Wenn die Klimalügner Segel setzen

Andreas Unterberger

Foto: Screebnshot/Youtube

Das Geschäftsmodell Klimawandel beschränkt sich längst nicht mehr auf das An-Land-Ziehen von Forschungsmilliarden. Jetzt mischen Millionäre, Blaublütige und Immobilienhaie mit.

Und wieder einmal werden wir zugemüllt mit Berichten über die Heilige Greta: Jetzt ist sie also angeblich CO2-neutral unterwegs zum Klimagipfel in New York. Phototermine, Pressegespräche, TV-Nachrichten – alle zeigen dasselbe: Sie wird ohne Toilette reisen, sondern einen Kübel am Bootsheck benützen, ohne Strom fürs Handy sein – also Bilddokumente ihrer Heldensaga nur übers Satellitentelefon an Freunde schicken können (die dann Facebook, Instagram etc. bedienen), sie hat Angst vor Seekrankheit und Heimweh (obwohl der Papi eh mit ist).

Fragt sich, wie lange es dauert, bis auf der „Malizia II“ – das Boot heißt bezeichnenderweise „Schlitzohr“ – der (angeblich plombiert) mitsegelnde Verbrennungsmotor eingesetzt werden muss oder eine CO2-aufwändige Rettungsaktion via Flugzeug eingeleitet wird. Es sind ja ein bisschen viele Leute auf dem für die Weltumrundung im Einhandsegeln hochgerüsteten Boot. Neben Greta samt Papi und dem Skipper natürlich auch ein Dokumentarfilmer (die Nachwelt wird ja immer mitgedacht) und der Sportler, für den ursprünglich die „Malizia“ umgerüstet wurde: Piero Casiraghi.

Wenn der nicht gerade segelt, beschäftigt er sich mit dem Steuern von Rennautos, was nicht gerade sehr klimafreundlich ist. (Apropos: Haben wir die heilige Greta bei einem Formel-1-Rennen die Zöpfchen mahnend schwingen sehen angesichts des CO2-Ausstoßes der Boliden?) Nun, der auch nicht mehr ganz junge Casiraghi kann sich’s leisten. Ist er doch Spross der monegassischen Grimaldi-Familie. Der Sohn der Grace-Kelly-Tochter Caroline gibt als Beruf „Geschäftsmann“ an. Dahinter verbirgt sich übrigens die nächste klimaschädliche Tätigkeit. In Monaco, dem Felsrefugium der Schönen und Superreichen, ist der Autobus längst durch den Hubschrauber ersetzt. Besonders lukrativ ist da die Strecke Monaco – Nizza. Und für die hat Onkelchen Albert auf Betreiben seines Schwesterchens Caroline der „Monacair“ die Exklusivrechte zugesprochen, die sich im Besitz von Piero Casiraghi und seiner Schwester befindet. Einsprüche von geprellten Mitbewerbern, die um den Großteil ihres Einkommens gebracht wurden, hat der oberste monegassische Rechtshüter abgelehnt, nämlich Prinz Albert selbst. Schließlich brauchten doch die armen Prinzessinnenkinder eine Entschädigung dafür, dass sie durch die späte Vaterschaft Alberts in der Thronfolge an aussichtslose Position abgeglitten sind… Ein fürstliches Trostpflaster – wer fragt da schon nach Klimaneutralität?

Jetzt also die Thunberg-Klüngelei fürs bessere Image.

Das will nämlich der Sponsor von Thunberg und Casiraghi, der Eigentümer der „Malizia“. Sie gehört dem deutschen Immobilienentwickler Gerhard Senft, der für die zahlungskräftige Klientel Luxuslofts in denkmalgeschützte Häuser einbaut. Da kann positive Presse nur helfen.

Aber: Das alles hat die gutgläubige Greta vielleicht nicht gewusst (auch weil das arme vermarktete Asperger-kranke Kind wohl nicht weiß, dass das Internet nicht nur zum Bildchen-Posten und Fanatisieren von Schulschwänzern taugt, sondern vor allem eine ausgezeichnete Recherchequelle ist. Und ihr geschäftstüchtiger Vater wird’s ihr sicher nicht sagen.)

Und so erleben wir derzeit, wie „klimaschonend“ der individuelle Klimatourismus ist: Er wird mit schmutzigem Geld bezahlt.

