Merz teilt aus: Gegen Maaßen und die AfD

Foto: Friedrich Merz (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Es bleibt weiterhin ziemlich unruhig in der ehemaligen Volkspartei CDU. Zu jedem Thema reißt irgendjemand seine Klappe auf. In diesem Fall outet sich Friedrich Merz allerdings als Anhänger des Linkskurses: Der CDU-Wirtschaftspolitiker hat dem früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen destruktives Verhalten vorgeworfen. „Er beschreibt die Lage in düsteren Farben und gibt doch kaum Antworten auf die Fragen, die sich damit verbinde“, sagte Merz den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Maaßen kritisiere „lautstark eine Bundesregierung, deren Staatssekretär er vor gerade einmal einem Jahr noch werden wollte“, so der CDU-Politiker weiter.

Gleichzeitig müsse aber die CDU diskussionsbereiter werden. „Die CDU muss wieder lernen, abweichende Meinungen vom Mainstream auszuhalten und über die großen Themen unserer Zeit auch kontrovers zu diskutieren, über die Eurorettung und die Flüchtlingspolitik genauso wie über ökologische Themen“, sagte Merz. Mit der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hätten sich die Diskussionsräume in der CDU allerdings bereits wieder vergrößert.

„Die neue Vorsitzende akzeptiert, dass die Partei sich nicht weiter auf eine reine Regierungsfunktionspartei verengen lassen darf“, so der CDU-Wirtschaftspolitiker. Er bemängelte, die CDU habe ihren konservativen Flügel vernachlässigt. „Die CDU hat die Wertkonservativen zum großen Teil aufgegeben. Viele von denen sagen: Nicht ich habe die CDU verlassen, sondern die CDU hat mich verlassen. Die Partei muss den Anspruch haben, diese Gruppe der Enttäuschten zurückzugewinnen.“ Auch er selber habe sich von der CDU verlassen gefühlt.

„Aber es bessert sich im Augenblick wieder“, sagte Merz. Eine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg lehnt er ab. „Es gibt einen klaren Beschluss, mit dieser Partei nicht zusammenzuarbeiten. Hinter diesem Beschluss steht die gesamte Union“, so der CDU-Politiker. Die CDU müsse sich aber mit der AfD auseinandersetzen. „Kontaktsperren und Sprechverbote helfen auch nicht weiter, sie nutzen im Gegenteil nur der AfD, weil ihre Thesen unwidersprochen bleiben“, sagte Merz den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Man solle die AfD „mehr in die Diskussionen um die Themen zwingen“. Ihr Menschenbild und ihr Bild von der Gesellschaft seien „mehr als fragwürdig, genauso wie ihre Haltung zu unseren internationalen Partnern und zur EU“, so der CDU-Wirtschaftspolitiker weiter.

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21 Kommentare

  1. Von Herrn Merz hätte man ja eigentlich mehr Intelligenz erwartet, aber die Realität belehrt einen doch immer wieder eines besseren. Der ist genauso dämlich wie AKK und zeigt dem Wahlvolk ganz offen, dass es völlig egal ist, ob nun er oder AKK die Führung in der CDU inne hat. Mit diesem unüberlegten Gesabbel tut er jedenfalls weder sich selbst, noch der CDU einen gefallen.

  2. Mir war Merz schon immer suspekt. Ich konnte den Hype um ihn nie verstehen. Was aber ebenso schlimm ist, dass Herr Maaßen nicht begreift, dass es in dieser CDU für ihn nichts zu holen gibt. Eine Partei kann man nicht von Innern her umkrempeln. Dass nun Maaßen sogar in Sachsen für die CDU Wahlkampf macht, enttäuscht mich doch ein wenig. Dass er die AfD als ein Feind betrachtet, noch mehr. Es ist das CDU-Programm, welches er als seinen Feind betrachtet. Maaßen, wie auch Merz sind Kinder der heutigen CDU und nichts anderes. Ein bisschen konservativ zu sein bedeutet nicht wirklich eine Umkehr.

    • „dass Herr Maaßen nicht begreift,“

      Er ist ausweislich Wikipedia als 16jähriger (!) in die CDU eingetreten. Sein widersprüchliches Verhalten (das sehe ich wie Sie) kann ich mir nur damit erklären, daß nach so einer langen Parteimitgliedschaft ganz schlicht die Fähigkeit zur Distanz und zur Neujustierung nicht mehr vorhanden ist.

