Diktaturen brauchen Denunzianten – wie Mimikama

Die Sache mit Mimikama...; Foto: © jouwatch Colllage

Das Internet ist ein weites Feld. Nachrichten erscheinen heute nicht nur auf Nachrichtenseiten, sondern vor allem auch in sozialen Netzwerken, wo jeder die Möglichkeit hat, Fotos, Videos und Texte zu posten. Oft sind Berichte von Personen, die bei aktuellen Ereignissen vor Ort sind, sehr interessant für Medien. Es gibt aber auch Falschmeldungen, die in die Irre führen. Der in Österreich gemeldete Verein Mimikama beschäftigt sich ausschließlich mit der Überprüfung von Online-Inhalten. User können bei Mimikama Meldungen einreichen, deren Wahrheitsgehalt von Mimikama überprüft werden soll. Großspurig schreibt Mimikama auf der eigenen Webseite „Falschmeldungen entlarven, verdrehte Inhalte klarstellen, auf Nutzerprobleme reagieren„.

Das Prinzip hinter Mimikama nennt man auch Denunzieren und ist jedem aus der ehemaligen DDR noch sehr geläufig. Früher waren es Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen und andere, die im Auftrag der Staatssicherheit mithörten, beobachteten und falls notwendig, bei der SED-Führung anprangerten. Auch unter Hitler war das Denunziantentum sehr erfolgreich. Kaum jemand traute sich, die Wahrheit zu sagen. Wer eine eigene Meinung hatte und nicht die des Systems übernahm, lief Gefahr sein Leben zu verlieren. Faschisten, die andere Meinungen nicht tolerierten lauerten überall. Die Geschwister Scholl starben für die Freiheit, die eigene Meinung sagen zu dürfen.

Man könnte meinen, Deutschland hätte daraus gelernt. Das Gegenteil ist der Fall. Dank des Internets ist das Denunzieren heute einfacher, bequemer und schneller als jemals zuvor. Die Seite Mimikama, die auf den ersten Blick seriös wirkt, steht dem Faschismus offenbar sehr nahe.

Thomas Laschyk ist verantwortlich für die Denunziantenseite volksverpetzer; Foto: Screenshot
Thomas Laschyk ist verantwortlich für die Denunziantenseite volksverpetzer; Foto: Screenshot

Thomas Laschyk ist verantwortlich für die Denunziantenseite volksverpetzer und Mitarbeiter bei Mimikama.

https://www.volksverpetzer.de/author/volksverpetzer/
https://www.facebook.com/laschykvvp/

Thomas Laschyk ist verantwortlich für die Denunziantenseite volksverpetzer; Foto: Screenshot
Thomas Laschyk ist verantwortlich für die Denunziantenseite volksverpetzer; Foto: Screenshot
Thomas Laschyk und Mimikama; Foto: Screenshot
Thomas Laschyk und Mimikama; Foto: Screenshot

Mimikama klingt nicht so böse wie volksverpetzer, doch haben beiden offensichtlich das gleiche Ziel. Beide Webseiten stellen Andersdenkende an den Pranger und welches denken richtig und welches falsch ist.

Auf Wikipedia steht: „Mimikama ist eine private Initiative, die über Internetmissbrauch aufklärt. Sie wurde 2011 durch Thomas Wannenmacher gegründet und firmiert als Non-Profit-Organisation im österreichischen Vereinsregister. Bekannt geworden ist Mimikama speziell über die auf Facebook betriebene Initiative ZDDK (Zuerst denken – dann klicken) mit rund 666.500 Abonnenten (Stand Juli 2019). Der gemeinnützige Verein beschäftigt sich mit Hoaxes, Abofallen, Spam, Fake-Gewinnspielen und -News sowie schädlichen Internet-Links, welche nach Analyse auf dem eigenen Blog dargestellt werden.

Das Team von Mimikama hat auch das Projekt „Zuerst denken – dann klicken“ ins Leben gerufen.

Ein weiterer Name, der auf Mimikama zitiert wird, ist der Aliasname Frank Stollberg. Stollberg heißt nicht wirklich Stollberg, aber wie es für die Antifa üblich ist, verschleiert er auch online seine Identität. Seine Name ist auf Mimikama zu finden.