Der Klima-Massentourismus freilich ist noch ärger: Zehntausende reisen zu dem Klimatreffen in New York an. Nicht nur Politiker, sondern „Betroffene“ (was immer das ist, denn bisher dachte ich, das seien wir alle?), Wissenschafter (allerdings keine kritischen), Journalisten und natürlich die unvermeidlichen Klima-Gewinnler, die NGOs. Und die alle produzieren für dieses wunderbare, weltenrettende Ereignis zehntausende Tonnen CO2. Flugzeuge, Taxis, Stromverbrauch für Kommunikation, Essenzubereitung, Hotelservices etc.

Bezeichnenderweise wird dieser ökologische Fußabdruck des Klimarettungs-Reisezirkus seit 2011 nicht mehr bekannt gegeben. Damals verursachten allein die Flüge zur Konferenz in Durban, Südafrika, fast 77.000 Tonnen CO2. Zwei Jahre vorher verbrauchte man beim gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen insgesamt nur 46.000 Tonnen. Bei diesem sprunghaften Anstieg kann man sich vorstellen, warum über die Klimasünden der Klimaschützer gerne geschwiegen wird. Seit 2012 herrscht die positive Message-Control vor: Damals verkündete die Konferenz von Doha stolz, dass man statt 1,2 Millionen Blatt Papier nur 480.000 bedruckt hätte und somit exakt 258 Bäume retten konnte.

Könnte im 21. Jahrhundert bitte endlich jemand all diese Klima-Touristen fragen, ob eine Videokonferenz nicht umweltschonender wäre?

So weit die Groteske.

Es gibt aber auch einen Teil der Klimahysterie, der tragisch und gefährlich ist.

Mittlerweile gibt es das VHEMT – Voluntary Human Extinction Movement – eine Bewegung, die ein freiwilliges Auslöschen der menschlichen Spezies zur Rettung des Klimas propagiert. Denn Kinder sind „umweltschädlich“ – deshalb bekommen auch die Royals Schlagzeilen, wenn sie sich „dem Klima zuliebe“ mit nur zwei Kindern begnügen wollen (es gibt immer ein Körnchen Komik im Tragischen). Abgesehen davon, dass diese VHEMT-Bewegung viele junge Menschen in tiefe Depression treibt, statt sie zu motivieren, durch besonderen Einsatz ihrer Lernfähigkeiten zu wissenschaftlichen Lösungen der Klimaproblematik beizutragen, ist diese Menschenfeindlichkeit gefährlich ansteckend.

Angestoßen von einem anerkannten Umweltwissenschafter wird in Frankreich zur Rettung des Klimas jetzt die „ökologische Euthanasie“ diskutiert. Alten Menschen soll im Krankheitsfall nicht mehr medizinisch geholfen werden – der Umwelt zuliebe.

Hoffen wir, dass das nur Auswüchse einer vollkommen irregeleiteten und jeder Vernunft entglittenen Debatte über den Klimawandel sind. Und dass irgendwann auch in dieser Frage der kühle Verstand wieder die Oberhand gewinnt.

Hier noch ein hoch interessanter Kommentar:

Das Boot ist eine Ex GITANA , also ein Rennboot des Barons Rothschild von 2015.. Es hat einen hydraulischen Schwenk- und Drehkiel und ausfahrbare Tragflächen und erreicht bis zu 25kn.Dazu braucht es ein Stromaggregat, Diesel mit 500 PS, sonst ist es unfahrbar. Der läuft 24h/Tag und braucht ~30l/h. Scheißen kann Greta auch mitten im Schiff in ein Chemo WC, das ist kein Problem, da es ist 18m lang. Allerdings fliegt die Crew der Werbemanager, und das sind viele, mit dem Flugzeug. Das Schiff wird angeblich per Fracht zurückgebracht. Auf dem Werbefoto sah ich einen Coffeegrinder, eine 2 Personenwunsch mit Mann und Frau, die allerdings nicht mitsegelt.
Versiegelt wird nur der Antrieb, die Schiffsschraube, damit das Boot nicht mit Motor fährt, sonst NIX ! Das Aggregat leistet geschätzt 400kW. Die Solarzellen, die auf das Schiff geklebt wurden, leisten maximal 1,149 kW, die gar nicht so leicht ins Schiffsnetz einzuspeisen sind. Angebliche hat eine Grazer Firma die Elektronik dafür gebaut.
Wir segelten in den 70ern noch gegen die GITANA von Rothschild, als es noch ein ehrliches Segelboot war. Es war ehrlicher Sport!

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35 Kommentare

  1. Was lernen wir daraus-zu leben ist klimaschädlich. Sollten zuerst mal unsere Ökos ihre Konsequenzen daraus ziehen. Das klimaschädliche Leben der Restbevölkerung könnte dann besser sein, auch wenn es immer noch klimaschädlich ist.Aber damit können wir vermutlich leben.

