Werte-Union: Freund, Feind oder doch nur Opportunist?

Martin E. Renner für P.I.NEWS

Anhänger der Werteunion, einer konservativen Gruppierung der CDU/CSU, stehen mit Fahnen in der hinteren Reihe einer Gedenkveranstaltung der CDU am 58. Jahrestag des Mauerbaus an der Glienicker Brücke in Potsdam, 13. August 2019. (Foto: Imago)

Nicht zuletzt seit dem öffentlichen Beitritt von Herrn Maaßen, vor allem aber und insbesondere durch seine Auftritte im sächsischen Wahlkampf erfährt die Werte-Union einige öffentliche Aufmerksamkeit. Die Medien berichten einhellig darüber, dass die Mitgliederzahlen ganz exorbitant nach oben gehen würden.

Auch unter AfD-Anhängern ernten die klaren Aussagen zur „Flüchtlingskrise“ und die deutliche Kritik gegenüber dem weiter anhaltenden strammen Linkskurs der Merkel-CDU und ihrer stets gefälligen Postenbesetzerriege einiges an Zustimmung. Und das ist wohl offenkundig und überhaupt das Ziel der Werte-Union und ihrer exponierten Vertreter.

Bereits im April des vergangenen Jahres veröffentlichte die Werte-Union ihr „Konservatives Manifest“. Die gewaltigen Schnittmengen mit dem noch ziemlich kargen 2013er Wahlprogramm der AfD und unserem in Stuttgart im Jahre 2015 beschlossenen Grundsatzprogramm springen unvermittelt ins Auge. Ohne hier ins Detail gehen zu wollen: Es gibt in diesem Manifest der sich an „Werte erinnernden CDU-Teilmenge“ nahezu keinen Punkt, dem man als überzeugter AfD-Wähler nicht guten Gewissens und mit Überzeugung teilen könnte.

Das macht die Werte-Union natürlich auch für die Mitglieder und die Wähler der „Alternative für Deutschland“ ungemein sympathisch. Auf den ersten Blick. Aber spätestens beim zweiten Blick entstehen Fragen, die dann doch jedermann aufhorchen lassen müsste.

Da wäre die Frage nach der späten Erkenntnis. Warum bemerken die Werte-Unionisten erst jetzt die gigantischen Probleme, die eklatanten Fehlentscheidungen, die schleichende Unterhöhlung unserer Demokratie an vielen Orten, die sich unter Merkels quasi-feudalistischer Herrschaft gar nicht mehr alle aufzählen lassen?

Wurde die CDU verändert oder hat sich die CDU selbst aktiv verändert?

Wenn der Vorsitzende der Werte-Union, Alexander Mitsch, in einer NTV-Talkshow also zurecht moniert, dass Frau Merkel „die Partei in den letzten 10, 15 Jahren extrem verändert“ habe, so muss er sich die Gegenfrage gefallen lassen, warum er selbst und warum die Mitglieder der Werte-Union, die ja häufig genug auch Funktionsträger der CDU sind, dies alles und im gleichen Zeitraum haben geschehen lassen? Hat also Frau Merkel tatsächlich „die Partei von Helmut Kohl ganz stark umgedreht“ (Alexander Mitsch) oder hat sich die CDU selbst aktiv verändert?

Wir erinnern uns: Ovationen, Ovationen, Ovationen.

Im Jahr 2012 satte acht Minuten stehende Ovationen bei Merkels Wiederwahl zur Parteivorsitzenden. Im Jahr 2014 dann zehn Minuten stehende Ovationen und rauschartige Anfälle einiger Beteiligter. Im Jahr 2015 trotz vereinzelter Kritik an ihrer Asylpolitik, die ja gar keine Asylpolitik, sondern in Wirklichkeit vollzogener und wiederholter Rechtsbruch darstellt, immer noch neun Minuten enthusiasmierter Beifall. Im Jahr 2016 wiederum elf Minuten nach ihrer mehr als öden Parteitagsrede. Und jüngst, im Dezember 2018, immerhin noch neun Minuten Beifall und „herzzerreißende“ Szenen bei ihrer Abschiedsrede als Parteivorsitzende.

