Nichts geht mehr in Deutschland: Notaufnahmen in Krankenhäusern sind am Limit

Berlin – Das deutsche Gesundheitssystem ist krank, reformbedürftig, notleidend. Und die Notleidenden – jedenfalls die Masse der gesetzlich Versicherten – wenden sich im Ernstfall an ihrerseits notleidende Notaufnahmen. Doch die Ambulanzen stecken selbst in Schwierigkeiten.

Wer sich in deutsche Krankenhäusern wundert, wo die deutsche Ärzte sind, die angesichts überfüllter medizinischer Fakultäten an den deutschen Hochschulen ja eigentlich en masse anzutreffen sein müssten, erhält auf Rückfragen hin meist die lakonische Antwort: Im Ausland. Das notleidende deutsche Gesundheitswesen und vor allem die Situation der Kliniken und Krankenhäuser erlaubt schon heute in weiten Teilen des Landes, vor allem in der Provinz, nur die Aufrechterhaltung der medizinischen Grundversorgung mit immer mehr ausländischen Ärzten zumeist aus Südamerika, Osteuropa oder Asien. Wenn oft von den dringend benötigten Fachkräften die Rede ist – hier sind sie anzutreffen; aus den Ländern und Regionen allerdings, die überwältigende Mehrzahl der Herkunftsstaaten der Immigranten stellen – der arabischen und afrikanischen Hemisphäre – kommen praktisch keine Ärzte.

Dass jetzt jedoch ein wesentlicher Grundpfeiler der medizinischen Versorgung – die Notaufnahmen, Ambulanzen und notärztlichen Dienste – an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit kommen, ist eine beunruhigende Tendenz – und sie bringt fatale Folgen für die soziale Infrastruktur Deutschlands mit sich. Die Ambulanzen sind unterbesetzt, die Kapazitäten zu gering bemessen. Für die Politik ist die Ursache klar: Gesundheitsminister Jens Spahn erkennt eine zunehmende Zweckentfremdung der Notaufnahmen durch Bagatellfälle. Immer mehr Patienten nähmen die eigentlich nur für echte Notfälle gedachten Einrichtungen in Anspruch für kleinere Wehwehchen und Probleme, die ebenso gut ein Hausarzt behandeln könnte.

Dies ist zwar ein Grund für die höhere Nachfrage, doch wie die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN) schreiben, sehen die Ärzte das Problem eher umgekehrt: Für sie ist es eher so, dass die Patienten bei Arztpraxen keine Termine bekommen oder die niedergelassenen Kassenärzte nur noch mit Terminfixierung und „auf Bestellung“ arbeiten – weshalb die Patienten dann eben ins Krankenhaus müssen und dort womöglich lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssten.

Verzweifelte Anpassungsversuche der Mediziner

Ein Ausweg aus dem Dilemma stellt daher eine Kooperation aus Hausärzten und Notfallambulanzen dar, wie sie in einigen deutschen Kliniken bereits praktiziert wird: In der Klinik im Wedding übernehmen niedergelassene Ärzte zu bestimmten Stoßzeiten und zur allgemeinen Entlastung Funktionen der Notaufnahme. Die Wartezeiten für die Patienten sinken damit deutlich. Für neu ankommende Patienten gibt es ein Wegweisersystem; sie werden als erstes zu einem Schalter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) geleitet, wo eine Schwester mit Berufserfahrung die sogenannte „Triage“ vornimmt, eine Erstanamnese und Graduierung zur Einschätzung von Behandlungsdringlichkeiten. Danach werden die Patienten den verfügbaren Ärzten zugewiesen.

