Plemplem-Rassismuswahn: Dior zieht Indianer-Werbespot mit Johnny Depp zurück

Foto: Von Tinseltown/Imago

Nicht nur in Deutschland, auch im weltweiten Maßstab geht die volkssportartig betriebene Schnitzeljagd nach irgendwie verwertbaren Indizien für „Rassismus“ munter weiter. Jetzt traf es den Modekonzern Dior samt seinem Promi-Testimonial Johnny Depp: In einem in den sozialen Netzen verbreiteten Werbeclip für den neuen Herrenduft „Sauvage“ (etwa „natürlich wild“) sieht man den „Fluch der Karibik“-Star für eine Indianerin Gitarre spielen, während ein Indianer in traditioneller Kleidung dazu tanzt.

„Kulturelle Aneignung“, so nennt sich die in jüngster Zeit inflationär gebrauchte Schablone, mit der selbst der völlig unpolitische und arglose Versuch, Ethnien unverfälscht in ihren Traditionen und besonderen Eigenarten darzustellen, als entweder entwürdigende Stereotypie gebrandmarkt wird – oder aber als „cultural exploitation“, also ausbeuterischen Missbrauch ihrer Identität. Wer in Literatur oder Film singende Schwarze bei der Feldarbeit zeigt, macht sich so bereits der Forderung nach Neuauflage der Sklaverei 2.0 schuldig. Und besonders bei den First Nations versucht sich das PC-verseuchte Mutterland der totalitären Neusprech-Doktrine, die USA, seiner historischen Schuld durch erbarmlungslose Verfolgung jeder angeblichen „Ungerechtigkeit“ zu entledigen: Indianer als Ethno-Chic hinzustellen, das geht gar nicht.

Dior bemühte sich um Schadensbegrenzung und zog den Spot laut „JF“ sofort zurück – doch da war es schon zu spät: Die Schlagzeile „Johnny Depp – Rassismus“ zirkulierte bereits, und diverse US-Prominente twitterten sich bereits die Daumen vor Empörung wund: „Indianer sind doch keine Karikaturen„, war da zu lesen, oder: „Absolut scheußlich. Auch die Indianer-Darstellerin in dem wildwest-romantischen Clip, die zuvor wohl kein Problem mit der Gage hatte, entdeckte plötzlich ihre neue Chance in der Extra-Opferrolle und schrieb: „Die Darstellung von Indianern in Filmen entspreche immer noch der Sichtweise der ersten Siedler, die das Land kolonialisierten„.

Soviel Sensibilität wird natürlich nur den Ethnien entgegengebracht, deren Kampf um Bewahrung ihrer Identität beklatscht und gefördert wird – was zwar für sich betrachtet auch schon eine rassistische Sonderbehandlung ist, aber sei’s drum. Wenn in Deutschland Werbekampagnen von „Mc Donald’s“, „Nike“ oder der „Deutschen Bahn“ als deutschen Durchschnittskunden oder -mitarbeiter praktisch keinen einzigen Mitteleuropäer mehr abbilden, sondern Vertreter eines afrikanisch-arabischen Vielvölkergemischs, um die Migrationsstämmigkeit möglichst drastisch hervorzuheben, geht das völlig in Ordnung: Wer sich da über fehlende deutsche oder europäische Identität empört, ist schon rechtsextremer Rassist. (DM)

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6 Kommentare

  1. Mal ’ne Frage. Wenn es um „kulturelle Aneignungen“ gehen sollte, also allein durch Kleidung, sollten das dann nicht für alle gelten? Also wer darf dann noch Turnschuhe tragen? Wer darf dann eine Jeans tragen? Wieso tragen dann überhaupt Frauen Hosen? Warum tragen Schotten Hosen?
    Da muss doch was gegen gemacht werden….so kann das doch nicht gehen.

    Warum beschweren sich immer die Leute, die nicht einmal dadurch betroffen sind? Oder war es doch „Sitting Bull“, der nach seiner Friedenspfeife, in Weiten des kosmologischen Gaga Wahnsinns unterwegs war, um unsere aller Seelenheil vor der allgegenwärtigen Omnipräsenz der Diskriminierung zu verteidigen?

  2. Das Schlimmste was eine Firma tun kann ist einen Rückzieher zu machen und sich zu entschuldigen. Es geht aber noch extremer. Cyberpunk 2077, sag ich nur. Der Inklusion wegen die Geschlechter komplett abzuschaffen ist schon ein radikaler Schritt, nachdem frau so lange darauf warten musste einen Weiblichen Charakter in Spielen zu kreieren.
    Naja… dass die SJW auf alles gehen sah man schon lange. Aber man sah auch, dass sie nie zufrieden sein werden. Dior ist lediglich vor ihnen eingeknickt, aber sie werden es Dior nicht verzeihen. Macht nichts, denn Diors Kundenstamm ist ein anderer.

  3. So lange die Kunden Dior & Co für dieses einknicken vor Moralfaschisten nicht die rote Karte zeigen, so lange wird sich auch nichts ändern. Große Firmen haben nun einmal Angst vor einer handvoll Radikaler, statt an die normal denkende Masse zu denken.

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