Wo war denn da die Werte-Union? Liegen die Positionen, die Herr Mitsch und der Herr Maaßen gerne von ihrer Partei vertreten sähen, tatsächlich noch „in der DNA der Partei“ – oder haben dies Herren schlichtweg verpasst, dass diese ursprüngliche „DNA“ bereits nachhaltig entartet, pardon, degeneriert ist? Dass aus der „CDU“ das „Christliche“ systematisch ausgemerzt, pardon, ausgemerkelt wurde und dafür einem phantastischen Werteuniversalismus, der selbstverständlich einen hohen Islamkoeffizienten enthalten muss und darf, Platz gemacht hat. Dass, der zweite Buchstabe „D“, der einstmals das „Demokratische“ verdeutlichte, nunmehr glatt ebenfalls eliminiert werden könnte.

Die neue „Union“ als Nachfolger der „SED“

Man darf mit Fug und Recht erwarten, dass die ehemalige „CDU“ zukünftig nur noch als „U“ – für „Union“ – auftritt. Der Markenname „Union“ wäre aus kommunikationsstrategischer Sicht sogar erstklassig geeignet, da die Vereinnahmung aller anderen Parteien inklusive ihrer politischen Positionen – außer der AfD – ja in Wirklichkeit nichts anderes darstellt, als die „Unionisierung“, die „Vereinigung“ aller Parteien. Die neue „Union“ als legitimer, nein, besser, nicht legitimer Nachfolger der einstmals so hoch gepriesenen „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“.

Ist den beiden Herren entgangen, dass die meisten ursprünglichen und grundständigen Positionen eben nicht mehr vertreten werden, nicht mehr vertreten werden sollen? Immerhin konstatieren beide Herren ja erneut und völlig zutreffend, dass „die Partei (CDU) in den letzten Jahren so weit nach links abgerutscht (ist), dass viele Konservative und Wirtschaftsliberale ihre Heimat verloren haben.“

Richtig – und viele der Genannten haben bereits eine neue Heimat gefunden: Die Alternative für Deutschland. Und nun sollte man eigentlich meinen, dass die Werte-Union und die AfD einander nicht nur aufgrund der enormen programmatischen Schnittmengen freundschaftlich zugeneigt seien. Nein, man müsste bereits aufgrund der unübersehbaren politischen Nähe, aufgrund der nahezu identischen Forderungen eigentlich in gemeinsamer Beratung an einem Tisch sitzen.

Wenn zwei das gleiche sagen, ist es noch lange nicht dasselbe.

Eine alte römische Weisheit besagt: “Quod licet Iovi, non licet bovi“. Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht gestattet. Es ist nämlich keineswegs der Fall, dass man sich zusammensetzt und berät, obwohl die Analyse des Politischen und die Folgerungen für die Zukunft nahezu identisch sind. Sowohl Herr Maaßen, als auch Herr Mitsch sind im Gegenteil stets bemüht, jedweder Spekulation in diesem Zusammenhang vorzubeugen: „Es gibt zwei Punkte“, so Alexander Mitsch in besagtem Talk-Format, „die wir auf keinen Fall diskutieren können – das ist eine Koalition mit der AfD (…). Das darf nicht passieren.“

Nein, meine Herren, es geht nicht um potentielle Koalitionen. Es geht um gleiche Analysenergebnisse und um identische Folgenvermutungen. Und, was passt, muss nicht unpassend gemacht werden, es sei denn, es geht um gänzlich anderes.

Wie passt das alles zusammen?

