Käßmann auf Wolke sieben: Deutsche Vertreterin von „Religions for Peace“

Margot Käßmann - Foto: Imago

Lindau – Bei einem Treffen von Vertretern aller sieben Weltreligionen und zahlreicher kleinerer Glaubensgemeinschaften, die sich zur Allianz „Religions for Peace“ (RfP) zusammengeschlossen haben, ist die evangelische Theologin Margot Käßmann in eine wichtige Position der Nichtregierungsorganisation gewählt worden. Sie vertritt laut Domradio künftig Deutschland in dem aus 80 Mitgliedern bestehenden „World Council“. Neue Generalsekretärin der illustren Gesellschaft wird die Vertreterin einer bekennenden Friedensreligion: Die Muslimin Azza Karam. Die UN-Funktionärin tritt die Nachfolge des katholischen Theologen William Vendley an, der gleichfalls für die UN und das US-Außenministerium arbeitete.

Mit dem scheinheiligen Satz, „kein Krieg dürfe mehr im Namen der Religion geführt werden“, hat am 20.August Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Konferenz der RFP in Lindau vor mehr als 900 Vertretern unterschiedlicher Religionen eröffnet. Einem Leser der christlichen Medienplattform Jesus.de fiel die Auslassung des Bundespräsidenten auf, im Namen welcher Religion zurzeit die meisten religiösen Konflikte angezettelt werden und welche Religion am meisten darunter leidet und im wahrsten Sinne des Wortes abgeschlachtet wird. Vielsagend stellte der Leser die Gretenchenfrage:

„Wird es auch einen deutlichen Hinweis auf die weltweite Verfolgung von Christen geben? Ja, dass durch Islamisten im Irak und anderen islamischen Ländern im Nahen Osten versucht wird, dem Christentum ein Ende zu bereiten?“

Noch heuchlereischer als das Statement des „Staatsoberhauptes“ fielen die Grußworte des Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Heinrich Bedford-Strohm aus, der angesichts der weltweiten Scharia doch tatsächlich schrieb „Religion solle die Menschen vor dem Hintergrund verbinden, dass Gott sie alle mit dem gleichen Wert versehen habe.“ Ein Satz der schon durch die Sure 4:34 in krasser Weise konterkariert wird und erst recht in der praktizierten Trennung von Muslimen und „Ungläubigen“.

Eine Vertreterin der angesprochenen Religion, Azza Karam, wurde dann auch prompt in Lindau zur Generalsekretärin gewählt. Die gebürtige Ägypterin Dr. Karam ist laut Domradio Professorin für Religion und Entwicklung an der Vrije Universiteit Amsterdam. Aufhorchen lässt, dass sie gleichzeitig für die UNO zu Fragen Religion, Entwicklung und Demokratie Konzepte erarbeitet. So war sie beim UN-Bevölkerungsfonds und für die UN-Arbeitsgruppe für Religion und Entwicklung im Einsatz. Auch kümmere sie sich nach Angaben von Domradio um Bildung im arabischen Raum und war Präsidentin des Komitees religiöser Nichtregierungsorganisationen bei den UN.

Gewolltes Komplettversagen der UN bei Christenverfolgungen?

Genau diese UNO wird hinter vorgehaltener Hand häufig dafür kritisiert, dass sie so gut wie gar nichts gegen die Verfolgung christlicher Minderheiten unternimmt und in Flüchtlingsfragen Muslime stets bevorzugt. Einer der wenigen Kronzeugen für diese islamhörige Politik der UN, ist der im gleichen Ressort beheimatete Tübinger Prof. Rainer Rothfuss. Er habe laut kath.ch bei einem Forschungsaufenthalt in Thailand beobachtet, dass christliche Flüchtlinge häufig «schlechtere Voraussetzungen» für eine Ausreise in sichere Drittstaaten hätten als etwa muslimische Flüchtlinge. So müssten aus Pakistan geflohene Christen in der Regel dort bis zu fünf Jahre auf einen Interviewtermin beim UNHCR warten. „Muslimische Flüchtlinge würden demgegenüber oft «viel schneller abgefertigt». Christliche Flüchtlinge würden im internationalen System eher benachteiligt. Es wäre in dieser Hinsicht interessant zu erfahren in wieweit sich Azza Karam zum Beispiel in ihrem Heimatland Ägypten für die benachteiligte und stellenweise sogar verfolgte koptische Minderheit eingesetzt hat.

