Zyperns Innenminister bittet um Hilfe: Die Insel wird von Migranten überrannt

Migranten auf ihrem Weg nach Deutschland (Bild: shutterstock.com/Von Fishman64)

Zypern – Die Urlaubsinsel im Mittelmeer sendet einen Hilferuf an die EU und bittet um unverzügliche Hilfe. Die Insel wird von illegalen Einwanderern geradezu überrannt. 

Zyperns Innenminister Constantinos Petrides habe bereits vor ein paar Wochen an die EU-Kommission, an Deutschland und an andere EU-Staaten, einen Hilferuf übersandt. Die Mittelmeerinsel sei überfordert von der Vielzahl ankommender Migranten. Bis Mitte Mai seien mehr als 2750 Migranten gezählt worden, die unerlaubt in die Republik Zypern kamen. 5000 Menschen sollten andere Staaten dem Land im östlichen Mittelmeer doch bitte abnehmen, so der dringende Aufruf laut der Welt. „Wir haben unsere Grenze erreicht. So kann es nicht weitergehen“, heißt es aus dem zyprischen Innenministerium, das die Türkei für die massive Zunahme an Asylbewerbern verantwortlich macht.

Der Großteil der Asylsuchenden komme per Schiff oder Flugzeug aus der Türkei über den türkischen Norden der Insel. „Die Türkei lehnt es systematisch ab, mit den zuständigen Behörden der Republik (Zypern) zusammenzuarbeiten“, heißt es im betreffenden Hilfeschreiben. Wie jouwatch berichtete, erhob das zyprische Innenministerium bereits Ende Juni schwere Anschuldigungen gegen die Türkei. Sie soll maßgeblich daran beteiligt sein, Migranten nach nach Nordzypern zu schafft und von dort weiter nach Kontinentaleuropa verbringt. Zudem entdecken die zyprischen Behörden fast täglich Illegale, die direkt aus Syrien oder dem Libanon übersetzen.

Falls Zypern nicht geholfen werde, könne es eine ähnliche Entwicklung wie in Italien geben. „EU-feindliche Kräfte“ könnten stärker werden – und die gesamte Staatengemeinschaft schwächen, so die populistische Ansage.

Wie jouwatch berichtete, hat auch Griechenland mit der massiven Zunahme von illegalen Migranten zu kämpfen. Über 5.600 Menschen sind allein im Juli unerlaubt über die Grenze der Türkei nach Griechenland und damit nach Europa mit Ziel Deutschland eingewandert. Tendenz: stark steigend. (SB)

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7 Kommentare

  1. Die Lage solcher Länder wie Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, besonders der Insel Zypern ist besonders schwer. Sie sind weit geöffneten Tore nach Europa. Da sollen die Wehrmächte von der ganzen EU zusammenarbeiten, um diese lange Grenze zu schliessen. Bei Zypern steht´s noch schlimmer – die Insel besteht aus zwei Teilen, ein Teil gehört dem Griechenland, der zweite – der Türkei. Diese zwei Teile sind mit Hilfe von einer Wand getrennt, aber sie wird nicht bewacht. Die Illegalen kommen sehr leicht vom türkischen Zypern ins griechische.

  2. Und wer hilft uns in Deutschland? Fühlt euch beschenkt, denn es ist wertvoller als Gold: Das sagen die Politiker und die haben ja immer recht. Zumindest alle Politiker von der deutschen einheitlichen Altpartei.

  3. Die Türken türken halt. Haben sie schon immer gemacht.

    Zypern: Asylforderer inhaftieren und abschieben anstatt zu jammern. Holt Euch Rat bei Salvini und der australischen Regierung. Die wissen, wie man sich vor illegalen Invasoren schützt.

  4. Das haben die Singvögelfresser verdient,besser wäre noch eine Inselübernahme durch die Invasoren.

  5. Immer schön mit diesen EU Systemlingen einer Meinung sein,aber dann über die massiven Probleme die dieser Versager Haufen zu verantworten hat beschweren.Wenn die Touristen weg bleiben,gerade wegen dieses Klientels kommt das große Jammern ,aber gleichzeitig über „populistische“ Parteien,die das ganz genau vorhergesagt haben, stänkern.

  6. Man liest da mehrfach „unerlaubt“, „illegal“. Die kommen hauptsächlich aus der Türkei, richtig? Hat der Recep jetzt keine Lust mehr, auf die aufzupassen? Hat seine Logenschwester Angela grad Schwierigkeiten mit dem Kleingeld für die Aufpasserdienste? Muss der Migrationspakt etwas schneller umgesetzt werden, aber nicht vor den Landtagswahlen? Fragen über Fragen …

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