  2. Die Geschichte hat eigentlich diese Überschrift verdient:
    DIE HEUCHLER AUF DEM RENNBOOT!

    So ist Kröta Tunfisch im Auftrag der CO2-Zertifikat-Lobbyisten unterwegs um ihren Jüngern kräftig Sand in die Augen zu streuen. Die konzertierte Aktion des Mainstream funktioniert jedenfalls bestens und keiner der ÖR-Propagandisten stellt irgend etwas in Farge. Panik verbreiten, Kröta heilig sprechen und die böse Wissenschaft verteufeln, wenn sie nicht Chore der Selbstgerechten mitsingt.

  3. Wenn nun quasi über Nacht, schon bloss der Gedanke einer Existenz dieser im Artikel genannten Bewegung „Voluntary Human Extinction Movement“ gemeinsam mit dem hochkriminellen Anliegen einer „ökologischen Euthanasie“, beginnen sich auszubreiten, wird sich in Europa eine grosse Massenflucht einstellen.
    Die Frage, ob auch diese Verbrechen,Teil der inszenierten, in die Gänge gekommenen teuflischen NWO ist, muss ihre Berechtigung haben!
    Wie tiefkrank müssen solche Menschen überhaupt noch sein?
    Was – in Gottes Namen? – müssen die noch anständigen Bürger/Innen sich noch bieten lassen?

  4. Greta hätte mit einer Nachbildung der Karacke Santa Maria, mit der Kolumbus am 3. August 1492 in See stach über den Atlantik nach Amerika segeln sollen, das wäre passender für diese antikapitalistische Göre gewesen. Aber bitte hin und auch zurück!

    • Bis dato kannte ich ja nur eine Baracke. 😉

      Aber Dinger solchen Namens gab´s ja tatsächlich! 😵
      Jetzt habe ich wieder etwas gelernt! 🌼

    • Bis dato kannte ich ja nur eine Baracke. 😉

      Aber Dinger solchen Namens gab´s ja tatsächlich! 😵
      Jetzt habe ich wieder etwas gelernt! 🌼

  5. Im Artikel wird ein Diesel-Stromaggregat erwähnt, das 24h/Tag läuft und ~30l/h verbraucht.

    Ich rechne 14Tage x 24h x 30Liter = 10080Liter ~ 10Kubikmeter

    Wo soll diese Menge Diesel (die ca. 8,5Tonnen wiegt) auf der RennYacht „Malizia II“ Platz finden? Sind Angaben falsch, oder muss zwischendurch von einem Begleitschiff nachgetankt werden?

    • Da hat wahrscheinlich einer etwas Läuten gehört – weiß aber nicht, wo die Glocken hängen – er schreibt nur darüber!
      Die haben doch auch Strömungsturbinen unter dem Rumpf, habe ich gelesen.
      Die in Zusammenarbeit mit den Sonnendingern müssten doch ausreichend Strom produzieren – die brauchen doch schließlich nix außer Internet (Wetter+Navi).
      Noch nicht mal Druck für ’ne Wasserspülung. 😁

    • Er schreibt über „hydraulischen Schwenk- und Drehkiel und ausfahrbare Tragflächen“, für welche der erzeugte Strom benötigt wird. Die Leistung der Sonnendinger wird mit 1,149 kW ~ 1,5 PS, die nur kompliziert eingespeist werden können, beschrieben — das reicht für nix.🚣
      Wie schon oben angemerkt, irgendwas ist unschlüssig an den Angaben.

    • Jo, mit dem Hydraulikgedöns, das hatte ich zwar gelesen – aber nicht mehr daran gedacht.
      Ich bitte, entschuldigend die Uhrzeit zu beachten. 😴😴😴
      😉

    • Jo, mit dem Hydraulikgedöns, das hatte ich zwar gelesen – aber nicht mehr daran gedacht.
      Ich bitte, entschuldigend die Uhrzeit zu beachten. 😴😴😴
      😉

  6. Ich wünsche den Reisenden eine sehr sehr raue See mit hoher Windstärke, besser noch ein schöner ausgewachsener Orkan. Das gehört einfach zu einer Seereise dazu.

  7. Ich muß diesen Artikel nicht ganz lesen, denn sonst bekomme ich Ausschlag!!!
    Das einzige was passieren sollte, die erwischt ein Riesenkarwenzmann, und dann hat sich jegliches weitersegeln erübrigt, dann sind sie Futter für die Fische, und wenigsten zu etwas nutze.

