Deutscher Wahnsinn: „Kunstfreiheit“ bewahrt Knabenchor vor Unterwanderung

Max Erdinger

Knabenchor - Bild: Imago

In Berlin wollte eine Mutter, selbst Juristin, ihre neunjährige Tochter in den Staats- und Domchor hineinklagen (jouwatch berichtete), einen reinen Knabenchor seit seiner Gründung im Jahre 1465. Vor dem Verwaltungsgericht ist sie mit diesem Vorhaben gescheitert. Unklar ist, ob die Mutter der jungen Sangesmaid beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in Berufung gehen wird.

Es sei einer jener seltenen Fälle gewesen, in denen die Kunstfreiheit nach Art. 5 Grundgesetz mit dem Gleichbehandlungsgebot aus Art. 3 kollidiert sei, schreibt rbb24. Das muß man nicht so sehen, jedenfalls nicht ausschließlich so. Eine viel größere Rolle dürfte spielen, daß es einer der immer häufigeren Fälle ist, in denen sich offenbart, zu was für einer Gaga-Republik unser Land verkommen ist. Knabenchor: Ein Chor aus lauter Knaben. Ein Mädchen ist kein Knabe. So einfach könnte es sein. Lediglich argumentiert werden durfte nicht so vom Anwalt des Dom- und Knabenchors. Hätte er das getan, dann würde das Mädchen vermutlich bald im Knabenchor mitsingen, weil dann tatsächlich das Gleichbehandlungsgebot aus Art. 3 Grundgesetz als verletzt angesehen worden wäre.

Nein, die Kunstfreiheit mußte ins Spiel gebracht werden, um das Mädchen von den Knaben fernzuhalten und die 554-jährige Tradition der ältesten musikalischen Einrichtung Berlins unverwässert zu erhalten. Tatsächlich wäre die 9-jährige Sängerin das erste Mädchen gewesen, das nach Jahrhunderten im Chor mitgesungen hätte. Und die Kleine hätte vermutlich nicht einmal schlecht gesungen. Zuvor war sie bereits im Chor der Komischen Oper in Berlin und in der Domsingschule in Frankfurt am Main. Das waren aber beides gemischte Chöre.

Der Anwalt des Staats- und Domchores mußte also vortragen, daß Mädchenstimmen anders klingen als Knabenstimmen und daß es in der Kunstfreiheit des Chorleiters liegt, über die Stimmfarbe des Klangkörpers zu bestimmen. Flankierend half wohl auch die prophylaktische Kindeswohl-Argumentation zur juristischen Absicherung, um das Mädchen von den Knaben fernzuhalten. Es sei „pädagogisch und musikalisch kontraproduktiv“, Mädchenstimmen auf Jungenstimmen und umgekehrt zu trimmen, argumentierte der Chorleiter vor Gericht. Kinderstimmen müsse Raum für ihre natürliche Entwicklung gegeben werden. Mit der Argumentation, daß ein Mädchen eben kein Knabe sei, wäre der Staats- und Domchor juristisch vermutlich baden gegangen. Interessant wäre, was passieren würde, sollte ein Vater versuchen, seinen Sohn in eine Mädchenschule mit dem Namen „Bildungswerk für höhere Töchter“ hineinzuklagen.

Die Kochkunstfreiheit

Das Wort „Kochkunst“ zum Beispiel ist allgemein gebräuchlich, so daß es sich bei einigen Sterneköchen wohl um Künstler handeln muß, deren Wirken unter die Kunstfreiheit fällt. Wo es die Kochkunst gibt, gibt es zwangsläufig den Kochkünstler. Warten wir also auf den Tag, an dem ein Restaurantgast dagegen klagt, daß sich knapp unter der Oberfläche seines Gulaschtopfes ein mit Sardellen gespickter Vanillepudding fand, und der Koch Recht bekommt, weil sardellengespickter Vanillepudding im Gulaschtopf unter seine Kochkunstfreiheit fällt.

