AKK als „Hilfsschülerin“ auf erstem Auslandseinsatz als Verteidigungsministerin

Karrierefrauen an der Armeespitze: AKK mit ihrer Amtsvorgängerin Uschi von der Leyen (Foto:Imago/photothek)

Berlin – „Gelbe Seiten – vielleicht hätten Sie jemanden fragen sollen, der etwas davon versteht“: In Deutschland müssen Minister wie Schulkinder auf ihre Aufgaben vorbereitet werden, um überhaupt halbwegs eine Ahnung zu gewinnen, was eigentlich ihre Aufgaben sind. Auch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wurde jetzt auf ihrem ersten Auslandstrip ins Nahost-Krisengebiet per Crashkurs auf ihre Aufgaben als Verteidigungsministerin vorbereitet.

Bei heutigen Politikerkarrieren, bei denen völlig fachfremde Personen in Entscheidungspositionen gebracht werden, in denen sie das Schicksal von hunderttausenden Untergebenen zu walten haben, kann es schon zu bizarren Situationen kommen. Besonders deutlich wurde dies bei ersten Auslandsreise von Annegret Kramp-Karrenbauer, die aufgrund einer spontanen Laune beschlossen hatte, ihr Wort zu brechen und neben ihrer Aufgabe als CDU-Parteivorsitzende mal eben schnell noch das Verteidigungsministerin mit zu übernehmen: Vor wenigen Jahren noch Kommunalpolitiker in Püttlingen, dann Innen- und Sportministerin im Saarland, dann Ministerpräsidentin, dann Merkel-getreue Generalsekretärin, dann Parteichefin. Und jetzt haben wir Deutschen eine gänzlich charismafreie Durchschnittsfrau aus der Provinz als Oberbefehlshaberin unserer Streitkräfte. So wird hierzulande das Mittelmaß nach oben gespült – Personen bar jeder technischer, personeller oder struktureller Kenntnisse eines hochkomplexen Apparats wie der Bundeswehr stehen dann im Hosenanzug neben ihrer nicht minder fremdkörpergleichen steif frisierten Amtsvorgängerin, und nehmen den Zapfenstreich ab – obwohl sie bestenfalls zur Filialdirektion einer Sparkasse berufen wären.

Learning by becoming Minister

Die „Welt“ berichtete gestern über die geradezu drolligen Bemühungen des Führungsstabs und ihrer Begleitoffiziere, die neue Ministerin zumindest notdürftig auf den Mindeskenntnisstand zu bringen, um wenigstens ein wenig mitreden zu können und das deutsche Restmilitär nicht vollends zu blamieren: „Die neue Inhaberin Befehls- und Kommandogewalt wurde ‚aufgebrieft‘, wie die Militärs das ausdrücken, also mit den wichtigsten Fakten und Herausforderungen ihres neuen Ressorts vertraut gemacht. Es gab dicke Papierstapel zu lesen für die CDU-Vorsitzende.“

Da wird eine totale Seiteneinsteigerung kurz oberflächlich instruiert – und soll dann befähigt sein, in einer der am meisten krisengeschüttelten Weltregionen weitreichende Entscheidungen zu treffen? Hier geht es nicht um einen Bäckerlehrgang, einen Bastelkurs oder ein Sprachseminar – sondern um den Überblick in einer hochkomplexen militärischen Lage. AKK ist nicht nur „ungedienter“ Zivilist, sie ist geradezu ein Super-Zivilist ohne jede bisherige Berührung mit Militär und globaler Sicherheitspolitik. Kann daran ein Crashkurs etwas ändern? „Die Herausforderungen aber warten nicht, bis der Lernprozess abgeschlossen ist“, schreibt die „Welt“ – zu Recht.

„Irgendwie klappt es“

Auf gewisse Weise passt AKK’s Unbedarfheit in ihrem neuen Ressort zum Ausrüstungszustand ihres Ladens: Es funktioniert so gut wie nichts, sondern wird nur irgendwie am Laufen gehalten. Nach diesem Prinzip arbeitet auch die Regierung Merkel, der AKK jetzt angehört, seit etlichen Jahren. Immerhin: Schlimmer als ihre jetzt nach Brüssel wegbeförderte Vorgängerin kann die CDU-Chefin ihr Amt auch nicht ausüben. Dass ihr Luftwaffenairbus bis ins jordanische Amman tatsächlich störungsfrei durchflog und dort protokollgemäß landete, ist zumindest ein gutes Omen. (DM)

Loading...

36 Kommentare

  1. Ich habe mir gerade vorgestellt da steht Franz Josef Strauss oder Helmut Schmidt.

    Was für eine schöner und beruhigender Traum…..

  2. Wenn man Deutschland angreifen wollte, wäre jetzt die Zeit gekommen. Ich könnte heulen, was aus dieser ehemals stolzen Truppe geworden ist.

