Positiv-Rassismus: Grünen-Abgeordnete wirbt für „Schwarze Frauenbewegung“

Daniel Matissek

Selbst Habeck himmelt sie an: Aminata Touré (Foto:Imago/JensJeske)

Leipzig/Kiel – Aminata Touré, Parlamentarierin der „Grünen“ im Kieler Landtag, die sich gerne als „erste schwarze Abgeordnete in Schleswig-Holstein“ feiern lässt, hält heute Abend in Leipzig einen Vortrag im „Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur“ zum Thema „Schwarze Frauenbewegung in Deutschland„. Auf Facebook warb die Nachwuchspolitikerin stolz für die Veranstaltung. Vielleicht erklärt sie dort ja, wieso Feminismus als gesellschaftlicher Vektor nach Hautfarben unterteilt werden sollte.

Begeistert teilte Touré ein Meme mit Veranstaltungsankündigung auf ihren privaten Social-Media-Account und kündigte sich selbst als Rednerin an. Die 1992 als Tochter von aus Mali geflüchteten Eltern in Neumünster geborene Politikerin hat anscheinend kein Problem damit, eine Bewegung zu unterstützen, deren Zugehörigkeit ausschließlich über die Hautfarbe ihrer Mitglieder definiert wird. Dies ist ein lupenreines Wesensmerkmal von Rassismus, wenn dies hier auch in der Unterform „Positiv-Rassismus“ daherkommen mag.

Touré-Eigenwerbung (Screenshot:Facebook)

Historisch hatte die schwarze feministische Frauenbewegung durchaus ihre legitimen Wurzeln; ihre Ursprünge liegen im amerikanischen „Black Feminist Movement“, wo sie als Reaktion auf die schwarze Bürgerrechtsbewegung entstand, die sich auch in der amerikanischen Frauenbewegung manifestierte. Schwarze Frauen kämpften damals gegen zweierlei: Einmal gegen ihre rechtliche Diskriminierung und Rassismus durch die weiße Mehrheit, dann jedoch auch gegen die sexistische Ausgrenzung innerhalb der schwarzen Befreiungsbewegung, da „Schwarzsein“ stets nur mit „schwarzen Männern“ gleichgesetzt wurden.

In den USA historisch begründet, in Deutschland unsinnig

Bloß: In Deutschland hatte die „schwarze Frauenbewegung“ niemals eine Daseinsberechtigung – erstens, weil es hier nur eine verschwindende schwarze Minderheit gab, und zweitens, weil in der Bundesrepublik zu keinem Zeitpunkt ein institutionellen Rassismus bestand. Frauen, die sich hierzulande feministisch engagierten, sahen sich vor allem innerhalb ihrer progressiven Mitstreitern niemals einer parallelen Diskriminierung wegen ihrer Hautfarbe ausgesetzt. Die Unterscheidung nach „race“ und „gender“ war und ist künstlich. Deshalb hatte das Attribut „schwarz“ von Beginn an im Kontext der Emanzipation eo ipso einen rassistischen Beigeschmack – indem es eine Merkmalszugehörigkeit „schwarz“ überbetonte, die sich von nichtschwarzen Frauen unterscheiden sollte. In linken Multikulti-Kreisen wurde diese Segregation freilich nicht als Problem gesehen, sondern als Ausdruck sexuellen und ethnischen Selbstbewußtseins gleichermaßen gewürdigt; die „Grünen“-nahe Heinrich-Böll-Stiftung brachte schon 2006 auf ihrem „migrationspolitischen Portal“ Fachbeiträge unter zu Themen wie „Afrikanische Diaspora und Literatur Schwarzer Frauen in Deutschland“ oder „20 Jahre Schwarze Frauenbewegung in Deutschland„, in denen sich Soziologinnen und Kulturwissenschaftler förmlich einen abbrachen bei dem Versuch, eine angeblich „alltägliche Diskriminierung“ speziell schwarzer Frauen in Deutschland wissenschaftlich einzuordnen. Tatsächlich war die Hautfarbe immer Nebensache.

Rückschrittliche Geisteshaltung

Dass eine afrikanischstämmige Grüne heute in eben solche Fußstapfen tritt und ein Problemkonstrukt mit fragwürdiger rassischer Merkmalsverengung mit einer Rede würdigt, ist kein Ausdruck von Offenheit, sondern von einer bedenklichen, rückschrittlichen Geisteshaltung. In einer wirklich freien Gesellschaft soll und darf die Hautfarbe überhaupt keine Rolle spielen – egal in welcher Form diese Merkmalsbetonung daherkommt, ob für Künstler, Schriftsteller, Politiker oder Emanzen. Als Abgeordnete eines deutschen Landesparlaments sollte Touré dies eigentlich reflektieren können.