Einen Hinweis finden wir in einem Interview der Jungen Freiheit mit Herrn Maaßen: „Derzeit kommt die AfD als Koalitionspartner nicht in Frage. Dazu ist ihr Problem mit ‚Spinnern‘ und Radikalen zu groß. Es hängt also davon ab, ob sie das in den Griff bekommt.“

Lassen wir das einmal so stehen und fragen uns nicht, welche Partei in Qualität und Quantität die gefährlicheren „Spinner“ beherbergt. Fragen wir uns einfach: Welche Partei in Person und Programm zu ihrem Namen steht. Die „Alternative für Deutschland“, die dringend alternative Programm-und Politikansätze in Deutschland für notwendig erachtet. Oder, eine „CDU“, die zur „U“ entartet ist (siehe oben) und sich keinem ihrer ursprünglichen Programm- und Politikansätzen mehr verpflichtet fühlt.

Noch einmal die Frage: Wie passt das zusammen?

Aus unserer Sicht ist ein Detail beim Blick auf die Werte-Union besonders bitter-amüsant: Dass sie – quasi in unserem Kielwasser – von den gleichen links-irrationalen Kanonenbooten des gesamten polit-medialen Establishment unter Feuer genommen wird. Inklusive eines erheblichen Eigenbeschusses („friendly fire“) aus der eigenen „U“-Partei. Und zwar mit exakt der gleichen, links-ideologisch-kulturmarxistisch aufgeladenen Munition namens „Nazi-Keule“.

Gerade in Äußerungen von Herrn Maaßen findet man dabei sehr häufig deutliche Hinweise auf das zunehmend totalitäre Vorgehen unseres Regierungsapparates und seiner abhängigen Organe und Institutionen. Ganz offen spricht Herr Maaßen von „einer fortschreitenden Erosion der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhaltes.“

Pikanterweise, so darf oder muss man es in diesem Zusammenhang wohl nennen, schildert er sehr deutlich den heute vorherrschenden Opportunismus im politischen Betrieb. Namentlich die ausschließliche, explizite Ausrichtung auf das Gewinnen der nächsten Wahlen. Dies möglichst auch dadurch, dass man dem politischen Gegner durch Übernahme seiner Positionen möglichst viele Wähler „abluchsen“ will.

Den Wohnungszugang reinigen, bewahrt die Wohnung vor Schmutz

Vermutlich möchte Herr Maaßen dies als „Fegen vor der eigenen Haustür“ verstanden wissen – denn dort passt dieser Vorwurf hin, wie bei keiner anderen Partei sonst. Immerhin schildert Herr Maaßen freimütig, wohin uns Deutsche dieser Verrat an den eigenen Werten durch die Merkel-Entourage geführt hat: „… dass Demokratie und Gesellschaft vor einer tiefen Krise stehen, die fatale Folgen haben wird…“.

Halten wir fest: Die Werte-Union stimmt mit der Analyse des Zustandes unserer Demokratie weitestgehend überein. Sie erkennt offenkundig richtig – auch wenn es aus Pietätsgründen so nicht ausgesprochen wird – dass der „eigene „U“-Laden“ maßgeblich (mit-)verantwortlich ist. Sie stellt die richtigen Forderungen, die mit dem AfD-Programm weitestgehend deckungsgleich sind. Und ihr widerfahren die gleichen Versuche, per Verortung im politischen Rechtsaußen politisch und gesellschaftlich geächtet, tabuisiert und somit aus dem öffentlichen Diskurs verbannt zu werden.

Und immer wieder die Fratze des opportunistischen Ungeistes

Und jetzt schießt sie sich ins eigene Bein – grenzt sich von der AfD im Duktus Franz Josef Strauss´ ab: „Rechts von CDU/CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben.“ Herr Maaßen möchte die AfD vor dem Hintergrund dieses altbekannten Anspruches „überflüssig machen“.

Spätestens an dieser Stelle muss der politisch gesunde Menschenverstand die Alarmsirenen aktivieren. Trotz aller etwaigen Sympathien stellt sich jetzt nur eine einzige, nämlich die finale Frage.

Wen möchte die Werte-Union eigentlich „retten“? Unsere Demokratie, unser Land, unsere Zukunft – oder doch nur die eigene Partei? Inklusive der eigenen „Regierungsfähigkeit“, die Herr Mitsch in zutreffender Weise bereits in akuter Gefahr sieht?

