Brandenburg: Pensionierter Klimaforscher biedert sich als Minister an

Hans-Joachim Schellnhuber predigt auf dem Evangelischen Kirchentag (Foto:Imago/Wölk)

Berlin / Potsdam – Joachim Schellnhuber, verrenteter Ex-Chef eines umstrittenen Potsdamer Klimainstituts, der früher schon durch wirre Forderungen zum Klimaschutz für Furore sorgte, will jetzt Minister werden –  jedenfalls wirft er ungefragt seinen Hut in den Ring.

Die Nähe der Politik zur Wissenschaft ist nicht nur von diversen Lobbyverbänden, Gutachteraffären oder abhängigen Forschungseinrichtungen hinlänglich bekannt, welche ihr Überleben dem steten Säugen an den Zitzen des Steuersäckels verdanken. Im Bereich Umweltschutz, gerade in der Klimadebatte, wird die mangelnde Distanz zwischen Haltung und Erkenntnis zum geradezu notwendigen Übel, um den ideologischen Überbau mit immer neuen „Fakten“ und angeblich objektiven Datenerhebungen abzustützen. Und wer als Wissenschaftler zu Berufszeiten das Hohelied des Alarmismus besonders grün-konform zu trällern vermag, für den springt in Ruhestand vielleicht sogar ein Ministeramt heraus.

Derartige Hoffnungen macht sich aktuell zumindest der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. Für den Fall eines günstigen – soll heißen: idealerweise rot-grünen oder zumindest rot-rot-grünen – Wahlausgangs schließt er ein Ministeramt nach der Landtagswahl in Brandenburg für sich nicht aus. Bloß: Angeboten hat es ihm anscheinend noch keiner.

„Zukunftskonzept“: Grüne Verbote und Bevormundung en masse

Der inzwischen 69-jährige emeritierte Professor war Gründungsdirektor des „Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung“ („PIK“) und ist selbst parteilos. Wo er jedoch politisch steht, wird an dem Umstand deutlich, dass er sogar die derzeitige rot-rote Landesregierung für ihre „vernachlässigende Haltung“ in der Umweltpolitik scharf kritisierte und ihr wiederholt vorwarf, „das Thema Klimaschutz von der politischen Agenda verdrängt“ zu haben. Deshalb stehe er laut „n-tv“ bereit, in einer neuen Regierung auch als Minister ein „konkretes und stimmiges Zukunftskonzept für das Land“ zu entwickeln.

Wie ein „stimmiges Zukunftskonzept“ aus Schellnhubers Sicht aussieht, lassen seine konkreten Forderungen erahnen: Striktes Tempolimit auf Autobahnen. Noch mehr Subventionen für die Schiene (Schellnhuber: „Ein ganz klarer Vorrang vor der Straße!„). Außerdem noch mehr Erneuerbare-Energie-Experimente auf Steuerzahlerkosten; so könne Brandenburg „das Land sein, wo innovative Ansätze erprobt werden – beispielsweise Windturbinen an Flugdrachen als Alternative zu Windrädern„, schwärmt der „verrückte Professor“.

Es seien „außergewöhnliche Zeiten„, befindet Klima-Emeritus Schellnhuber, deshalb wolle er sich bei der „Bewältigung der Klimakrise“ den „demokratischen Parteien“ (gemeint sind ist hier wohl der grün-linke Block, einschließlich CDU vermutlich, freilich nicht jedoch die AfD) empfehlen: „Was ich als Wissenschaftler einbringen kann, ist mein Sachverstand, nicht irgendeine starre Weltanschauung.“ Wo liegt in der Klimapolitik zwischen beidem heute überhaupt der Unterschied? Zumindest im Falle seines „PIK“ ist dies nicht leicht zu beantworten. Bereits 2015 diagnostizierte die „Welt“ bei Schellnhuber „eine Mischung aus Melancholie und Wahn“ und rügte seinen „ewigen Alarmismus„. Er reklamiere für sich die Erfindung des „Zwei-Grad-Ziels“ bei der Erderwärmung und empfahl sich – nach Einschätzung der „Welt“ – mit einem Buch, in dem er Klimapolitik unverhohlen als „Mittel zur Umverteilung des Weltvermögens“ beschrieb, gänzlich unbescheiden selbst für den Friedensnobelpreis.