Ob „Knabenchor“ oder „Gulaschtopf“: In der Gaga-Republik müssen Gerichte bemüht werden, um juristisch zu klären, daß ein Knabenchor aus Knaben- und ein Gulaschtopf aus Gulasch zu bestehen hat. Im Zuge des allgemeinen Gleichbehandlungs-, Gleichstellungs- und Gleichgehtslos-Wahnsinns kommt demnächst vielleicht ein gleichberechtigter „Teilhabender am öffentlichen Straßenverkehr“ auf die Idee, dagegen zu klagen, daß er auf der Autobahn nicht radeln darf. Juristisch zu klären wäre dann, welche Sachverhalte das Wort „Autobahn“ impliziert, und ob für den Fall, daß der Kläger Recht bekommt, auch Autofahrer die Radwege benutzen dürfen.

Vermutlich kommt man beim Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis schon straffrei davon, wenn man argumentiert, für das Wort „Fahrerlaubnis“ gebe es auch das Wort „Führerschein“, und daß man deswegen keinen besitzt, weil man ein „Kämpfer gegen rechts“ sei und mit Führern aller Art nichts zu tun haben wolle. Kämpfer gegen rechts dürften aber rasenden Rechtspopulisten gegenüber wegen des Antidiskriminierungsgesetzes nicht benachteiligt werden.

Daß eine Juristin und Mutter versucht, ihre Tochter in einen Knabenchor hineinzuklagen, ist schlicht wahnsinnig und sonst gar nichts. Und daß es über einen solchen Kokolores tatsächlich zu einer Verhandlung vor einem Verwaltungsgericht kommt, ist noch viel wahnsinniger. Man muß aufpassen, daß die Auslandspresse keinen Wind davon bekommt. Niemand hat etwas dagegen, als Deutscher im Ausland für einen freundlichen Menschen gehalten zu werden. Aber „lächerlich“ ist einfach schon übertrieben freundlich.

 

Loading...

21 Kommentare

  1. Traditionen sind unter Kritik. Ob Knabenchöre nun eine Existenzberechtigung im pädophilen Umfeld von Kirche und Grünen haben, ist anscheinend eine wichtige Frage. Auch die Tradition der Hexenverbrennung kam ja unter den Hammer, angesichts der heutigen Protagonisten eigentlich schade😈

  2. Traditionen sind unter Kritik. Ob Knabenchöre nun eine Existenzberechtigung im pädophilen Umfeld von Kirche und Grünen haben, ist anscheinend eine wichtige Frage. Auch die Tradition der Hexenverbrennung kam ja unter den Hammer, angesichts der heutigen Protagonisten eigentlich schade😈

  3. Traditionen sind unter Kritik. Ob Knabenchöre nun eine Existenzberechtigung im pädophilen Umfeld von Kirche und Grünen haben, ist anscheinend eine wichtige Frage. Auch die Tradition der Hexenverbrennung kam ja unter den Hammer, angesichts der heutigen Protagonisten eigentlich schade😈

  4. Die 9jährige Tochter tut mir leid. Dies Kind ist der Mutter nämlich vollkommen egal. Die hat sich keine Sekunde lang gefragt, wie sich ihre Tocher wohl in einem Knabenchor fühlt. mit 9 ist sie gerade am Beginn der Pubertät, da sind Freundinnen wichtig – und nicht Chorknaben!

  5. Das Kind kann einem leid tun. Missbraucht und bloßgestellt von einer durchgeknallten psychopathischen Mutter, ein lebendiges Beispiel für vollkommene Verblödung des Zeitgeistes, einer Zeit ohne jeden Geist. Das Kind dürfte selbst schweren psychischen Schaden davontragen, wofür die Mutter vorsätzlich und mit durchaus krimineller Energie verantwortlich ist.

  6. Ich wünsche mir, dass bald mal eine Frau gegen das Festkomitee des Kölner Karnevals klagt, denn das komplette Dreigestirn besteht aus Männern – selbst die Jungfrau ist ein Mann 🙂

    Bin mal gespannt, wie dann in toleranten offenen multikulti Köln die Resonanz wäre.

