Berlin: Großeinsatz gegen Menschenhandel

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Das Hauptzollamt Berlin führte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin seit den frühen Morgenstunden einen Einsatz gegen die Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung durch. Es besteht der Verdacht, dass Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt worden sind sowie der Verdacht des Einschleusens von Ausländern und der Ausbeutung der Arbeitskraft. Daneben sollen die Vorschriften zum Mindestlohn nicht eingehalten worden sein. Dabei richtet sich der Verdacht gegen sechs verantwortliche Handelnde eines im Baugewerbe tätigen Unternehmens.
Im Rahmen dieses Einsatzes wurden rund 100 Beschlüsse im Berliner Stadtgebiet sowie in Brandenburg und Sachsen-Anhalt vollstreckt.

An dem Großeinsatz haben insgesamt rund 1.900 Einsatzkräfte aller 41 Hauptzollämter in Deutschland teilgenommen. Unterstützt wurden sie vom Zollkriminalamt, der Ausländerbehörde und der Bundespolizei. Vor Ort anwesend waren auch Mitarbeiter des Berliner Beratungszentrum Migration und Gute Arbeit, die vor Ort die betroffenen Arbeitnehmer mit arbeits- und aufenthaltsrechtlicher Beratung unterstützen und Unterkünfte sowie Verpflegung zur Verfügung stellen.

Diese überprüften im Laufe des Tages an insgesamt über 80 Einsatzorten Baustellen, Büro- und Geschäftsräume, Wohnungen und Sammelunterkünfte der Arbeitnehmer.
Dabei wurden umfangreiche Beweismittel, insbesondere elektronischer Art, sichergestellt und 186 Vernehmungen durchgeführt.

Festnahmen gab es im Rahmen dieses Einsatzes nicht.

Die entstandene Schadenssumme kann derzeit nicht beziffert werden, liegt aber bei mindestens 1,7 Millionen Euro.

Dem gestrigen Einsatz schließen sich nun umfangreiche Prüfungen der sichergestellten Unterlagen an durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit an.

Quelle: Opposition 24

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1 Kommentar

  1. Man kratzt hier – meiner Meinung nach – lediglich an der Oberfläche, um dem „Volk“ so etwas wie Sicherheit und Ordnung vorzugaukeln.

    Viel ergiebiger wäre es, die insbesondere in den Alt-Bundesländern an jeder Straßenecke vorhandenen Döner-Kebap-Buden – dort oftmals zahlreicher anzutreffen als Straßenlaternen – Wettbuden und Shisha-Spelunken „auf den Kopf“ zu stellen.

    Es kann mir längst keiner mehr erzählen, daß die allesamt kostendeckend arbeiten und mit den Sozialversicherungsgesetzen konform für ausreichenden Lebensunterhalt der dort Beschäftigten sorgen.

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