Bundeswehr kämpft gegen den Borkenkäfer – ist Deutschland verloren?

Diesen hinterlistigen Feind darf auch die Bundeswehr nicht unterschätzen (Foto: Von Henrik Larsson/Shutterstock)

Es wurde schon oft beklagt, daß die Bundeswehr weder personell, noch materiell oder logistisch dazu in der Lage sei, unser ehemaliges Vaterland und heutiges Mutterland zu verteidigen. Weitergedacht wurde auch schon öfter einmal. Die Frage tauchte auf, warum wir uns überhaupt noch eine Bundeswehr leisten, wenn die wiederum nicht leisten kann, was sie eigentlich leisten können soll. Auch eine dysfunktionale Landesverteidigung kostet schließlich viel Geld.

Die Bundeswehr wurde aber gottlob nicht vorschnell aufgelöst, denn nun wurde ein gefährlicher Gegner identifiziert, gegen den man sich mit Ruhm bekleckern kann, so vernichtend, wie man ihn schlagen wird: Der Borkenkäfer.

Wie die „WELT“ berichtet, soll die Bundeswehr im Inneren zum Einsatz kommen, und zwar im Inneren der Bäume von Sachsen-Anhalt. Dort ist gerade der Borkenkäfer dabei, ganze Nadelwälder zu vernichten. Warm und trocken hat er es gern, der Feind des deutschen Waldes, und beides hat dieses Jahr seinen Vormarsch unter der Rinde begünstigt. Deutsche Waldbesitzer sprechen von einer „Jahrhundertkatastrophe“. Der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Reiner Haseloff hat daher dankbar das Angebot von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer angenommen, militärische Kräfte von der unmöglichen Verteidigung des Mutterlandes freizustellen, um den Borkenkäfer das Fürchten zu lehren.

Schon am heutigen Freitag soll es zu ersten Gesprächen kommen zwischen den Vertreter*Innen des Militärs, der Landesregierung und der Waldbesitzer, um darüber zu beraten, wie der Militäreinsatz gegen Borkenkäferinnen und Borkenkäfer konkret ablaufen kann. So viel steht fest: Eine Feder muß dabei geführt werden. Ministerpräsident Haseloff beauftragte das Innenministerium von Herrn Holger Stahlknecht, zu Koordinationszwecken die Kriegskäferfeder zu führen.

Jedoch wären wir kein dichterisches und denkerisches, zutiefst demokratisches Land, wenn es nicht auch Kluge und Besonnene gäbe, die sich Gedanken über die Gründe für das impertinente Wohlleben des Borkenkäfers machen – und lieber des Käfers Ursache bekämpfen würden, anstatt den Borkenkäfer höchstselbst. Das Malheur ist, daß heutzutage schon als klug und besonnen gilt, wer innovativ sein grünpopulistisches Sprüchlein aufsagen kann. Gottlob gibt es Claudia Dalbert, ihres Zeichens Umwelt- und Agrarministerin von Sachsen-Anhalt. Im artigen Aufsagen innovativer Sprüchlein ist sie einsame Spitze. Sie kennt die Ursache für den Vormarsch des Borkenkäfers zwischen Baumstamm und Rinde. Es ist dieselbe Ursache, die auch dafür zu benennen ist, daß Erdbeereis in der Sonne schmilzt und Randale in den Freibädern herrscht: „Unsere Wälder sind nicht mit der Bundeswehr zu retten, sondern das erste Opfer der Klimakrise“, sagte die kluge Frau pflichtschuldigst und voller Loyalität der grünlichen Agenda gegenüber. Dabei pochte sie hörbar darauf, daß der Ausstoß von Kohlendioxid nicht nur gesenkt werden müsse, sondern vielmehr „effektiv gesenkt“. Da wird sie wieder viele Bonuspunkte eingeheimst haben, ohne daß sie es beabsichtigt hätte. Bestimmt winkt ihr nun die Auszeichnung mit dem mutterländischen Verdienstorden, dem Gretelstern.

Aber auch Innenminister Holger Stahlknecht versuchte sich in Brillanz und erklärte alle Befürchtungen für unbegründet,die Bundeswehr würde nun mit Panzern durch den Wald rasen und alle Borkenkäfer über den Haufen fahren. Zu spät. Die ganze Öffentlichkeit weiß inzwischen, daß viele Panzer gar nicht mehr fahren können. Zu offensichtlich entpuppte sich der Stahlknechtsche Brillanzvortäuschungsversuch als billige Masche. „Ich überfahre niemanden“, sagt sich leicht für jeden, der kein Fahrzeug hat.

Bundeswehr zum Schutz von Privatinteressen

Tatsächlich scheint es beim geplanten Einsatz der Bundeswehr aber nicht um die prinzipielle Rettung des deutschen Waldes vor dem Borkenkäfer zu gehen, sondern um die Rettung der wirtschaftlichen Interessen von Waldbesitzern. Im Naturpark Harz haust nämlich der Borkenkäfer ebenfalls zwischen Baumstamm und Rinde ab – und dort will man ihn ohne jede Widerstandshandlung einfach gewähren lassen mit der Begründung, es handele sich beim Phänomen Borkenkäfer um den natürlichen Lauf der Dinge in trockenen und warmen Jahren. Gegen die überall zu errichtenden Windräder im teutschen Tann wird ebenfalls nicht die Bundeswehr eingesetzt, obwohl ihnen jede Menge auch ungekäferter Bäume zum Opfer fallen, was wiederum plötzlich die Lösung für das Käferproblem erkennen läßt. Am grünsten wäre dem Borkenkäfer der Garaus gemacht, wenn man alle Bäume einfach „wegsägen“ (Stahlknecht) würde, um sie durch käferresistente Windräder zu ersetzen. Dann könnte man sich bei der Bundeswehr statt mit dem Borkenkäfer mit dem Borgenkopter beschäftigten. So nennt man die Hubschrauber des ADAC, welche die Bundeswehr sich dort borgen muß, um die Ausbildung der Helikopterpiloten durchzuführen.