Alles gut und schön – dies sind begrüßenswerte, pragmatische Neuerungen. Doch sie stellen letztlich eine Improvisation dar, um mit dem Mangel klarzukommen. Es gehe vor allem darum, „den Ruf der ambulanten Medizin zu retten„, erklärt laut „DNN“ einer der im Weddinger Projekt teilnehmenden Hausärzte. Denn Fakt ist, dass in Deutschland nichts mehr so funktioniert, wie es sollte. Man will sich nicht ausmalen, wie die medizinische Normalität für Kassenpatienten in wenigen Jahren aussieht; vermutlich werden gesundheitlich-medizinische, sogar notfallmedizinische Leistungen bis dahin in einem ähnlichen Maß von eilig umgeschulten Flüchtlingen und „Fachkräften“ erbracht, wie dies bereits im Pflegesektor der Fall ist. (DM)

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22 Kommentare

  1. Ich finde, unsere Neubürger sollten nur von den jeweiligen Landsleuten behandelt werden, schließlich sind Ärzte ja in großer Anzahl ins Land gekommen.

  2. Wenn man Ärzte in der Familie oder im Freundeskreis hat, kann man sich glücklich schätzen. Von ihnen erfährt man dann aus erster Hand, was bereits seit Jahren in den Kliniken, aber auch in den Arztpraxen abgeht. Es ist lebensgefährlich geworden, im Gesundheitswesen zu arbeiten. Hier strömen seit Jahren Kreaturen ins Land, die zwar der menschlichen Spezies angehören, sich jedoch absolut unberechenbar verhalten. Man darf ihnen niemals den Rücken zu drehen und ihnen niemals alleine gegenüber treten. Solche Typen dürfen nur von Männern behandelt werden. Alles andere wäre verantwortungslos.

    • Meine Freundin (sehr blond) ist Rettungsärztin und hat 2015/16 eine Zeitlang in Flüchtlingsheimen arbeiten müssen. Sie wurde ignoriert, beleidigt, bespuckt, an den Haaren gezogen, geschlagen (sie hat zurückgeschlagen, daraufhin hat es einen Aufruhr gegeben) und so fest in den Bauch geboxt, dass der Verdacht auf innere Verletzungen bestand. Sie kam ins Krankenhaus. Danach hat sie nie wieder einen Fuß in eine Flüchtlingsunterkunft gesetzt.

    • Unsere Tochter, 30 Jahre alt, lange blonde Haare, zierlich, arbeitet als Assistenzärztin im Rahmen ihrer Ausbildung auch in der Notaufnahme der Uniklinik Heidelberg. Sie tritt immer erst in Erscheinung, wenn gewisse Patienten schon in Narkose liegen und ist wieder weg, wenn sie aufwachen. Die OP bekommen diese Typen also gar nicht mit, und unsere Tochter kann ungestört arbeiten. Tolle Zeiten haben wir!

  3. Was ist hier eigentlich nicht am Limit?
    Strassenverkehr, Bahnverkehr, Brücken, Schulen, Krankenhäuser, Polizei, Justiz, Energieversorgung, Wohnungsmarkt, ausgepresste Steuerzahler …

    • Im Jahre vier nach der „großen Flutung“ knirscht der Sand im Getriebe UNSERES (!) Landes immer lauter. Das hören auch immer mehr Wähler, wenn es nur nicht so ein zäher Prozess wäre! Die Uhr tickt, aber höchstwahrscheinlich kommen wir erst in die Puschen, nachdem es so richtig geknallt hat. Wir haben innerhalb der engsten Familie schon besprochen, was zu tun ist, wenn alle Kommunikationswege gekappt sind. Ob es was bringt, sehen wir erst dann.

  4. Endlich ist wieder ein Teilziel erreicht.

    Zu keiner Zeit hat die etablierte Politik verheimlicht, daß die Privatisierung der kommunalen Krankenversorgung ein wichtiges Ziel ist, um an Geld für Wahlgeschenke zu kommen.
    Die Folgen waren auch klar: Aus dem kommunalen Versorgungsauftrag wurde privates Gewinnstreben. Warum auch nicht.

    Der Wähler hat es jahrelang, die Folgen klar vor Augen, goutiert.
    Wenn er jetzt mit dummen Gesicht jammernd stundenlang im Wartezimmer sitzt, sollte er sich, auf der Suche nach dem Schuldigen, klar machen, daß die Politiker doch nur seinen Wählerwillen durchgesetzt haben.

    Und das ist doch ein Grund zu Freude….nicht wahr….