Meine Antwort, ist die eines unbestechlichen und politischen Denkers:
Für beide Zielfelder der Werte-„U“ bleibt angesichts der Verwüstungen in unserem Land, mit unserer Kultur, mit unserem verlierbaren Wohlstand keine Zeit mehr

Entscheidet Euch.

Das schrieb Friedhelm Bestek heute: „Werte Werteunion! Wie absurd und kafkaesk ist eine Parteiformation, die, wenn sie nicht blöd sein will, gemäß ihrer Raison d’être geschlossen eine andere Partei wählen muß?!“

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28 Kommentare

  1. Ich bleibe bei meiner Sicht.

    Die WerteUnion ist und bleibt ein opportunistischer, wenn
    auch separierter „Haufen“!
    Da stht CDU drauf und da ist auch Merkel/ CDU drin.
    A. Mitsch, Bosbach und Maaßen sind die bekannten Gesichter dieser ‚
    ‚Rückgratlosen‘ Parteisoldaten.

    Sie werden beim nächsten Auftritt ihrer „Führerin“ deren Auswürfe
    wieder mit ’stehenden‘ Ovationen honorieren!

    Wenn sie auch nicht viel können, einen hinter die Fichte führen gehört mit
    zu ihren grossen Talenten!

    Für diese Bosbachs & Maaßen’s habe ich nur Verachtung übrig!

  2. Danke,Herr Renner,genau die Fragen stelle ich mir auch.
    Ich vermute eher einen Stimmenfang unter dem Deckmantel der innerparteilichen Mini-Revolution.
    AfD-Wähler sollten auf keinen Fall darauf hereinfallen.

  3. was will Maaßen und Co. eigentlich in der „Werte-Union“ erreichen ? So eine Art Rehabilitation ? Daraus wird nichts werden. Letztlich unterstützen sie doch als Außenfiliale diesen Sauhaufen CSU in dem sie versucht „konservative“ Wähler zurück zur CDU zu gewinnen.

  4. Die WerteUnion geht mit den WerbeSlogan von anno 2000 für die CDU in den Wahlkampf. Da ist die Verpackung wichtiger als der Inhalt. Ich möchte ALDI am anderen Tag sehen, wenn in der Verpackung ein anderes Produkt ist, als auf der Verpackung angegeben. Da kann das Personal das Einräumen vergessen. Aber so tritt die WerteUnion auf. Mit einer Verpackung von 2000 mit der Merkel-CDU als Inhalt. Wer CDU wählt, wählt Merkel. WerteUnion hin oder her. Für mich ist die CDU gestorben, sie kriegt nie mehr eine Stimme von mir. Ich erinnere mich an meinen Vater, der schon 1970 sagte, dies ist nicht die Union von vor 1960.

  5. Von einem Herrn Maaßen hätte ich konsequentere Entscheidungen erwartet. So ist er mit seinem traurigen Haufen nur ein Spalter.

  6. Werte Union!

    Eure Viel-zu-spät-Erkenntnis in eurem gleichnamigen Unterclub ist nur ein billiger Abklatsch des einzigen und konkret die Dinge beim Namen nennenden Originals,
    und der fängt garantiert nicht mit C an.
    Da werden also keine wissenden AfD-Wähler/Mitglieder zu eurem Abwerbe-Verein wechseln.
    Und falls doch, dann sind wir den unnützen Ballast los.

    Gruß aus Dresden ihr Nasen

  7. Das schrieb Friedhelm Bestek heute: „Werte Werteunion! Wie absurd und kafkaesk ist eine Parteiformation, die, wenn sie nicht blöd sein will, gemäß ihrer Raison d’être geschlossen eine andere Partei wählen muß?!“
    Gar nicht kafkaesk. Die Werteunion vertritt bloss, was die Blutraute vor 14 Jahren selbst gesagt hat.
    Wenn in einen Angelverein immer mehr Briefmarkensammler eintreten, gehts nicht mehr um die Fische.

