Feministischer „Künstler“-Wahn: Mit Klopapier gegen Goethes Gartenlaube

Linke "Künstler" gegen Goethe (Foto:LandespolizeiinspektionJena)

Weimar – Kulturbolschewismus im Namen der sogenannten künstlerischen Freiheit: Das Gartenhäuschen des deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang Goethe im Weimarer Park an der Ilm wurde am Dienstag vom Zaun aus mit Unmengen Klopapier beworfen, das sich überall auf dem Grundstück verteilte. Die Aktion machte einen hohen Reinigungsaufwand erforderlich. Zu der Sauerei im Namen der Kunst bekannte sich eine Künstlergruppe „Frankfurter Hauptschule“, die damit gegen Goethes Frauenbild protestieren wollte.

Was mit der geistlosen Unsitte begann, Straßen- und Orts- oder Gebäudenamen umzubenennen, weil die Namenspatrone im Lichte der heutigen unerbittlichen Moralvorstellungen als nicht mehr „tradierungswürdig“ angesehen werden, weitet sich nun auch auf das gesamte kulturelle Erbe deutscher Geistesgrößen aus: Personen der Geschichte werden nicht mehr unter Berücksichtigung der Verhältnisse, Werte und Paradigmen zu Lebzeiten beurteilt, sondern strikt danach, ob ihr Verhalten, ihr Werk und ihr kultureller Beitrag auch unter heutigen linksdogmatischen Wertmaßstäben als zulässig und „politisch korrekt“ Bestand haben. Falls nein, dann sollen sie der Vergessenheit anheimfallen. Natürlich bleibt bei hinreichend konsequenter Handhabung dieser Praxis absehbar keine einzige historische Persönlichkeit mehr übrig, die noch eines Andenkens würdig wäre (und mit deren Schöpfung man sich dann überhaupt noch beschäftigen dürfte): Große Komponisten, Philosophen oder Dichter – sie alle waren an irgendeinem Punkt ihres Lebens als zeitgeistübliche „Chauvinisten“, „Kriegsverherrlicher“ oder „Nationalisten“ in Erscheinung getreten, sind somit schandbar und dem Vergessen zu überantworten.

Die dahinterstehende Intoleranz, die sich über alle Epochen auch der Vergangenheit erstreckt, ist letztlich dieselbe, die hinter den Bücherverbrennungen der Nazis oder ihrer Klassifikation von „entarteter Kunst“ stand: Dümmer, primitiver und geistloser könnte die Befassung mit großen Geistern der Geschichte eines Kulturvolks gar nicht ausfallen, als dass diese nicht mehr aus ihrer Zeit heraus zu begreifen, sondern sie postum, Jahrhunderte später, einem Gesinnungstribunal zu unterwerfen, um ihnen nach den veränderten postmodernistischen Wertmaßstäben des Jahres 2019 den moralischen Prozess zu machen.

Die Klopapierwerferinnen der „Frankfurter Hauptschule“ rechtfertigten ihr Vorgehen laut „Thüringer Allgemeine“ wie folgt: „Aus Protest gegen den unbedarften und beschönigenden Umgang mit Goethe an deutschen Schulen, Universitäten, Theatern und Museen hat die Frankfurter Hauptschule am 20. August Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm in Weimar geschändet. Die Künstlergruppe hüllte das UNESCO-Weltkulturerbe in Klopapier – eine gängige Praxis des Protests im Sport.

Goethes Werk strotze vor „erotischen Hierarchien zu Ungunsten seiner Frauenfiguren„, die von ihm oft als “naive Dummchen” dargestellt würden. Das 14-jährige Gretchen aus seinem “Faust” sei das prominenteste Beispiel dafür . Und das von Franz Schubert vertonten Gedicht “Heidenröslein” verharmlose „eine brutale Vergewaltigung in lieblichem Trällerton“. Den Abschuss der wirren Brandrede in der Bekenner-eMail lieferte dann eine Konnotation, die sich wie eine Perversion des west-östlichen Diwans liest: Es sei „kein Zufall, dass Goethes 270. Geburtstag und das chinesische Jahr des Schweins in diesem Jahr zusammenfallen.“

Auf die psychopathische Aktion näher einzugehen, würde den Urheberinnen dieses wahnhaft-verblendeten Treibens zu eine Ernsthaftigkeit zubilligen, die sie keinesfalls verdienen. Was aber herauszustellen ist, ist die feige Verlogenheit dieser linken Kultursittenwächter: Sie würden sich niemals trauen, in einer der wie Pilze aus dem Boden schießenden Moscheen WC-Papier zu werfen oder die Frauenfeindlichkeit des Koran und der patriarchal dominierten Zivilisationskreise anzuprangern, die sich in Deutschland zunehmend breitmachen. Das wäre ja rassistisch, fremdenfeindlich und kulturell bevormundend. Lieber beschmutzt man Kulturgüter des eigenen Volkes und nimmt sich jetzt, nachdem die Gegenwart längst von Sexismen und Frauendiskriminierung gesäubert sind, dessen Vergangenheit an – statt die frauenverachtende Gegenwart des Islam, auch und gerade in Deutschland, zu kritisieren. (DM)
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65 Kommentare