 

 

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16 Kommentare

  1. JAAAAA ! Und nicht nur Deutschland, die ganze westliche Welt geht mit ihren Werten und Kulturen den Bach runter! In 50 Jahren ist Europa Afrika und wir in Nordamerika haben wenigstens noch kampfbereite Asiaten auf unserer Seite, sodass Afrika wohl verhindert werden kann!

  2. Ich empfehle mehr nach unten gerichtet Windkrafträder in der Nähe aufzustellen. Mit einer Ventilatoren-Geschwindigkeit von 2.000 Umdrehungen pro Minute pustet man auch die letzten Borkenkäfer über die Grenzen Deutschlands hinweg. Bäume bitte anketten.

  3. Die einzigen Opfer der „Klimakrise“ sind die so genannten Politiker, Künstler und Mitläufer der Klimabewegung. Was ist hier eigentlich los???
    Es bereitet jedes mal Schmerzen so einen geistigen Bullshit zu lesen. Normale Menschen können doch nicht allen Ernstes solche Aussagen absondern. Überall anders in der großen weiten Welt würde man Personen die öffentlich sowas absondern aufgrund ihres Geisteszustandes unverzüglich aus ihren Ämtern, aus dem öffentlichen Leben entfernen und für immer wegschließen. Ein normalerweise üblicher Prozess zum Wohle der Menschheit und der Intelligenz.

  4. Den Vorschlag, statt der lästigen Bäume lieber Windräder aufzustellen, finde ich großartig. Ein Meilenstein im Kampf gegen das Klima! Außerdem sollte unmittelbar neben dem Kanzleramt und dem Buntentag eine Biogasanlage die dort massenhaft produzierte Gülle in klimaneutralen Koboldstrom umwandeln. Der kann dann im Nezu gespeichert werden, bis ihn mal jemand braucht, zum Kaffeekochen beispielsweise oder zum Ausdrucken grüner Wahlplakate.

  5. Da können wir nur hoffen, dass die Borkenkäfer nicht in Asymetrischer Kriegsführung geschult und von Putin sowie Trump mit unkonventionellen Waffensystemen aufgerüstet wurden.
    Sonst bleibt nur noch der geschulte Scharfschütze am Waldesrand, der die Käfelein (natürlich nur die ohne Halbmond auf den Deckflügeln) beim Paarungsflug gezielt „neutralisiert“.

  6. Der Borgenkopter ist gut! Die Borgs Im Raumschiff Enterprise haben auch alles assimiliert, was nicht ihrer Art entsprach! So geht es uns auch bald in naher Zukunft!

  7. Die Schwächung der Bäume, durch welche ein Schädlingsbefall überhaupt erst möglich wird, dürfte hauptsächlich folgende zwei Ursachen haben: in erster Linie die Monokulturen in vielen Wäldern, welche die Ausbreitung von Schädlingen fördern. Außerdem die Trockenheit der Böden aufgrund längerer Perioden ohne Regen, die in den letzten Jahren häufiger im Frühjahr und Herbst festzustellen waren. Wenn es dann mal regnet (auch öfters und länger), reicht das offenbar nicht mehr aus, um die Böden ausreichend tiefgründig(!) zu wässern. Auch die Unsitte, ganze Hänge kahl zu schlagen, fördert die Versteppung der Böden.

  8. Lustig. Da können sie nur auf den Überrumpelungseffekt hoffen, denn wenn sie den Borkenkäfern Zeit lassen, sich zum Gegenschlag zu formieren, kann Kastenhauers Fa. Y Insolvenz anmelden.

  9. Sollte der Bericht nicht unter Satire stehen? Wie wollen die Deppen der BW denn zum Wald kommen? Mit den defekten Fahrzeugen? Um dann vor Ort festzustellen das die Motorsägen nicht funktionieren.
    Das ich nicht lache.

    • Wie die in den Wald kommen? Na zu Fuss natürlich. Opa ist zu Fuss von Charkow nach Berlin gegangen. Hat halt etwas gedauert, aber wenigstens schiesst der Borkenkäfer nicht zurück.

  10. oh mein gott – werden die gefangen genommenen borkenkäfer interniert, exekutiert oder in arbeitslager verbracht? was sagt die OSZE und dienato dazu?

  11. Wieder mal herrlich,ich mußte schallend lachen.
    Vor allem der Borkenkopter hat es mir angetan
    Man kann das alles nur noch mit Humor ertragen,auch wenn es Galgenhumor ist.
    Danke,mehr davon😁
    Der Mutterlandsorden „Gretelstern“,auch klasse

  12. Ob unsere Bundeswehr eine Chance hat, die starke Panzerung der Käfer zu knacken, möchte ich fast bezweifeln. Und da der Einsatz von Chemiewaffen beim Militär nicht erlaubt ist, würde ich sagen: Chancenlos — Helm ab zum Gebet, vielleicht hilft ja die göttliche Greta.

  13. Wenns ja nicht so traurig wäre, dann müsste man sich wirklich totlachen! Aber von der ernsthaften Seite betrachtet, ist das eine Veralberung und Lächerlich-Machung der Bundeswehr-Soldaten, die allesamt eine harte Grundausbildung absolvieren müssen. Und das alles zum Zwecke von Borkenkäferbekämpfung oder ähnlichen Unfugs. Die neue Verteidigungsministerin toppt schon jetzt die alte.

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