Noch mehr korrupte Beamte

Ein Beamter bei der Arbeit (Symbolfoto: Von pathdoc/Shutterstock)

Berlin – Wir wissen alle: Die wenigsten werden überhaupt erwischt. Von daher ist diese Meldung mit Vorsicht zu genießen.

Die Zahl der Korruptionsfälle in den obersten Behörden ist leicht gestiegen. Laut neuem Korruptionsbericht des Bundesinnenministeriums, hat sich der Verdacht der Bestechung bzw. Bestechlichkeit im vergangenen Jahr gegen 31 Beamte und Angestellte des Bundes erhärtet, berichtet die „Bild“ (Freitagausgabe). Im Vorjahr waren es 23 Fälle.

Auch diesmal betreffe es u.a. Mitarbeiter der Visa-Stellen des Auswärtigen Amtes, des Zoll und der Bundespolizei sowie des Flüchtlings-Bundesamtes. Ein besonders schwerer Fall betreffe das Verteidigungsministerium: Einem Offizier, so heißt es in dem Bericht, werde Bestechlichkeit im Zusammenhang mit der „Vergabe von Rüstungsprojekten“ vorgeworfen.

Weiterhin befände sich die Zahl der Korruptions-Verdachtsfälle aber weiter auf niedrigem Niveau: Betroffen sei nicht einmal einer von 10.000 Bundesbediensteten. Die Dunkelziffer wurde hier natürlich nicht mit eingerechnet. (Quelle: dts)

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3 Kommentare

  1. Karl Kraus hat die Politiker in zwei Gruppen eingeteilt: Die Vorbestraften und die, die noch nicht erwischt wurden.

  2. Es gehört zum Berufsethos bestechlicher Beamten, dass sie zeitnah jeden vollzogenen Vorgang an die vorgesetzte Dienststelle melden. Von daher kann es in Deutschland so etwas wie eine Dunkelziffer nicht geben. 🤥

  3. Zweifellos absolute Ausnahmen. In diesen Kreisen hat man viel zuviel Angst vor dem Verlust der Pensionsansprüche. Beispielsweise.

    Es sei denn, man kann im Falle des Erwischtwerdens umgehend und geschmeidig vom behüteten Staatsbiotop auf die andere Seite wechseln, auf einen gut dotierten Dankeschönposten in der Privatwirtschaft …

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