  1. Na bitte!
    Endlich bekommt Deutschland jetzt Kulturformen, die auch von Frau Özoguz als solche
    erkannt werden.
    Ihr Dank an diese deutschen Kulturbereicherer ist gewiss!
    Wer war überhaupt dieser Göte?

  2. Wenn sich die Anti-Kultur in diesem Tempo weiterentwickelt, wird es wohl bald eine Zerstörung unserer Kulturstätten geben, wie wir es aus der Zerstörung der christlichen Kultur in islamischen Ländern kennen.

    Die Wahlverwandschaft linksradikaler Ideologie mit anderen totalitären Ideologien wird täglich evidenter.

  3. Man sollte schon das „von“ vor dem Namen beibehalten, denn der Dichter wurde 1782 von Kaiser Josef II. geadelt und führte das „von“ auch bis zu seinem Tode.

    • Genau, aber nachdem die Leistungsanforderungen stark gesenkt wurden und werden, sind die Hilfsschüler mittlerweile schon in der Hauptschule angekommen, die Hauptschüler in der Realschule, die Realschüler im Gymnasium und die Gymnasiasten schwänzen die Schule und reichen Petitionen gegen zu ein schweres Matheabitur ein.

  4. Mehr denn je widern mich Frauen aus Deutschland an, wenn ich nicht wüßt, daß es auch anständige gibt, aber allmählich fällt bei deutschen Frauen die Unschuldsvermutung verdammt schwer.

  5. Sperrt diese kranken und Menschen verachtenden Kulturbolschewisten in ein Arbeitslager, traktiert sie 24/7 mit Deutscher Kultur und Geschichte, mit den Geistesgrößen von damals und heute. So was, wie dieses Gesindel, das noch nie einen müden Cent mit eigener Hände Arbeit verdient hat,gehört von der Bildfläche getilgt!!!

  6. Kulturbolschewisten*innen.
    Das Land schafft sich ab im Sauseschritt.
    Die linksgrünen Khmer sind vom Selbsthass zerfressen. Sollen lieber von einer Brücke springen statt den Bürger mit ihrem geistigen Dünnschiss zu malträtieren.

  7. „Frankfurter Hauptschule“ – der selbstgewählte Name sagt schon alles.
    Ein kleiner verblödeter Haufen von „irgendwas mit Kunst und Medien“ Studierenden, die selber eigentlich keinen Plan haben was sie da tun, „Hauptsache provozieren“….

    • Genau mein Gedanke beim Lesen. Hauptschulen standen noch die für großartige intellektuelle Leuchten.

    • Die haben sich den Namen als „satirische Anspielung“ auf die „Frankfurter Schule“ gewählt (als ob die davon was verstehen würden).
      Dabei haben sie aber unterbewusst genau passend gewählt….

    • Vielleicht koennten sie in der Frankfurter Hilfsschule die sinngemaesse Verwendung von Klopapier durchnehmen. Auch Auswischen will gelernt sein.

    • Das ist in Frankfurt nicht mehr nötig, weil die Verwendung von Klopapier religiöse Gefühle einer Bevölkerungsgruppe verletzt.😎

  8. Diesen Blödsinn haben meine drei Töchter veranstaltet, als sie 4, 8, 9 Jahre alt waren, in der Hexennacht. Und das veranstalten in Weimar erwachsene Frauen? Mein Gott.

  9. Die Hauptschüler hätten besser einmal in der Schule aufgepasst. Goethe ist schon lange tot! Glauben diese Hauptschüler ein Toter ändert seine Meinung? tztztz

    In Biologie haben diese Schwachmaten bestimmt eine sechs! Anders ist das nicht zu erklären.

  10. Außer ihren dümmlichen, fast schon infantil naiven Provokationen in Wort und Tat, kommt von diesen Patienten absolut nichts. Alle normal Denkenden sollten Deutschland verlassen und diese Helden sich selbst, ihren Idealen und den „Schutzsuchenden“ überlassen.

