Grüne Baumkiller: 61 Bäume wegen „Planungsfehler“ gefällt

Baumstumpf (Symbolbild: Von Liliya Frolova)

Berlin – Mehr als 60 Bäume waren 2018 entlang der Heerstraße im Berliner Stadtteil Spandau gefällt worden, um einen Radweg zu sanieren. Ein Planungsfehler, gesteht die grüne Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nun ein.

Der alte Radweg am Abschnitt der Heerstraße war für das arm-aber-grüne Berlin zu eng. Und deshalb – und auch Dank des immer noch munter sprudelnden Länderfinanzausgleichs – ist eine „Radschnellverbindung“ zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau geplant. Allerdings sollte dieses grüne Projekt nicht vor dem Jahr 2030 gebaut werden. Warum dann jedoch bereits 2018 – also fünf Jahre, bevor dort überhaupt Bauarbeiten beginnen-  mehr als 60 Bäume umgehackt wurden, das ist für die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz unter der Verantwortung der obergrünen Senatorin Regine Günther ein Rätsel. Denn: Irgendwie handelt es sich um einen Planungsfehler. Die Planung der Radsschnellverbindung wurde nun erst einmal gestoppt. Aktuell stehen auf der Strecke Baumstümpfe aus dem Boden. Diese stehengebliebenen Stümpfe musste bisher bereits zweimal beschnitten werden, weil diese stark austrieben und die Verkehrssicherheit einschränkten. Die Kosten lagen laut Senatsverwaltung dabei jeweils bei gut 2000 Euro.

„Dass die Bäume gefällt wurden, ohne dass die Arbeiten begonnen haben, war ein ärgerlicher Planungsfehler“, räumt Sprecher Thomsen aus dem grünen Ministerium laut dem rbb nochmals ein und versucht, für die grüne Unfähigkeit Argumente zu finden: „Damals gab es aber noch keine konkretere Planungsvorbereitung zu Radschnellverbindungen.“ Weil es diese jetzt aber gebe, sei es „höchst sinnvoll“, die alten Pläne nicht weiterzuverfolgen, sondern zu überarbeiten. „Man hätte niemandem erklären können, wenn wir jetzt einen Radweg bauen, den wir in ein paar Jahren dann schon wieder umbauen“, so die Senatsverwaltung, deren nun gestoppte Ausschreibung vor ein paar Wochen bereits für Irritationen gesorgt. Diese hatte für den beidseitigen Ausbau des Radwegs in dem rund 600 Meter langen Abschnitt eine Bauzeit von 400 Werktagen vorgesehen. Daraufhin hatte die Senatsverwaltung angekündigt, diese noch einmal zu prüfen. (SB)

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14 Kommentare

  1. Leute, sie fällen überall in Berlin riesige Baumbestände… um Platz zu machen für Mobilfunk (4G/5G) und öffentliches WLAN.

  2. Der Fußball-Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl bekundete 1994 seine Meinung zu Grünen und Bäumen mit einem bekannten Ausspruch. — Möglicherweise ergibt sich hieraus das Fällen der Bäume an der Berliner Heerstraße und im Reinhardswald als reine Prophylaxe.😎

    • Durchaus möglich, dass Scholl nur weiterverwertet hat. Ich konnte allerdings im www bisher nix finden, was chronologisch vor seiner Ansage 1994 liegt.

  3. Bei dem Radweg-Projekt war Kombinatorik gefragt:
    1. Bäume fällen
    2. erst in fünf Jahren
    Bei so viel Kombinatorik ist jedes grüne Hirn hoffnungslos überfordert.

    • Beim BER wurde ja vorgemacht, dass es absolut nicht hinzukriegen ist – zu komplex, zu verplant, zu viel Inkompetenz.

      Aber hier funktionieren ja schon die einfachsten Sachen nicht mehr. Das einzige was funktioniert ist Knöllchen eintreiben und die Umvolkung durch illegale Masseneinwanderung und die Überschüttung der/aller Schmarotzer mit zu viel Geld.

  4. Im Reinhardswald sollen 200.000 Bäume mit Zustimmung der Grünen gefällt werden, um dort einen Windpark samt Stromtrassen zu bauen.
    Was kümmern die da 60 Bäumchen, damit man da (vielleicht irgendwann) mal Fahrrad fahren kann?

  5. Grüne Braumkiller: 61 Bäumen wegen „Planungsfehler“ gefällt – Wer hat denn das geschrieben? Aras Bacho?

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