  5. Ich werde meinen Kühlschrank nun anpassen.
    Werde das Gemüsefach, für eigene Blutkonserven umdeklarieren.
    Die Vorstellung von einer eigenen Blutbank, das hat was.
    Man weiß ja nie, gell

  6. Der Spahn beschäftigt sich halt lieber mit Zwangsimpfungen,ausländischen Fachkräften und macht gern den Laufburschen für Lobbyisten. Das bringt sein Privatkonto schneller in die Höhe, als sich mit lässlichen Problemchen zu befassen, die nur den Mob betreffen, der froh sein soll, dass er von der Krankenkasse überhaupt noch was bezahlt bekommt.

  7. “ ………. die überwältigende Mehrzahl der Herkunftsstaaten der Immigranten stellen – der arabischen und afrikanischen Hemisphäre – kommen praktisch keine Ärzte.“

    Ich sage mal so, da bin ich jetzt nicht so fürchterlich unglücklich darüber. Also, damit könnte ich prinzipiell leben.

  8. Zurückstellen auf gemeinnützige Krankenvesorgung. So wie es früher die Krankenschwestern der Orden und Kloster machten. Rausschmeißen von Menschen die hier keine Aufenthaltsberechtigung haben. Einbeziehen alternativer Heilansätze . Was z.B. Hildegard von Binger erfolgreich an Heilung erzielte war wesentlich günstiger als so manche dubiose Therapie der Paharmamafia.

  9. Deutschland ist im Krieg, also warum nicht wieder Feldlazarette aufstellen.
    Zumindest deutschsprachige Notaufnahme.

    Guten Tag,
    Ihr behandelnde Arzt spricht kein Deutsch, bemühen Sie sich um einen privaten Dolmetscher!
    Bringen Sie Ihre Medikamente bitte selber mit!

    Jeder dritte ausländische Arzt in NRW spricht kaum Deutsch.
    https://www.google.com/amp/s/www.derwesten.de/politik/jeder-dritte-auslaendische-arzt-in-nrw-spricht-kaum-deutsch-id10606034.html%3fservice=amp

  10. Was die Einstufung durch eine „erfahrene Pflegekraft“ wert ist, konnte ich vor zwei Wochen in einer Uniklinik beobachten. Ich
    bin selbst Pflegekraft und Dialysepatient und stellte mich mit einer
    Blutung aus dem Dialyseshunt ( entspricht einer arteriellen Blutung)
    dort vor. Die Einstufung erfolgte in Stufe C (Wartezeit 30 Minuten, aus
    denen über 60 Minuten wurden), während eine kleine Verbrühung mit heißem
    Wasser als besonders dringlich, Wartezeit 10 Minuten) eingeordnet
    wurde.
    Wenn man selbst in der Lage ist, die Notmaßnahmen durchzuführen, wird man auch noch mit längeren Wartezeiten bestraft.
    Leider ist man nicht immer in der Lage auch mit pflegerischen Kenntnissen völlig auf ärztliche Behandlung zu verzichten.
    Die
    weitere Behandlung habe ich in einer Spezialklinik, 350km von meinem
    Wohnort entfernt vornehmen lassen. Selbstverständlich muss ich für die
    Fahrtkosten zur stationären Behandlung dort selbst aufkommen.

  11. Wer immer nur auf Kosten anderer spart und spart hat nichts anderes zu erwarten. Damit wird das gesamte Gesundheitswesen in eine negative Wertung gebracht, dabei engagieren sich viele Ärzte und Schwestern bis an den Rand ihrer Kräfte. Warum hat der Westen nicht einmal auch etwas vom Osten gelernt und das System der Polikliniken, der Gemeindeschwestern und die Bereitschaft der Ärzte für Hausbesuche übernommen. Damit wäre das Gesundheitswesen effektiver und in die Notaufnahmen kämen echte Notfälle.

    • Alles, was an Strukturen aus den östlichen Bundesländern kam, galt pauschal als ineffektiv, rückständig, also schlecht. Nur wir hier im Westen hatten die Patentrezepte und waren die ganz Tollen. Was für eine Arroganz! Naja, nun haben wir den Schlamassel.

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