  11. >> Frauenfiguren, die von ihm oft als “naive Dummchen” dargestellt würden. Das 14-jährige Gretchen aus seinem “Faust” sei das prominenteste Beispiel dafür <<

    Das ist ja das Schöne an den Klassikern – daß sie jeder Leser unterschiedlich interpretieren darf.
    Meiner Meinung nach hat Gretchen schon die richtige Frage gestellt.
    Und Faust hat in schönstem Politikersprech mit einem minutenlangen Monolog geantwortet.
    Das schönste: Gretchen hat genau verstanden, daß diese Antwort "Nein" bedeutet.
    Aber das allerschönste: Gretchen hat dann doch gegen ihr Wissen die falsche Wahl getroffen.

    Derartiges Verhalten soll es noch in heutigen Zeiten geben. Bei Frauen, wie bei Männern.

  12. Manches Verhalten fällt einfach auf die Verursacher zurück. Diese infantilen, verblendeten Lumpen können Goethe nicht beleidigen.

  13. Wenn das Bild den realen Zustand zeigt, kann ich daraus nur schlussfolgern, dass diesen „anders begabten Künstlern“ bereits im Vorfeld die Luft ausging. War der Weg zu weit und damit die Motivation erlahmt? Diese lustlos und ohne Elan dahingeworfenen Rollen hätte auch eine Krabbelgruppe geschafft. Oder waren die Freistunden wichtiger?

  14. Aha, gegen Goethes Frauenbild protestieren sie, aber unsere Neuen Mitmenschen die Frauen vergewaltigen, abstechen, die Treppe runter schubsen oder Sexuell belästigen heißen sie Willkommen. Man kann garnicht so viel essen wie man Kotzen könnte.

    • Ja, die Geister, die ich rief, werd` ich nicht mehr los. Der Pakt mit dem Teufel bringt höllische Früchte.

  15. Das deutsche, kulturelle Gedächtnis soll
    vollständig ausgelöscht werden. Die
    linksgrünen Kulturmarxisten haben sich
    Maos Kulturrevolution zum Vorbild genommen.

  16. Frankfurter Hauptschule ? – Die wären ja noch für eine Sonderschule (Hilfsschule) zu blöd……
    Wie weit müssen die vom realen Leben entfernt sein ? Unglaublich.

  17. M.E. Total Gaga diese Typen !

    Wehe uns wenn solche Personen mal an die Macht kommen

    Dann droht uns aus meiner Sicht eine „Kultur“Politik wie bei den Kommunisten von der SED heute Die Linke

    • Ich beobachte, Derartige sind nach dem „Marsch durch die Institutionen“ bereits an der Macht angekommen.

  18. Köstlich: mit ihren schwächlichen Soja-Ärmchen konnten sie die Klorollen nicht mal übres Dach pfeffern… Was für eine Verschwendung. Schade um die Rollen!

    Das sind die letzten Zuckungen einer verfaulten Luxusgesellschaft. Diese Literatur-„Wissenschaftler*Innen“ werden bald feststellen, dass Plakatemalen und Demonstrieren nicht mehr satt macht. Dann können sie ja ihre durchgegenderten Traktate essen.

  19. Super Artikel. Intellektuell sehr ansprechend, Danke.
    Da diese Fräuleins auch nicht das wahre Wesen und Ziel der Emanzipation verstanden haben, eigentlich nur die Geschlechter auseinander reißen und für Kinderarmut verantwortlich sind, werden sie ehedem aussterben.

  20. Frankfurter Hauptschule

    Das riecht verdächtig nach der sogenannten „Frankfurter Schule“. Der kommunistischen Zelle schlechthin, der wir die ganzen 68er zu verdanken haben, welche sich über die Jahrzehnte in den Universitäten, Schulen und Behörden über die Politik (vornehmlich der Grünen) in Deutschland ausgebreitet haben und denen wir die ganze Misere zu verdanken haben.

  21. Hätten die Deppen mal eine Bibliothek von innen gesehen, wüssten sie, dass Goethe später selber darüber berichtete, dass er dieses Gedicht aus einem schlechten Gewissen wegen einer seinerseits beendeten Liebschaft heraus geschrieben hat.

    „Doch erst seine ab 1811 verfasste Lebensdarstellung „Dichtung und
    Wahrheit“ sollte das Mysterium um das „Heidenröslein“ ein wenig
    erhellen: Goethes Notizen folgend, richtete es sich an Friederike Brion –
    jene Person, mit der er während seiner Straßburger Zeit eine
    leidenschaftliche Affäre gehabt; diese aber 1771 per Brief beendet
    hatte. In Band 3 von „Dichtung und Wahrheit“ schilderte er ihre Reaktion
    darauf so:
    „Die Antwort Friedrikens auf einen schriftlichen
    Abschied zerriß mir das Herz. (…) Ich fühlte nun erst den Verlust, den
    sie erlitt, und (…) stets empfand ich, daß sie mir fehlte.“……
    …….
    „Ich breche dich!“ (V. 8)
    Im Kontext Goethe / Friederike muss dies jedoch weniger als
    Ankündigung eines böswilligen Vorhabens gewertet werden, sondern eher
    als wohlmeinende Warnung – denn tatsächlich hatten sowohl der Dichter
    selbst als auch Friederikes ältere Schwester ein schnelles Ende der
    Beziehung vorausgeahnt. „

    • Von denen hat doch keiner Goethe gelesen, geschweige denn auch verstanden.