  3. Liebe CDU-Mitglieder!

    Dieser Mann ist KEINE Alternative zu Frau Merkel: Er führt nur ihre Politik weiter fort.

    Massenmigration aber bedeutet die Explosion der Sozialkassen, höhere Steuern, Verschlechterung der Standortbedingungen (die eh nicht gut sind) – und natürlich eine massive Verschlechterung der Sicherheitslage.

    Sie bedeutet ferner den Import eines Arbeitslosenheeres sowie eines gandenlos größeren Konkurrenzkampfes um Niedrigstlöhne.

    Das ist nicht christlich – es heißt dort nicht: „Liebe Deinen Fernsten“. Sondern es heißt „Liebe Deinen Nächsten“.

    Es ist auch nicht demokratisch; vielmehr wird unsere Demokratie zunehmend ausgehöhlt und unterwandert – sie erodiert.

    Und es sind SOLCHE Leute, die den Spaltpilz in Ihre Union gebracht und ihn zum Wachsen gebracht haben.

    Überlegen Sie bitte genau, wem Sie am 1. September Ihre Stimme geben! Die CDU sollte es nicht mehr sein!

    • Ganz genau. Dies wird auch in der Apostelgeschichte präzisiert: mit unseren Nächsten ist unsere Gemeinde gemeint, und nicht irgendwelche weit entfernt Lebende.

  4. „Die CDU muss wieder lernen, abweichende Meinungen vom Mainstream
    auszuhalten und über die großen Themen unserer Zeit auch kontrovers zu
    diskutieren, über die Eurorettung und die Flüchtlingspolitik genauso wie
    über ökologische Themen“

    „Auch er selber habe sich von der CDU verlassen gefühlt.“

    Na also! Nichts anderes sagt Maaßen doch auch!

  5. Wer jetzt immer noch glaubt, der BlackRock-Transatlantiker Merz sei ein dem deutschen Volk wohlgesonnener Mensch, der wird es wohl NIE MEHR begreifen.

  6. „Er (Maaßen) beschreibt die Lage in düsteren Farben und gibt doch kaum Antworten auf die Fragen, die sich damit verbinde“ (Rechtschreibfehler übernommen).

    Dann müsste Merz mal zuhören (oder nachlesen). Im Gegensatz zu ihm, finden sich bei Herrn Maaßen sehr wohl Antworten auf das Desaster. Ein Grund für seine „Demission“…

  7. „„Er beschreibt die Lage in düsteren Farben und gibt doch kaum Antworten auf die Fragen, die sich damit verbinde“, sagte Merz.“

    Das ist nur ein dahingesagter Satz ohne Bedeutung! Jeder kann jede Diskussion damit beenden zu behaupten, sein Gegenüber hätte keine Antworten.

    Maaßen IST EINE EINZIGE ANTWORT, alles was er sagt, ist eine Antwort. Passt halt nicht zur linken Gesinnung. Das Problem: Auch mit Maaßen bleibt die CDU CDU, und ist damit unwählbar. Die AfD ist alternativlos.

  8. Maaßen beschreibe die Lage in düsteren
    Farben und gebe doch kaum Antworten auf die Fragen, die sich damit
    verbinden, so Merz.

    Als ob dieser Merz , der nicht im entferntesten begriffen hat, wie es um D steht,

    schon irgendwelche Antworten auf die Fragen präsentiert hätte, die sich damit verbinden.
    Der schwurbelt nur von Diskussionsräumen, die sich angeblich mit AKK aufgetan hätten.

  9. Die verfassungsfeindliche Union diskutiert intern, ob man ein paar Ewiggestrige, welche sich an die Verfassung halten wollen, aus der Partei werfen sollte.

    Wer die Altparteien wählt, ist Verfassungsfeind. Hallo, Verfassungsschutz. Wo seid Ihr ?
    Ach so, Ihr seid selbst Verfassungsfeinde. Alles klar.

  10. der merz brüll doch seit er wieder aus der versenkung hervor gekrochen ist.
    der soll sich mal schön bedeckt halten. erst die politik verlassen und nur schaden hinterlassen, schnell mal in die industrie gegangen, da ihn jetzt keiner mehr haben will wieder in die politk. deshalb wird in DE nichts mehr

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