Asylindustrie: Mit Scheinehen-Vermittlung fast eine halbe Million ergaunert

Hochzeit (Bild: shutterstock.com/Von Ivan Galashchuk)
Hochzeit (Bild: shutterstock.com/Von Ivan Galashchuk)

Baden-Württemberg/Frankfurt – Am Landgericht Frankfurt standen am Dienstag drei Männern und einer Frau vor dem Richter. Ihnen wird vorgeworfen, im großen Stil Scheinehen zu dem Zweck, Aufenthalts- und Freizügigkeits-Bescheinigungen illegal zu erhalten, arrangiert zu haben. Insgesamt soll sich das Quartett fast eine halbe Million Euro so ergaunert haben. 

Ende Juli 2018 wurde in vier Bundesländern 19 Wohnungen und Gewerbeobjekte durchsucht. Die Ermittlungen richteten sich gegen eine Gruppe aus Frankfurt, die Scheinehen für chinesische Staatsbürger vermittelt haben soll. Ziel sei gewesen, ein Aufenthaltsrecht für die EU zu erlangen, erklärte die Bundespolizei damals. Aufgefunden wurden laut übereinstimmender Medienbericht Heiratsurkunden, erschlichene EU-Aufenthaltspapiere, Bargeld, eine Vielzahl von Luxusartikeln sowie eine Handfeuerwaffe.

Am Dienstag standen nun ein Jahr nach den Ermittlungsarbeiten drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 30 und 42 Jahren in Frankfurt vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, in rund 37 Fällen Schein-Ehen für illegale Aufenthalts- und Freizügigkeits-Bescheinigungen arrangiert zu haben. Seit 2015  kassierten sie dafür von Nicht-EU-Bürgern rund 434.000 Euro laut Tag24. Insgesamt seien 21 Fortsetzungs-Termine für den Prozess vor dem Frankfurter Landgericht eingeplant. (SB)

Loading...

2 Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.