Statt Ruhestand als Umweltminister „in die Bütt“

Und weil es mit dem Nobelpreis nicht geklappt hat, will der Klima-Opi jetzt , im siebzigsten Lebensjahr, nochmal eine politische Karriere starten. Den Schritt begründet er wie folgt: Angesichts der Klimasituation „…kommt man dann auch als emeritierter Professor ins Grübeln, ob man nicht selbst in die politische Bütt steigen sollte, um das endlich umzusetzen helfen, was die Wissenschaft immer dringlicher empfiehlt„. Die fröhliche Wissenschaft! Mit „Bütt“ gibt Schnellnhuber selbst genau das passende Stichwort: Denn schon als Wissenschaftler war er kaum mehr ernst zu nehmen als ein Büttenredner an Fasching. (DM)

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20 Kommentare

  1. Deppnhuber ist Greta als alter, weißer, heterosexueller Mann – und mit einem noch dümmeren Namen.

  2. Dieser **huber wurde in Niederbayern geboren und geschulbildet. Erst 1992, als es wie Sie schreiben den Kuchen zu verteilen gab, kam er nach Potsdam.

  3. Na ja…
    Ich frage mich allerdings, was sein Psychoanalytiker dazu sagt…
    Kommt dieser „Professor“ „durch“?
    Ohne Schmerzen & so?

    Oder hat dieser „Professor“ schon die Schmerzgrenze seiner „Erguesse“ ueberwunden und traellert nun Nachts, um vier von seinem Balkon?

    Wer weiss, wer weiss….

    Ich frage ja nur… Sorry…

    Wer jedoch auf „Windturbinen an Flugdrachen“ kommt…
    Hm… Na ja….

    Dahingehend koennte man schon mal vermuten, dass das eine oder andere „Schraeubchen“
    sich eeeeeetwas gelockert hat oder sich die eine oder andere Loetstelle oberhalb der Augenbrauen sich ein kleeeeeeein wenig geloest hat…..

    KOEOEOEOEOEOENNTE ja sein, oder? 😉

    SatMod off

  4. WINDTURBINEN an FLUGDRACHEN !!! Also das toppt wirklich alles ! Auf so eine wahrhaft geniale Idee kann echt nur ein wirklich kompetentes Klimafolgenforscher Gehirn kommen.
    Also Leute, Schnell `n Huber wählen, dann klappts auch mit der Energiewende und der Himmel hängt bald voller Harfenspielender Engel.
    Öhem… wie viel davon gehen noch mal auf ´nen Stecknadelkopf ?

  5. Kann mir mal jemand verraten, was solche Leute mit 69 Jahren in der Politik zu suchen haben. Die sollen ihre Rente geniessen und meinet wegen Grünkohl anpflanzen.

    • Nur als Kinderschreck. Aus dem Grund durfte er doch seinerzeit in den MSM nicht den Wetterbericht aufsagen. Inzwischen haben wir uns mehr an solche Geisterbahnfiguren gewöhnt.

  6. Wenn ich den Typ so sehe, muss der wohl zuviel Weihrauch abbekommen haben, als er als Klimaberater für den Vatikan amtete. Tja, Drogen können eine verheerende Wirkung haben…

  7. Ich kann ihn verstehen und find das gut. Ich wünsch dem Wissenschaftskollegen endlich mal Erfolg.
    Prof. Dr. Schlagheb
    Direktor des Millepille Instituts für Schwerkraftfolgenforschung

  8. Der Mann hat genau so wirre Ideen wie der Mojib. Ich hatte mal Schriftverkehr mit dem Herren. Es ging um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Um überhaupt irgendeinen Effekt begründen zu können verstieg sich der Schellnhuber in die steile These des Landverbrauches! Weniger Geschwindigkeit würde bedeuten man könnte die Fahrspuren schmaler machen, ja und dann würde endlich CO2 eingespart.
    Wie sieht da eigentlich die Klimabilanz für Neubürger aus? Die müssen ja irgendwo wohnen und die können aufgrund ihre Physionomie auch nicht von alleine fliegen. Herrgott die müssen am ende Straßen benutzen und das alles verdichtet den Boden.

  9. Die besten Lügner und Betrüger wollen in die Politik.
    Die gehören eigentlich eingesperrt und dürften niemals das Volk vertreten.

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