Man stelle nur sich vor, wie groß wohl der Aufschrei wäre, wenn sich in Deutschland morgen eine „Weiße Frauenbewegung“ formierte und Parlamentarier dort als Referentinnen auftreten.

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38 Kommentare

  1. Sie scheinen sich niemals mit der Geschichte des Patriarchats beschäftigt zu haben. Natürlich wurden im Aufbau des Patriarchats ganz bestimmte Frauen verfolgt und eine bestimmte Art der Frauen (blond und blauäugig) bevorzugt! Das ist Fakt und hat etwas mit Rassismus zu tun!

  2. … und immer wenn ich denke, es geht nicht schlimmer, bringen die Grünen den nächsten Bock. WER wählt diese Schwachmaten? Sieht denn niemand was da abläuft? Weltfremde nicht-Arbeiter erzählen wie das Leben in ihrem Hirn funktioniert… mir wird gerade übel

  3. Ich bin dafür das Habeck und ihre Anhänger sowie die Schwarzen in ihren Land Afrika
    Diese Bewegung machen.
    Aber Ups.
    Da sind die schnell im Knast.
    Und nicht zu vergessen.
    Frauen sind zum gebären da.
    Aber in Dumm Land ist alles erlaubt.
    Muss Moslem sein.
    Warum sind sich diese grünen und andre pateieien so sicher.
    Weil wir schon in der Diktatur sind.
    Schleimer willkommen.
    Deutsche noch im Tiefschlaf jungen Menschen intressirt es nicht.
    Mutti Vater bezahlt noch ihren Luxus.
    Armes krankes Deutschland.

  4. Prima, da mach ich mit!

    Da sollte es doch kein Problem sein, als alter weißer dicker Mann zur stark pigmentierten Ausgabe von Alice Schwarzer zu mutieren. Die dutzenden Auswahlmöglichkeiten in der hochwissenschaftlichen modernen Geschlechterforschung (Gender Mainstreaming) geben das zweifellos her.

    Wer das anders sieht, diskriminiert mich ganz böse und bekommt von der weisen Reichsmutter höchstpersönlich gegen das Schienbein getreten! Hilfsweise von Habeck …

  5. Mal so in den Raum geworfen: wo ist die deutsche Frauenbewegung? – gefällt denen was in den letzten Jahren hier so passiert? Die sind doch so emanzipiert, dann sollen Sie auch endlich aufbegehren!

    • die können doch den Mund nicht aufmachen – viele von den Frauen warfen Teddybären und verteilten Rosen an Migranten. Sie haben das doch auch gewollt. Zudem sind die Frauenvereine im paritätischen Wohlfahrtsverband, nur so kommen die an Gelder. In dem paritätischen Wohlfahrtsverband sind auch alle Profiteure der Zuwanderung. Wer es wagt, auch nur ein klitzekleinen Funken Kritik zu äußern, dem wird das Geld entzogen.Einzig Alice Schwarzer macht noch ab & zu den Mund auf und benennt die Misstände und immer nur als Privatperson.

  6. Den Dummkopf Habeck einfangen und zusammen mit seiner schwarzen Freundin abschieben in ihr Heimatland, wo sie auch nur hingehört.
    Dann kann er ja 10 Kinder zeugen mit ihr, aber lasst die dann bloß nicht mehr zurück nach Europa.
    Der GRÜNE Schleimscheißer macht jetzt schon einen nicht wieder gut zu machenden Schaden in Deutschland.
    Was für ein Abschaum in diesem Land.

  7. In GB gibt es die Justice for Men and Boys Partei….j4mb.org. uk
    Gegründet 2013 von Mike Buchanan.
    Speakers’ Corner, London – where Men’s Rights Activists (MRAs) and other anti-feminists meet. Join us there, Sunday, 25 August.

  8. Botschaft verstanden. Hiermit gründe ich, eine weiße Mänerbewegung, mt dem Ziel uns weißen Männern, vor finanzieler Ausbeutung, sprich besteuerungen, von arbeitslosen Zuwanderen und Frauen zu schützen. Analog eines bekanten Slogans fordern wir:“ Unser Geld,gehört in unsere Bäuche“!

  9. Ich freue mich auf den Tag, wo der Robert der Große zwangsweise auch zu der Gruppe der „alten weißen Männer“ gehört, die ja für alles Negative hier im Land verantwortlich gemacht werden. Ist abzusehen.