  8. In dem von Martin Renner hier erwähnten KONSERVATIVEN MANIFEST der Werteunion wird die Erwartung gehegt, daß die in D lebenden Muslime sich nicht nur integrieren, sondern sogar assimilieren (also genau das tun, was ihnen nicht nur Erdogan verboten hat, sondern ihnen auch der Koran verbietet)

    Als ob das bloße Hegen einer Erwartung

    etwas mit konkret aufgezeigten politischen Maßnahmen zu tun hätte !!!

    Die Werteunion präsentiert sich wie ein kleines Kind, das die Erwartung hegt, daß Löwen seinetwegen nur mehr Gras fressen.

  9. Mich interessiert eigentlich nur noch das pure Ergebnis der AfD. Es werden Koalitionen gebildet werden gegen die Gewinnerpartei wie in Bremen und ähnlich in Görlitz und man fragt sich, ob sowas noch demokratisch ist?
    Ja, ist es wohl. Aber eine Frage bleibt: Wie kann es den Altparteien erlaubt sein, die AfD ständig als undemokratisch (mittlerweile wird sie in dieser Hysterie mit dem 3. Reich assoziiert) darzustellen? Ich weiß, dass das ÖR-TV Panik haben darf.
    Will damit sagen: Es gibt nur die AfD, der Rest ist zu vernachlässigen …..

  10. Ist eigentlich nicht verblüffend. Erfolgreiches „Wirken“ bzw. erfolgreiche Wählermanipulation durch die „Werteunion“ bringt das große Ziel näher: eine schwarz-grüne Koalition. Von daher lässt man die „Werte-Union“ weitgehend in Ruhe.

  11. Die „Werte-Union“ ist die Leimrute der CDU für noch unentschlossene Wähler oder jene, denen die AfD zu „bähbäh“ ist.
    Die CDU kann mit der „Werte-Union“ gut leben. Zu melden haben die Kasper intern nichts, haben keine Mehrheit nirgendwo. Mit den braven Pseudo-Wadlbeissern kann Merkel & Co. gut leben.
    Also: Finger weg von der sog. „Werte-Union“.

  12. Maaßen und die Anderen der „Werteunion“ haben die letzten 15 Jahre nicht geschlafen. Sondern mitgemacht, obwohl sie wußten, wie die Konsequenzen sein werden. Sie haben es so weit kommen lassen. Und nun Wahlkampf im Osten für die CDU machen, oh wie absehbar, daß da nur „am rechten Rand“ abgefischt werden soll, um die AfD zu schwächen.

  13. Da gründet sich die CDU in ihrem Inneren eine „AfD light“, und wer soll das glauben??
    Wer diese Werte in den letzten Jahren ehrlich vertrat, hat bereits das Parteibuch gewechselt.

    • Eher CDU „heavy“ , denn „light“ ist ja längst bei Merkel. Aber Spass weg, da ist auch nichts niemals mehr spaßig, die CDU ist unwählbar geworden.
      Wieso haben nur so wenige auf das „Fähnchenwegwerfen“ reagiert? Weil ES es sich schon damals erlauben durfte, schon damals war das Staats-TV mit ES völlig auf einer Linie.

    • diese „Werte-Union“ ist ähnlich der CSU auch nur eine „Merkel-Außenfiliale“ und hilft letztlich nur diesem Sauhaufen CDU am Ruder zu bleiben.