  8. Im meinem Bekanntenkreis wurde vor ein paar Tagen der Sohn 18 Jahre alt, vor ein paar Wochen war er freitags noch auf den Demos und hat uns mit dem Klima Quatsch vollgelabert. Jetzt hat er den Führerschein und bekam den neusten Audi vor die Tür gestellt und jetzt ist nix mehr mit Klima schützen.

  9. Gerade las ich folgende dpa-Meldung:

    Reykjavik (dpa) – Opfer der Erderwärmung: Island hat erstmals einen Gletscher offiziell für „tot“ erklärt. Die Eismassen auf dem 700 Jahre alten Okjökull seien stark abgeschmolzen, daher gelte er formal nicht mehr als Gletscher.

    Demnach ist es jetzt in Island wieder so warm, wie vor 700 Jahren.
    😁😁😁
    (Ich hoffe, daß wenigstens die Leser dieses Forums verstehen, was das aussagt.)

    • Dieser Gletscher ist offenbar gar kein Gletscher und war auch nie einer und findet nun in seinen Ursprungszustand zurück. Eigentlich ist alles gut. So etwas darf aber niemand wissen, es wäre dem Mainstream-Hype abträglich und dann ließe sich kein Geld mehr damit verdienen.

    • Ich vermute etwas ganz anderes. Dieser sog. Gletscher war nur eine große Schneekappe , der Berg darunter ein Vulkan im Ruhezustand. Durch weltweit vermehrte Vulkanaktivitäten hat sich dieser schlafende Vulkan langsam erwärmt, und das Eis bzw. den Schnee über die Zeit abgeschmolzen. Dafür gibt es mehrere Beispiele. Mal die Suchmaschine benutzen.

    • Dann wäre es ja vor 700 Jahren noch viel wärmer gewesen als heute…sicher satte, höllische 1,785 Grad 😁😁😁 !

    • ISLAND ist eine Vulkaninsel durch und durch.

      Paßt aber nicht ins Konzept der KLIMA®-Sekte, darauf hinzuweisen.

  10. Bitte liebe Pressevertreter und Blogger – hört endlich auf die Monegassen immer als „Blaublütige“ zu bezeichnen, das ist eine Beleidigung echter Adelsgeschlechter. Die Grimaldis sind weder Prinzen oder Prinzessinnen und schon gar nicht blaublütig! Das sind die Nachkommen von Piraten, die sich Monaco brutal erobert haben. Von daher passt es eigentlich ganz gut, dass Pierre Casiraghi da mit aus der Segelyacht ist.

    • Wenn die doch, wie der Skipper angesagt hat, nur sog. Astronautenkost bekommt,
      dann hat die keinen Stuhlgang. Das Zeug ist vollresorbierbar!

    • Das heisst also, wenn Gretel nach 2 Wochen Astronautenkost in New York ankommt, dann hat ihr Darm die natürliche Fähigkeit zur Selbstreinigung teilweise „vergessen“. Die besucht dann zum Klimagipfel die reich gedeckten Buffets und — kann nicht kacken.😂

    • Nö, wieso?
      Der Darm vergisst das nicht – der ist auch mit Astronautenkost täglich in Betrieb – es bleiben nur nicht die „üblichen unverdaubaren Reste“.

      Ein/zwei Tage vor der Anlandung fängt man mit Kostaufbau wieder an, um den Darm zu füllen und dann geht´s am Bufett in die Vollen
      und im Darm wieder den normalen Gang! 😁
      Und gegen Stau zwischen dem Gekröse gibt´s doch hilfreiche Pillchen:
      „Nimm Darmol – du fühlst dich wohl!“ 💩

    • Sie haben mir mit Ihrem Beitrag mein Kopfkino zerstört.😭

      Hoffe nun, dass der von Ihnen beschriebene Stau im Gekröse wenigstens dazu führt, dass Gretel die Klima-Gipfeler mit ihren Winden belästigt.😷

    • Sie haben mir mit Ihrem Beitrag mein Kopfkino zerstört.😭

      Hoffe nun, dass der von Ihnen beschriebene Stau im Gekröse wenigstens dazu führt, dass Gretel die Klima-Gipfeler mit ihren Winden belästigt.😷

  11. Das Gretl hätte besser alleine fliegen sollen, denn die Yacht wird von 6 Leuten abgeholt und zurückgesegelt und wie kommen die dahin? Na die fliegen natürlich über den großen Teich. Nach ihrer eigenen Logik hat sie sich jetzt schwer schuldig gemacht.

    Ich bin der Meinung, dass eine Erhöhung des Co2-Anteils im Promillebereich keine Auswirkungen auf das Klima haben wird. Den Klimawandel stoppen zu wollen ist nicht möglich und er hängt nur zu verschwindend geringem Anteil vom Menschen ab.

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