  3. Ich schäme mich nur noch für dieses Land. Ich bin auch noch in diesen Saftladen von Bw. Ich hab Gott sei Dank nur noch 6 Monate. Dann werde ich Berufsdemonstrant und nächste Woche wird AfD gewählt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Es sieht mit etwas Fantasie noch einer Uniformjacke aus der Altkleidersammlung aus.Dieser Generalinspekteur in seiner beschämenden Dienstkleidung,er soll ja einen General darstellen,ist doch bezeichnend für den Zustand der einst so stolzen Bundeswehr,in der ich 4 Jahre lang mal gedient habe.Da habe ich keinen so rumlaufen gesehen! Traurig.Von den beiden Inkompetenten ganz zu schweigen.

  4. In ihren bisher ausgeübten Ämtern brauchte AKK kein Englisch, und dementsprechend ist ihr Englisch dann auch. Aber im Grunde ist auch das irgendwie schon egal, wie alles in diesem „Staat“, so hat man den Eindruck.😬

  5. Die Bundeswehr ein Ansammlung von Luschen und Politoffizieren, kein Mumm in der Hose gegen soviel Dummheit einer VM zu rebellieren. Was soll passieren, wenn die Masse an Generälen und sonstigen Offizieren sich gegen AKK wehren. Nein sie kuschen genauso wie bei der Polizei oder dem VS.

  6. Eine drei monatige Grundausbildung wäre sicherlich ein kleiner Anfang.Beim Schanzen spart Blut,könnte sie Glück haben und ein funktionstüchtiges Gewehr aus dem zweiten Weltkrieg finden.

  7. Die ganz Grossen kommen wohl alle aus dem Saarland, bis auf die Allergrösste, die bekamen wir als Preis der Einheit. Himmel hilf!

  8. „So wird hierzulande das Mittelmaß nach oben gespült –“
    Nein, DAS ist Bodensatz!
    Ich war schon damals gegen eine Frau in diesem Aufgabenbereich aber ich habe KEINEN Widerspruch irgendwo gelesen oder gehört von den Männern, genau so wenig wie von einem Frauenprotest gegen 5 Jahre ihres Rentenverlustes!

    Wohlstandsverfettung spielt sich in erster Linie wohl im Hirn ab!!!

    • Gegen eine Frau in diesem Aufgabenbereich (wobei es bei AKK egal ist, welchen Bereich sie besetzt, sie bleibt unfähig) ist per se nichts zu sagen. So eine Frau sollte aber mindestens mit Waffen umgehen können und in der Lage sein, auch auf jemanden zu schiessen, wenn es die Situation erfordert. Gäbe man AKK eine Waffe in die Hand, würde sie sich wohl eher selbst erschiessen. Das Beste wäre eine knallharte Ausbildung an einer Militärakademie (gibt es so etwas in DE?), dann könnte man eine solche Aufgabe beruhigt auch in Frauenhände legen. Die besten Beispiele findet man in Israel, da sind die Frauen echt taff….beneidenswert……

  9. Die Frau hat Null Komma Null Ahnung von der Materie und wird zu einer Ministerin berufen
    In diesem Bananenland läuft alles schief

    • Stichwort: Banane! Wussten Sie, dass wir genetisch mit der Banane zu 52% übereinstimmen? Bei 86% der deutschen Bevölkerung habe ich allerdings den Verdacht, dass es etwas mehr ist als 52%. Also, Bananenland triffts in jedem Fall.

  10. Klasse geschrieben, da kann man wirklich jedes Wort hundertprozentig unterstützen! Es gab und gibt gut funktionierende Staaten, da sind die Minister Kenner ihres Fachgebietes, ehe sie den Posten übernehmen.

  11. In unser Polit- Riege sitzen ausnahmslos nur echte Tausendsassas – null Ahnung von irgendwas und das in voller Länge und genau aus diesem Grund werden wir seit Jahren so beschissen regiert und unser Land an die Wand gefahren!

    • Und trotz Null Ahnung immer das große Maul…und immer den anderen irgenwas erzählen, das können diese unfähigen Labertaschen.

  12. Es hieß mal “ man wächst mit seinen Aufgaben“. Grundvoraussetzung war allerdings, dass eine gewisse Basis vorhanden ist, die fehlt aber komplett bei unseren Ministern.

  13. „Immerhin: Schlimmer als ihre jetzt nach Brüssel wegbeförderte Vorgängerin kann die CDU-Chefin ihr Amt auch nicht ausüben.“

    Es ist schön so „positiv“ eingestellt zu sein. Ich warte aber lieber erstmal ab.
    Meine Erfahrung mit deutschen Politik der letzten Jahre: Schlimmer gehts immer.

  14. Im Verteidigungsministerium geht es drunter und drüber und bei der Bundeswehr gehts immer mehr bergab. Und was macht die Verteidigungsministerin. Erst kümmert sie sich lauthals um den Klimaschutz, der sie überhaupt nichts angeht und dann gurkt sie auf Staatskosten in der Weltgeschichte rum und verspricht alles, was hier niemand will.

Kommentare sind deaktiviert.