir sofort loslegen. Wenn 10.000 von uns wöchentlich den Preis einer Tasse Kaffee spenden, können wir den globalen Widerstand beflügeln, um all das zu schützen, was uns am Herzen liegt.

Spenden Sie jetzt – und lasst uns gemeinsam die Welt gestalten, die wir unseren Kindern voller Stolz übergeben können.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Über 21.000 Klimabewegte haben schon gespendet – 16 Monate, um die Welt zu retten! Werden auch Sie Klimaretter*in!

Nebenbei: Wenn „Hilfsorganisationen“ 40% Ihrer Spenden- oder staatlichen Fördereinnahmen für „Verwaltung“ ausgeben, gilt das als seriös. Damit ist noch nicht gesagt, wieviel die Gründer oder Manager der NGO verdienen. Es gab da einmal einen Fall eines Obdachlosen-Helfers in Berlin, der sich ganz offiziell ein Firmenchef-Gehalt, ein Haus am See und einen Maserati gönnte. Mindestens.

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11 Kommentare

  1. 40 Prozent für „Verwaltung“ ? Das heißt, für die Versorgung arbeitsscheuer, nichtsnutziger Typen, die keinerlei gesellschaftlichen Gewinn abwerfen ! Deshalb spende ich auch nicht, nie, niemals ! für diese arbeitsentwöhnten Labertaschen, die sich aus dem Spendenvolumen besorgter Bürger ein arbeitsfreies, gutes, wenn nicht luxuriöses Leben finanzieren ! Was trägt denn z.B. so ein Oberschwätzer monatlich nach Hause ? Würde mich echt interessieren, auch die ‚Gehaltsstruktur‘ dieser menschen- und gesellschaftsfeindlichen Organisationen … wer weiß, ob es da bei 40 Prozent für „Verwaltung“ bleibt – kann man das herausfinden, oder ist das ein Tabu, ein Buch mit sieben Siegeln, schlicht : geheim ???

  2. „Über 21.000 Klimabewegte haben schon gespendet“? Das bringt nichts,wenn man sein Gehirn spendet,da bleibt einem nichts mehr für logisches Denken übrig und man läuft nur noch als Klimazombie durch die Gegend,ständig nach oben schauend,aus Angst,das einem der Himmel auf den Kopf fällt,unter dem Arm einen Feuerlöscher,für den Fall einer Selbstentzündung!

  3. Hysterie auslösen um Spenden zu generieren , damit sich die NGO Führung ein schönes Leben auf Kosten der Geängstigten machen kann?
    Wie widerlich ist das denn bitte?

  4. Je spektakulärer die Schlagzeilen desto größer ist der Gewinn mit der Angst. Ist ganz einfach. Und sollte die Arktis brennen, können auch ein paar Spenden in Höhe einer Tasse Kaffee das auch nicht beenden. Allerdings kann man dem Gespendeten damit ein Leben in Luxus finanzieren und wer möchte nicht lieber reich statt arm sterben ? Irgendwann, wenn man in in ein paar Jahrzehnten abberufen wird. Aber bestimmt nicht in 16 Monaten !!!

  5. Auf jeden Regierungschef wird Druck ausgeübt durch NGOs, Konzernchefs, Institutionen und Vereine. Das war schon immer so. Ein guter Regierungschef hat Rückgrat und lässt sich dadurch nicht beeinflussen. Helmut Schmidt war so einer. Viktor Orban gehört ebenfalls dazu.

    Fatal wird es nur dann, wenn ein Regierungschef oder eine -Chefin kein Rückgrat hat, weil er/sie rhetorisch eine Null ist, keine Ahnung von Ökonomie und von freier Markwirtschaft und kein Verantwortungsbewusstsein hat, dazu aber vom Festhalten an der Macht besessen ist.
    Solche Leute hecheln jedem Trend und jeder Ideologie blind hinterher.

  6. Schon der bekloppte Text ließ mich schmunzeln und taraaa,kam der Spendenaufruf hinterher.
    Nachtigall,ick hör dir trapsen.
    Bettelt doch euern Soros an oder diesen anderen Klimafuzzi,AlGore,glaube ich.
    Ihr habt doch einen Riß im Hirn

  7. Na dann spendet und rettet mal schön. Ich fahre heute abend mit meinem SUV ins Steakhaus und morgen fliege ich in den Urlaub. Ich hoffe nur, dass der arktische Feuerball nicht wandert und Deutschland bereits verglüht ist, wenn ich zurückkomme. Dann ziehe ich eben nach Polen. Die veranstalten nicht so einen Klimahype. Das beste ist, dass wenn Deutschland seine Industrie einstampft, alle Autos verschrottet und sämtliche Flüge verbietet, dann springt das gute Klima durch den verstärkten Wind auch automatisch auf Polen über – ohne dass die dafür auch nur eine einzige Einschränkung beschlossen haben. Das ist doch ausgesprochen clever, oder?

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