Hundertfünfzig IS-Terroristen kommen aus Hessen – einige sind schon wieder hier

Foto: Von Getmilitaryphotos / Shutterstock

Frankfurt/Main – Nach der Rückholaktion von IS-Kindern, unter denen sich auch ein Kind aus Hessen befindet, hat Innenmister Beuth in einer Zwischenbilanz die neusten Zahlen in Sachen IS-Terrormiliz veröffentlicht. Insgesamt wären 150 Hessen in das IS-Kalifat ausgereist. 40 sind angeblich bei Kämpfen ums Leben gekommen.

„Unser Ziel ist es, jeden Syrienreisenden, der auf der Seite des IS gekämpft, hat hinter Gitter zu bekommen. Infrage kommen Anklagen wegen staatsgefährdender Gewalttaten oder wegen Anschluss an eine terroristische Vereinigung.“  Dies sagte Hessens Innenmister Peter Beuth im Rahmen eines längeren Interviews mit der Frankfurter Neuen Presse. Das gleiche gelte auch für IS-Frauen, denen man nachweisen kann, dass sie an Kriegsverbrechen beteiligt haben oder zum Beispiel Anschläge geplant haben. Sie müssen „die Härte des Rechtsstaats spüren.“

Für die anderen gelte laut Beuth „unser geknüpftes Netz aus Sicherheits- und Sozialbehörden sowie zivilgesellschaftlichen Partner.“

Das hinter solchen hehren Worten nicht allzu viel steckt, beweist das milde Urteil gegen die IS-Rückkehrerin Sabine S., dass besonders beim Zentralrat der Jesiden auf Unverständnis und Kritik stieß. In diesem Sinne war der IS-Terror, dessen Auswirkungen auf IS-Kinder Beuth mit den üblichen kuschelpädagogischen Maßnahmen bekämpfen will, nur eine kleine Fußnote im Interview: „Jugendämter, Sozialdienste, Polizei, Verfassungsschutz: Alle arbeiten zusammen und haben das Kindeswohl im Blick,“ heißt es zum Thema „Rückkehrkoordinierung“. Und natürlich müssen die Fälle „ganzheitlich“ betreut werden. Der größte Teil des Interviews dreht sich vor allem um das Thema „Gefahr von rechts“.

Richtige Härte will Beuth in der Sache der nach rechts abgedrifteten Polizisten zeigen, wenn er über deren Frust folgendes zum besten gibt: „Natürlich sind die Erlebnisse der Kollegen an manchen Stellen frustrierend. Aber das kann niemals Entschuldigung dafür sein, den Boden des Rechtsstaates und der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu verlassen.“ Am Ende habe der Richter das letzte Wort und nicht der Polizeibeamte, der einen vermeintlichen Täter festgenommen hat. Das müssten die Kollegen akzeptieren. So wären die Regeln. Beuth muss es wissen, denn er ist wie viele Spitzenpolitiker in Hessen selbst Jurist. (KL)

 

 

 

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4 Kommentare

    • Die Hessen haben ihren Beuth , wir in NRW haben diesen Innenmini Reul , so hat jedes Bundesland sein Knacken und über Allen schwebt der Geist des Herrn : Seehofer. WAS will man mit SOLCHEN Leuten verändern?

  1. „…….. und sie lebten friedlich bis an ihr Lebensende.“ so könnte ein Tweet von dem kleinen Heiko oder dieser Frau heißen deren Namen dem Wort schäbig ähnelt (als hätte sich Allah was dabei gedacht)

  2. Eine Frage zu der Rückholung der IS Kinder: Das Begleitpersonal, bleibt das jetzt im Zuge der Familienzusammenführung hier und dürfen die auch ihre Waffen mitnehmen?

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