  10. Aber wehe, man gründet eine Bewegung, die sich durch „bio-deutsch“ abgrenzt. Da kriegen ja schon Rechte Bauchschmerzen, aber was passiert dann erst bei den Grünen/Linken?

  11. Ich schlage vor, die Dame begibt sich schnell nach Hamburg, wo Islamisten eine Demo planen, in der sie ein Kalifat in Deutschland mit samt der Scharia fordern wollen.
    Da macht es Sinn, für Feminismus einzustehen, egal ob für weiss oder schwarze Frauen.
    Wer es ehrlich meint, würde es machen.

  12. Schwarze Feministen können weiße Feministen nicht ersetzen, denn der Feminismus ist tot. Eine Widerauferstehung hingegen, erleben die „weißen Männer“ … sie kommen nicht als Männer- oder Väterbewegung, sondern sie kämpfen als Nationale und Patrioten.

    • Richtig. Die Angriffe der Feministen mittels Gender-Ideologie erzeugen jeden Tag neue Patrioten. Rein statistisch ergeben sich z.B. seit dem Jahr 2000, also seit Einführung von Genderbeauftragten in der Justiz, allein 100.000 Männer, die in ideologischen Sorgerechtsprozessen ihr Kind verloren haben. Das ist nur eine Front. Hinzu kommen Männer, die von Frauen falschbeschuldigt wurden, die Opfer der Frauenquote wurden, Opfer des Gewaltschutzgesetzes, Opfer einer feminisierten Justiz (auch im Amtsgericht), Opfer einer genderorientierten Polizei, Jungen, die in der Ausbildung benachteiligt wurden usw. … die Feministen haben selber Millionen von verbissenen Gegnern erzeugt, die heute als Patrioten kämpfen … viele noch im Hintergrund; aber die Feministen treten ja selber vorwiegend als U-Boote auf.

    • Wir haben Millionen AfD-Wähler. Gäbe es eine Feministen-Partei, dann würde die von ein paar Tausend gewählt werden. Die Krux ist, dass die Regierung mit Feministen durchsetzt ist und mit dem staatlich verordneten Gender Mainstreaming die Polizei als Büttel gegen die Patrioten benutzt. Deshalb kämpfen nicht alle mit offenem Visier.

    • Ich behaupte ganz frech, dass in D viel mehr Patrioten leben, als Feministen. Der Blick wird nur verstellt, weil die Presse von Feministen besetzt wird.

  13. Das nennt sich ‚intersektionaler Feminismus‘ oder Opferolympiade. Je mehr Opferkategorien man sammelt, desto edler der Mensch: Gut = Frau, weil Opfer von Sexismus, besser = schwarze Frau, weil Opfer von Sexismus und Rassismus. Wobei wie bei jeder faschistischen Bewegung es keine Rolle spielt, was der Einzelne tut oder lässt, sondern nur die Tatsache, dass jemand eine schwarze Frau ist macht diese Person schon „gut“ oder eben „besser“.
    Hauptkriegsziel der Intersektionalisten (Identity Politics) ist Zerstörung von Kompetenz und Leistung, übrigens genau wie bei den Friday for Future Fraggles (Zufall?).
    Kompetenz wird symbolisiert durch den (alten) weißen Mann, weshalb der bis aufs Blut bekämpft werden muss.

  14. Man muss eines sagen,und darauf kommt es an,Habeck der Infantilspinner trägt wirklich coole Klamotten.
    Da können noch so logische Argumente nicht gegen anstinken.

    Der naive Infantilismus hat Mainstreamlumpen geschaffen,zu diesem Irrsinn geführt.

  15. Also ich habe gegen eine “ Schwarze Frauenbewegung “ nichts einzuwenden, solange sie sich Richtung Afrika Herkunfts/Abstammungsländer bewegt. Die Männer und Kinder können sie auch gleich dorthin mitbewegen.

  16. Absolut richtig, alles sollte eine eigene Frauenbewegung bekommen, eben für sehr viel Vielfalt und Buntheit. Ich bin für schwarze Frauenbewegungen, für katholische, für grüne, auch die SPD sollte eine eigene haben, auch eine für behinderte jüdische AfD-Wählerinnen, eine für Burka-und Kopftuchträgerinnen und natürlich für Nicht-Burka und Kopftuchträgerinnen, für Vegane und für muslimische Frauen für betäubungsloses Schächten (Sawshan Chebli) sowie ganz wichtig, Feminismus gegen Feminismus und vor allem, Gegen Rechts.

  17. Sehr aufschlussreich! Ihnen gelingt es immer wieder, die Leserschaft, gekonnt durch den IRR-garten zu führen. Hochachtung und Danke dafür!

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