Viel mehr zum „religiösen Frieden“ hat mutmaßlich ihr Vorgänger, der katholische Theologe Vendley, ebenfalls nicht ausgerichtet. Er war 25 Jahre lang RfP-Generalsekretär. Er wirkte unter anderem an Friedensbemühungen bei Konflikten in Bosnien-Herzegowina, Sierra Leone und dem Irak mit. Weiterhin arbeitete er laut Domradio für das US-Außenministerium und engagiert sich im Netzwerk „Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen. Bosnien ist inzwischen ein von Saudi-Arabien angeheizter Durchlauferhitzer für die Islamisierung des Balkans und darüber hinaus ein Rekrutierungsgebiet des IS. Im Irak wurden die christlichen Minderheiten so gut wie ausgerottet oder vertrieben. Rückkehrwillige Christen stehen ohnmächtig vor besetzten Häusern und enteignen Grundstücken. Um an das berüchtigte Konzil im benachbarten Konstanz im Jahre 1414 zu erinnern, hat der Künstler Peter Lenk die über 18 Tonnen schwere lüsterne päpstliche Mätresse „Imperia“ errichtet. Welche Statue wäre für das Verschweigen von 200 Millionen verfolgte Christen wohl angebracht? (KL)

 

 

 

 

 

 

 

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10 Kommentare

  1. Schon merkwürdig das diejenigen die Straftaten verüben hohe Posten bekommen können.
    Käse, Langard, Schäuble, Fischer usw. Sogar ein RAF Terrorist der nach 25 Jahren frei kommt bekommt eine Arbeitsstelle bei den Linken, natürlich bezahlt von uns Steuerzahler.

  2. Na ja, die Zusammensetzung der UNO jetzt und vor 15 Jahren hat sich auch stark verändert. Außerdem hat die Käse die Heiden vergessen. Die heidnischen Traditionen hat das Christentum ja entwendet, selbst den Weihnachtsbaum. Und es gibt noch sehr viele Heiden. Das Territorium hier ist auf heidnischem Boden.

  3. Jesus Christus hat nie etwas von Kardinälen oder Bischöffinen gesagt. Ist nur menschengemachter Humbug. Wir sollten deshalb nicht zuviel erwarten.

  4. … in Thailand beobachtet, dass christliche Flüchtlinge häufig «schlechtere Voraussetzungen» für eine Ausreise in sichere Drittstaaten hätten als etwa muslimische Flüchtlinge.
    ————————
    Verstehe ich diese Aussage dahingehend richtig, dass Thailand mögliche Asylantragssteller von der UNO betreut und finanziert bekommt und sie dann an Idioten-Staaten – vorzugsweise in Europa weiterreicht, anstatt sie für immer zu behalten?

  5. Theologen, die Religion verwursten, für „Weltfrieden“, „Klima“, – sind im Grunde im Diktum ihres eigenen Sprechs nur eines : toxisch ! Gift für die Religion, den Gottesdienst, die Menschen, die Welt!

    Und punktgenau sind wir da beim Problem deutscher „Kirchen“, der „Bergoglio-Church“ etc.! Daß im selben Tümpel die UN und die EU suhlen, heißt im Kern, daß das gesamte System renoviert werden muß. Trump macht da mit einigen politischen Führern einen Anfang.
    Im Grunde ist es einfach: Gelder streichen, trockenlegen, aushungern.

  6. Was können die weltweit verfolgten Christen schon machen, wenn ihnen das eigene Oberhaupt in den Rücken fällt ?
    Sie könnten geschlossen diese Kirche verlassen und damit zeigen, dass sie überflüssig geworden ist, wenn sie nichts für die Gerechtigkeit ihrer Glaubensklientel tut.
    Und die Kaiserin von Deutschland oder der Sonnenkönig schweigen auch dazu.
    Die westliche Wertegemeinschaft gibt ein blamables Bild ab und allen voran Merkel.
    Mich hat es gefreut, als Borris Johnson Merkel ihr ihren eigenen Satz um die Ohren gehauen hat :Wir schaffen das ! Er meinte allerdings den Brexit aber ich denke, der Satz hat gesessen.

    • Die Katholische KIrche ist nicht überflüssig geworden, sondern im Grunde würde sie heute mehr gebraucht als irgendwann! Aber die Bergoglio-church verdrängt die Eine Kirche Christi und dann stellt sich in der Tat die Frage, ob man als Katholik in der offiziellen Mitgliedschaft noch Teil der Kommunionsgemeinschaft mit Christus oder nicht schon eher Teil einer Gegen-Kommunionsgemeinschaft ist. Kurz: muß man nicht in der Gemeinschaft mit Christus GEGEN diese Bergoglio-church stehen?!

  7. Der wichtigste Goal dieser Welt-Religions-NGO ist geistige Versklavung, Wehrlos-Machung: Allen Schafen wird einheitlich eingeredet, dass alle gleich sind und man deshalb gefälligst auch die andere Wange hinzuhalten und sich für Mord und Totschlag zu bedanken habe. Aber die Verbrechen der Auserwählten, die ein ganz klein wenig „gleicher sind“ und die pausenlos dabei sind, im Namen ihres Fanatismus weiter zu morden, werden eisern verschwiegen und mit bleiernem Tabu bedeckt. Für eine solche Gutmenschen-Rolle passt das Käßmann-Geschöpf nahezu ideal.

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