Deutschland hat ein Herz für Kinder von IS-Killern und wenig Mitleid mit den Opfern

Foto: Durch Gabdrakipova Dilyara/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Gabdrakipova Dilyara/Shutterstock

Erbil – Als der IS auf dem Höhepunkt seiner Schreckensherrschaft 2014 Tausende von Jesiden und Aleviten umbrachte, deren Kinder auf Sklavenmärkten feilbot und nicht selten auf bestialische Weise buchstäblich verrecken lies, hat unsere Regierung nichts getan, um dieses Morden zu beenden. Im Gegenteil, Deutschland lies hunderte IS-Killer über offene Grenzen ins Schlachthaus ausreisen. Um so intensiver sind jetzt die Bemühungen des Merkel-Regimes die Kinder der mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Kurdischen Gefangenenlagern herauszuholen.

Laut Deutschlandfunk will Außenminister Maas nach der erfolgten Übergabe von vier IS-Kindern weitere  „Terror-Sprößlinge“ von deutschen IS-Kämpfern nach Hause holen. Nach einem Bericht des Handelsblattes waren an der syrisch-irakischen Grenze erstmals drei Waisenkinder und ein krankes Mädchen den Vertretern des deutschen Konsulates übergeben worden. Sie sollen jetzt von der Stadt Erbil aus zusammen mit Angehörigen nach Deutschland ausreisen. Die Kinder hatten zuvor im Flüchtlingslager A-Hol, im kurdisch kontrollierten Nordsyrien gelebt.

„Sie können auch nicht für die Taten ihrer Eltern verantwortlich gemacht werden, und deshalb wollen wir dort helfen,“ sagte Maas den gleichgeschalteten Medien. Wie der Deutschlandfunk abschließend berichtet, sollen sich im Nordosten Syriens sollen sich knapp 120 Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit befinden.

Kein Herz für Opfer der IS-Kriegsverbrecher

Während die Bemühungen um deutsche IS-Kriegsverbrecher und deren Nachwuchs auf Hochtouren laufen, scheinen sich die Bemühungen, um eine effektive Strafverfolgung der Kriegsverbrecher hinzuschleppen. Bereits im März 2019 hatte der Bundesverband der Aramäer in einer Presseerklärung die Bundesregierung dazu aufgefordert, sich für die Einrichtung eines internationalen Strafgerichts einzusetzen, das sich um die gefangen genommenen ausländischen IS-Kämpfer und Anhänger kümmert.

Die Aramäer weisen darauf hin, dass es sich bei den gefangen genommenen Personen um Kämpfer und Anhänger des „Islamischen Staates“ handelt, die aus circa 40 Ländern kommen. Aus diesem Grund erfordere die Angelegenheit auch eine Verantwortlichkeit und Regelung durch die internationale Staatengemeinschaft. Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir, erklärte dazu Ende vergangener Woche, die Bundesregierung müsse die Diskussion um die Rücknahme dieser Personen von der nationalen Ebene auf die internationale Ebene verlagern, um damit eine ganzheitliche Lösung für das Problem erzielen zu können.“

Inzwischen hat die Bundesregierung sich zögerlich an den Plänen zur Errichtung eines Kriegsverbrechertribunals im Irak beteiligt. In einem Bericht von n-tv im Juli heißt es dazu: „Die Bundesregierung prüft gemeinsam mit anderen Ländern die Einrichtung eines Sondergerichts für IS-Kämpfer. Berlin nehme „am internationalen Austausch zu diesem Thema teil“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die Einrichtung eines solchen Gerichts bedürfe „einer sorgfältigen Prüfung durch die internationale Gemeinschaft“.

Diese Sätze machen deutlich, dass Deutschland kein wirkliches Interesse an einer Aufarbeitung der widerlichen Verbrechen hat und das ganze lieber der Kuscheljustiz überlässt, die dann aus Mangel an Beweisen die Täter glimpflich davonkommen lässt. Auch den Opfern scheint diese Taktik langsam zu dämmern. Höflich aber mit unverhohlener Kritik zwischen den Zeilen schreibt der Bundesverband der Aramäer: „Schön, dass die Forderung des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland durchgedrungen zu sein scheint… Andere Länder wie Frankreich oder Schweden sind handlungsfähiger. Deutschland leider wieder einmal nur Mitläufer und kein proaktiver politischer Akteur. Immerhin, ein richtiger Anfang…“

Jesiden über deutsche Justiz entsetzt

Wie die Jesiden, die noch viel schlimmer als die Aramäer unter dem IS-Terror gelitten haben und immer noch leiden, inzwischen über die völlig unfähige Täterschutz-Justiz denken und schreiben kann man auf der Facebookseite ihres Zentralverbandes nachlesen:

„Das erste Urteil gegen eine zurückgekehrte Djihadistin ist heute gefallen. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die 32-jährige Djihadistin Sabine S. zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Es ist bedenklich, dass eine Terroristin, die verantwortlich ist für Mord und Gräueltaten, lediglich zu fünf Jahren verurteilt wird. Nach guter Führung ist sie nach zwei bis drei Jahren wieder auf freiem Fuß und kann weiterhin für unsere Gesellschaft und unser Land eine Gefahr darstellen. Es gibt uns darüber hinaus zu bedenken, dass für eine Terroristin und Mörderin positive, verniedlichende Begrifflichkeiten, wie z.B. „IS-Braut“ benutzt wird. Unser Vorsitzender Dr. Irfan Ortac hat dazu dem Wiesbadener Kurier ein Interview gegeben, das aus unserer Sicht sehr lesenswert ist.“

Der größte Skandal ist sicherlich, dass diese wirklich Verfolgten inzwischen wieder von Abschiebung bedroht sind, während man ihre Peiniger mit Wattebäusche anpackt. (KL)

 

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24 Kommentare

  1. Der Nachwuchs von CDU, SPD, Grünen und Linken muss ins Land geholt werden. Die Altparteien brauchen die Verstärkung bei der Vernichtung des eigenen Volks.

  2. Maas ist – genau wie wohl die meisten Führungskräfte der heutigen SPD – sicher alles andere als ein waschechter Demokrat. Aber wo er Recht hat, hat er Recht: Was können die Kinder für ihre irren biologischen Erzeuger?

    Schäbige Befürwortung von Sippenhaftung sollte man allein Faschisten überlassen (ob nun braun, rot oder grün) …

    • Kümmert sich dieser saarländische Schrumpf-Teutone auch genauso rührend um die Opfer seiner Willkömmenskültür ?

  3. Was erwartet ihr denn ?
    Wir sind auf dem Weg in einen islamischen Staat. Da ist doch klar, dass wir uns für unsere Moslemfreunde überall auf der Welt einsetzen und alle Nichtmoslems verrecken lassen. Ganz einfach.

  4. Die Jesiden haben das Problem, das sie keine Moslems sind. Deshalb ist die Regierung Merkel ihnen auch nicht zur Hilfe gekommen. Die zukünftige deutsche Bevölkerung soll islamische Wurzeln haben, nur das zählt für unsere Eliten.

    • Der „Vater des Grundgesetzes“, Prof. Carlo Schmid, bezeichnete den NS einst als „Ideologie für Rinderzüchter“.

      Unterschied zur Gegenwart ?

      Wohl keiner !

  5. Maas erklärt diskriminiernd: „Man kann die IS Kinder nicht für die Taten der Eltern verantwortlich machen.“

    ABER UNS – für die unserer (Ur-) Grosseltern.

  6. …Zusammen mit ihren Angehörigen !
    Zitat: Sie können auch nicht für die Taten ihrer Eltern verantwortlich gemacht werden, und deshalb wollen wir dort helfen,“ sagte Maas den gleichgeschalteten Medien.
    Nein das geht gar nicht, das kann man nur mit den „Nazi Nachkommen“ in der 3. Generation machen. Die und deren Kindeskinder wird man noch in 1000 Jahren verantwortlich machen. Überall da wo Maas seine Minderwertigkeitskomplexe auslebt muss man als Deutscher in Deckung gehen.

  7. Bei den Schwachen prüft die Regierung, vor den Islamisten hat sie Angst. Feigheit vor dem, der sich selbst als Feind sieht, kennzeichnet die Regierung, die diese Bezeichnung nicht verdient hat.

  8. Genau so ein Wahnsinn,wie 20Mrd Steuergelder für den Irak,damit „deutsche“ IS Terroristen keine Todesstrafe bekommen. Ich glaub es hackt.

  9. Deutschland und die Altparteien oder die Altparteienregierung gleichzusetzen ist falsch.
    Daher müsste die Überschrift geändert werden.
    Es sind die Altparteien, die wenig bis gar kein Mitgefühl für deutsche Opfer und in dem Fall für IS-Opfer haben. Allen voran Merkel!

  10. Bei diesen Verbrechern prüft die Bundesregierung sehr gründlich.
    Bei Islamisten ist man hier sehr sensibel, während die eigene christliche Bevölkerung gerne Mal als Pack oder Köterrasse beschimpft werden darf ?
    Wann wird Merkel endlich für ihre Rechtsbrüche zur Verantwortung gezogen ? Das ist mehr als überfällig !

  11. „Die Bundesregierung prüft gemeinsam mit anderen Ländern die Einrichtung eines Sondergerichts für IS-Kämpfer. Berlin nehme „am internationalen Austausch zu diesem Thema teil“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die Einrichtung eines solchen Gerichts bedürfe „einer sorgfältigen Prüfung durch die internationale Gemeinschaft“.
    Das sind ja auch keine christlichen Serben, bei denen es aus geostrategischen Gründen nützlich ist, ihnen einen „Genozid“ an Muslimen in die Schuhe zu schieben .

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