Frank Stollberg auf Mimikama; Foto: Screenshot
Frank Stollberg auf Mimikama; Foto: Screenshot

Stollberg ist ebenfalls als Denunziant an vorderster Front mit dabei und rühmt sich damit, „böse Nazis“ auf Facebook und Twitter  zu „melden“

Stollberg ist ein Denunziant; Foto: Screenshot Facebook
Stollberg ist ein Denunziant; Foto: Screenshot Facebook
Stollberg ist ein Denunziant; Foto: Screenshot Facebook

 

Webseite von Frank Stollberg; Foto: Screenshot
Webseite von Frank Stollberg; Foto: Screenshot

Stollberg retweetet bei Twitter unter anderem Ex-Störungsmelder und Antifa-Sympathisant Sören Kohlhuber, der bei den G20-Krawallen am 6.7.2018 in Hamburg in aller Munde war (jouwatch berichtete). Antifa und G20-Gegner hatten eine Menschenjagd auf die Journalisten Lauren Southern  und Tim Pool veranstaltet, nachdem Sören Kohlhuber ein Foto von beiden getwittert hatte.  Der „Menschenjäger“ Kohlhuber verlor kurz darauf seinen Job bei Die Zeit.

Stollberg retweetet Sören Kohlhuber; Foto: Screenshot Twitter
Stollberg retweetet Sören Kohlhuber; Foto: Screenshot Twitter

Die Verbindungen zwischen Mimikama, dem Volksverpetzer und der linksradikalen Antifa sind offenbar dichter, als manch einem bewusst war.

„Übrig bleibt das Handeln einiger Denunzianten, die fest davon überzeugt sind, das Richtige zu tun. Hitlers System funktionierte nicht ohne Denunziantentum. Diktaturen brauchen Denunzianten. Demokraten gehen gegen Denunzianten vor. Es widerspricht jeglicher demokratischer Überzeugungen, jemanden wegen seiner Gesinnung zu ächten, ihn arbeitslos werden zu lassen und und und. Das Antibiotikum gegen Faschismus ist das eigene demokratische Tun. Und jetzt werden viele sagen, dass wir nicht in einer Demokratie leben. Und ich frage dann mal zurück, ach was? Wenn wir, wie Du sagst, nicht in einer Demokratie leben, wovon auch ich ausgehe, dann sage mir doch bitte, auf welcher Seite stehen dann all die vielen Herrsche-und-Teile-Leute eigentlich? Für welches System kämpfen denn dann all diejenigen, die den Kampf in ihren Parteibüchern glorifiziert haben? Zur Zeit könnte man meinen, dass an jeder Ecke ein Hitler steht. Doch dem ist nicht so, ganz und gar nicht!

Alles Systemkritische ist unmenschlich, das ist das Credo. Und damit agieren diese Leute mit den Methoden der Nazis selbst. Und hier weiß ein gebildeter Mensch die Spreu vom Weizen zu trennen. Gleiches mit Gleichem zu bewältigen erhöht das Potenzial dessen, das man bewältigen möchte. Das Denken, Menschen möglichst zu beseitigen, die einem nicht passen, erzwingt bei der Gruppe der einen das Konzentrationslager, bei der anderen Gruppe den Gulag. Doch das Denken ist das Gleiche. Einzig die Einbildung, man befände sich ja auf der guten Seite, lässt die Moral besser erscheinen. Doch es bleibt unmenschliches Handeln. Würde man beide Menschentypen in einen Hirnscanner legen und ihre Wut über den anderen freilegen, so würde der Hirnforscher in beiden Menschen die gleichen Hirnareale feuern sehen. Der Hirnforscher würde den linken nicht von dem rechten Überzeugungstäter unterscheiden können. Das ist die Tragik der Linken, denen man über Marx eine falsche Ideologie über den Kampf ins Hirn gefräst hat. Die Lehre nach 1945 heißt, das in uns zu bezwingen. Faschismus ist nur ein Faden in einem Seil. Und das Seil heißt Destruktivität.“ (Zitat Rüdiger Lenz)

Denunzieren ist das neue Abkassieren

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5 Kommentare

  1. Der Hackfresse mit der „hippen Plastik-Retrobrille“ steht die Doofheit im Gesicht geschrieben. Ekelhaft, solche Typen….

  2. Tja, Denunziation als Selbstverwirklichung.

    In ihrem Streben nach Anerkennung und Liebe durch Mitmenschen haben sie für ihr Leben endlich die Aufgabe, die Richtung gefunden, in der sie sich ihrem Wesen gemäß am adäquatesten zur Entfaltung bringen und ihre individuell gegebenen Möglichkeiten und Begabungen voll ausschöpfen können.

    Wer sonst kann das schon von sich sagen.

  3. Dem Milchbubi Laschyk quillt seine gesinnung ja direkt aus den Ohren. Wenn der vor einem Patrioten, Marke Kleiderschrank, steht, dürften ganz üble Gerüche aus seiner Hose kommen.

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