  14. Eine fulminante Nebelgranate nach österreichischem Vorbild. Hier geht Kurz, der erst die FPÖ aus der Regierung schoss und sich dann zum Opfer stilisierte, was ihm keiner mehr glaubt, der das Machtkalkül dahinter verstanden hat, plötzlich mit den Parolen der FPÖ hausieren, um deren Stimmen abzugreifen. Besser als eine Koalition mit einer Partei, die ja Forderungen stellen könnte, ist es, sich gleich von deren Wählern wählen zu lassen und eine Alleinregierung aufzubauen – dann kann man „demokratisch legitimiert“ seine Parolen vergessen und machen, was man will…

  15. Die Altparteien wollen ja immer nur „den Eindruck vermitteln, dass…“
    Genau wie mit der Werteunion, damit soll der Eindruck vermittelt werden, dass auch andere Meinungen in der C*DU vertreten sind. Aber es ist nur eine winzige Splittergruppe, die wird gar nichts ändern und es wird mit der C*DU weitergehen wie bisher:
    ohne Lösung selbstverursachter Probleme, mit Stillstand und Realitätsverweigerung und Repressionen.

  16. Es sind Wahlen – das sollte doch alles erklären, oder?

    Mit der WerteUnion wird es keine Änderung der CDU-Migrationspolitik geben – die gab es ja mit ihr auch vorher schon nicht. Warum sollte das plötzlich jetzt anders werden? Gibt keinen Grund dafür.

    Die WerteUnion soll einfach nur der AfD Stimmen abjagen, das ist schon alles.

    Wer wirklich eine Änderung will, darf die CDU nicht wählen. Wer es dennoch tut, läßt sich nur verar…en.

    • Sehe ich exakt genauso. Maaßen macht Wahlkampf für eine CDU, die in Sachsen mit den Grünen koalieren will.

    • „Maaßen macht Wahlkampf für eine CDU, die in Sachsen mit den Grünen koalieren will.“

      Ja, das ist schon lustig. 😉

      Ich vermute aber, daß die CDU-Umfrageerfolge in Sachsen weniger mit Maaßen, sondern mit Kretschmer zu tun haben. Der soll sich da richtig ins Zeug legen, so kommt das jedenfalls hier bei mir an.

    • Ja, das ist so ein Beispiel. Auch wenn Sie das vielleicht nicht glauben mögen: Dieses Video wird Kretschmer auch Sympathien bringen.

      Denn der Bürger hat einen Riesenfehler gemacht. Er hat Kretschmer zugetextet – statt ihn zu fragen und ihn dann auch antworten zu lassen. Er hat ihm Muskelkater aufs Ohr gelabert!

      Er hätte ihn einfach fragen sollen a la „Ist Ihnen bekannt, daß in Zwickau(?) Rechtskraftvermerke überklebt werden?

      Kretschmer: Nein. (dem Video nach zu urteilen hätte das seine Antwort sein müssen).

      Sind Sie Mitglied bei Scientology?
      Kretschmer: …..

      Sowas in der Art. Die Wirkung wäre eine erheblich andere. So aber steht dieser Bürger jetzt bei vielen Leuten als Querulant, Sonderling, oder sonstwie negativ konnotiert da, der unfähig ist, einen Politiker mit einem Anliegen zu konfrontieren. Selbst wenn an seinen Vorwürfen was dran ist (was ich nicht beurteilen kann).

      Die Wirkung dieses Videos wird m.E. in hohem Maße davon abhängen, was von den Vorwürfen in der regionalen Öffentlichkeit vor Ort bereits bekannt ist.

  17. Nach den Ostwahlen wird keiner mehr über die Werteunion reden, dann leben AKK und die 99 % der CDU wieder auf.

  18. Das ist ganz einfach zu erklären, hier wird der Wahlsieg der CDU produziert, schlimm aber einfach zu machen. Eine Änderung der Politik ist damit aber nicht absehbar.

  19. Ein Löwe und eine Qualle haben die gleichen Ansichten. Was ist der Unterschied?
    Der Löwe hat ein Rückgrat.

  20. Maaßen und die Anderen der „Werteunion“ haben die letzten 15 Jahre nicht geschlafen. Sondern mitgemacht, obwohl sie wußten, wie die Konsequenzen sein werden. Sie haben es so weit kommen lassen. Und nun Wahlkampf im Osten für die CDU machen, oh wie absehbar, daß da nur „am rechten Rand“ abgefischt werden soll, um die AfD zu schwächen.

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