Britische Streitkräfte schrumpfen weiter drastisch

Foto: Von John Gomez / Shutterstock

Großbritannien – Zum neunten Mal in Folge sind die Streitkräfte Großbritanniens im Jahresabgleich geschrumpft. Seit 2010 scheint es für die Armee des Königreichs nur eine Richtung zu geben: nach unten.

Einst war sie eine der mächtigsten Armeen der Welt. Auch vor ca. 40 Jahren stellten die Briten nach den Deutschen und US-Amerikanern innerhalb der NATO das potenziell größte Kontingent unter Waffen. Das Verteidigungsministerium verkündete nun jedoch, dass es auch im neunten Jahr in Folge nicht gelungen ist, genügend Rekruten für die Streitkräfte zu finden. Wie BBC berichtet, seien sowohl die Royal Army als auch Royal Air Force und Navy wieder merklich geschrumpft.

Insgesamt verlor die Armee unterm Strich im Vergleich zum Vorjahr ca. 2400 Soldaten. Die Air Force muss insgesamt mit 600 Soldaten weniger auskommen und liegt nun bei 30.280 Soldaten. Damit verfehlte sie ihr Ziel von 31.840. Auch Navy und Armee kommen nicht auf die gewünschte Anzahl von Neuzugängen, um die Abgänger zu ersetzen.

Die Streitkräfteführung stand in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik für ihre umstrittenen Werbekampagnen, die die Armee als weltoffene, multikulturelle und multisexuelle Truppe darstellten, in der LGBTQ-Personen und fromme Muslime selbstverständlich einen Platz haben. (CK)

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3 Kommentare

  1. Verteidigungsminister im Kabinett Boris Johnson ist seit Juli 2019 Ben Wallace. — Aber zuvor hieß die Verteidigungsministerin, an James Bond angelehnt, Penny Mordaunt.😀

  2. Frei nach dem Modell Bundeswehr, wie schafft man
    möglichst eine wehr- und kampfunfähige Truppe, bei
    einem exponentiellen Wachstum der muslimischen Bevölkerung.

  3. Was braucht man, um eine „europäische Armee“ zu rechtfertigen? Richtig, zuerst muß man nationale Armeen zerstören um hinterher einen „Ersatz“ anbieten zu können.

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