  7. Ich denke mal, wir werden von dieser Juristin noch weiteres hören, die wird sich bis zum „EuGH für Menschenrechte“ in Luxemburg hochklagen und Recht bekommen, ganz sicher. Dieser EuGH für Menschenrechte hat ja auch geurteilt, das ein Mann, der an seiner 9 oder 11jährige Ehefrau den Geschlechtsverkehr vollzog NICHT !!!!!! Pädophiler, oder pädophil genannt werden darf, weil das eine „Beleidigung der Religion“ bedeutet. Aber auch nur, wenn der Kinderschänder Mohammed heißt.

  8. Nur weil sie in anderen Chöre mit gesungen hat, bedeutet dies noch lange nicht, daß sie etwas besonderes ist. Hat sie dort Solo gesungen ohne die anderen, davon liest man nichts. Geht’s der Mutter nur um die Karriere ihre Tochter, glaubte sie als einziges Mädchen dort eine Sonderrolle zu bekommen und Lieder extra für sie „umgedichtet“ werden. Das sie dann als Solistin berühmt wird. Umgedreht kann man Jungen kastrieren um eine bestimmte Stimme zu bekommen, bei Mädchen ist mir dies nicht bekannt. Vermutlich würde die Mutter das auch machen. Will sie mit ihrer Tochter das erreichen, berühmt und reich werden, was ihr selber nicht gelingt? Auch wenn sie studiert hat, bedeutet dies nicht, daß die Mutter was besonderes geworden ist und es scheint als ob sie es nur dazu gebracht hat, andere abzumahnen oder wegen falsch parken zu verklagen.

  9. Karen White wurde als Brite Stephen Wood geboren und versteht sich als Frau, obwohl immer noch mit dem männlichen Geschlecht ausgestattet. White hatte sich mehrfach an Frauen vergangen und wurde zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Im Frauengefängnis hatte (er oder
    sie) mehrfach Frauen belästigt. Einfach schräg. Werden künftig Toiletten, Garderoben, Saunen, Spitalzimmer für Frauen mit „neuen Schwestern“ geteilt werden müssen?

    • Wehe, so eine(r) fühlt sich auch noch als Minderjährige(r).
      Die kommen dann in die Kinderabteilung und können sich nach Lust und Laune…..

  10. Ist doch eigentlich ein guter Weg, gegen die Irren und deren um sich greifenden Wahnsinn anzukämpfen: Wenn es mit Vernunft und Logik nicht funktioniert (wie denn auch), dann muß man halt kreativ werden und sich die passenden Gesetze bzw. Vorschriften suchen.
    Im Idealfall sind es deren eigene Gaga-Gesetze: „Interessant wäre, was passieren würde, sollte ein Vater versuchen, seinen Sohn in eine Mädchenschule mit dem Namen „Bildungswerk für höhere Töchter“ hineinzuklagen.“

  11. Können Gehirne schrumpfen?
    Ich meine ja,sonst könnt Man/Frau/Es sich nicht erklären wie sowas passieren kann.

    • ist ganz einfach. Das menschliche Gehirn ist erst zur Höchstform aufgelaufen, als der Mensch gelernt hat, mittels Feuer, Fleisch zum Essen zuzubereiten. Nur durch das leicht verdauliche Protein aus Fleisch konnte das Gehirn genug leisten.

      Aber es gibt leider immer mehr Vegetarier und Veganer – die scheinen alle flott nach oben befördert zu werden, damit man sie unten los ist.

  12. Wenn dieser Wahnsinn so weiter geht, werden bald Geisterfahrer, die sich im „Kampf gegen Rechts“ fahren befinden, freigesprochen.

  13. Alleine wegen des dummdreisten „Zeitraubes“ zum Nachteil des Gerichts, müßte diese „Dame“ ihre Zulassung als Juristin verlieren.

Kommentare sind deaktiviert.