      Die haben den Kopf auf dem Hals, damit es nicht hinein regnet.

    • Von denen hat doch keiner Goethe gelesen, geschweige denn auch verstanden.

      Die haben den Kopf auf dem Hals, damit es nicht hinein regnet.

    • Anzumerken wäre noch, daß dem „Heideröslein“ ein von Goethe nur wenig umgearbeitetes elsässisches Volkslied zugrunde liegt.

    • Ich hab‘ mal geguugelt: Die als Volkslied bezeichnete Liedvertonung stammt vom Komponisten Heinrich Werner (1800 – 1833), uraufgeführt 1829.

      Was unterscheidet diesen Künstler von den Klopapierwerfern? H. Werner legte mit 22 Jahren seine Lehrerprüfung ab und verdiente ff. als Chorpräfekt an der Oper und Musiklehrer sein eigenes Geld.

  22. Das ist Kultur-Terrorismus !
    Diese Gören sollten den Müll eigenhändig bis auf das kleinste Fitzelchen wieder entfernen müssen.
    Ob die je ein Gedicht, geschweige denn „Faust“ gelesen haben? Können die mit ihren Spatzenhirnen die Wortgewalt der Goethe’schen Werke überhaupt lesen und begreifen?

    • Was hat die DEUTSCHE EINHEIT GEBRACHT ??????????? Verdummung der Menschen Verblödung !!!!! der ostdeutsche erkennt was abgeht im Land! !!!!!!! Warum???????? ER KENNT ZWEI SEITEN DEN KOMMUNISMUS UND DEN KAPITALISMUS ER WURDE IN DER SCHULE GEWARNT VOR DIESEN westlichen Imperialismus .die ganzen Altparteien braucht niemand in Deutschland alles gesteuerte flachzangen .!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Kommunismus wäre also besser? Den wollen Linkspartei (Überrest aus der DDR) und Grüne doch gerade hier einführen.
      Ohne Wiedervereinigung wäre uns allerdings in der Tat das Merkel erspart geblieben.

  23. alles Gesindel die im Leben nichts erreichen denen wurde das Hirn rausgezüchtet !!!!!!!!!schuld sind deren Eltern die haben auch noch nie mit HÄNDEN WAS VOLLBRACHT !!!!!!!!

  24. Welch hanebüchener Blödsinn. Wenn jemand die Frauen verherrlicht hat, war es Goethe. Wie lebendig und wahr sind die herrlichen Frauengestalten, die er geschaffen hat; Gretchen, Philine (im „Meister“), die geheimnisvoll – zauberhafte Mignon (auch im „Meister“), ganz zu schweigen von der Suleika im „Divan“, hinter der Marianne von Willemer steht oder die Ottilie der „Wahlverwandtschaften“.. – Welche Ignoranten und Barbaren haben von diesem Land Besitz ergriffen!

    • Die Vertonung der Suleika I und II in Verbindung mit dem Text ist mit das Berührendste in der Liedkunst .

    • Schubert – selbst gesungen während meiner Gesangsausbildung. Man schwebt förmlich in anderen Sphären…

    • Ich muß zu meiner Schande gestehen, diese Vertonung nicht zu kennen, obwohl mir einige Goethe – Lieder von Schubert durchaus gegenwärtig sind. Sie werden sicherlich wissen, daß Goethe auf die ihm von Schubert ehrfürchtig gewidmeten und zugesandten Liedkompositionen nie geantwortet hat.

    • Großartig, wenn Sie das selbst gesungen haben; bei mir hat es nur zum Baß im Chor gereicht, im Kirchl. Oberseminar Potsdam – Hermannswerder. Naja, dafür ist meine Frau immerhin Pianistin (wenn auch wirklich keine bekannte), das tröstet mich etwas über die eigene unzureichende Musikalität. Dafür hatte ich Musikunterricht bei dem Mann von Adele Stolte, die ich daher auch persönlich kennengelernt habe.

    • Änderungsvorschlag wegen sex. Diskriminierung: 😉
      Da stehn sie nun, Tor_In und Tor, und sind so blöd, als wie zuvor

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