Ulrich Tukur outet sich als Fan von Tübinger OB Boris Palmer

Ulrich Tukur im Film "Desert Flower" (ImagoImages/ProdDB)

Tübingen – Boris Palmer hat einen prominenten Unterstützer: Ulrich Tukur. Dessen Spitzenrang unter Deutschlands Schauspielerriege erlaubt ihm offenbar erfrischend unkonventionelle, offene Bekenntnisse, ohne dass dies seine Karriere gefährdet. Tukur outete sich jetzt als Fan des unbequemen grünen Oberbürgermeisters von Tübingen – mutmaßlich zum Entsetzen vieler seiner links-gebrainwashten Berufskollegen.

In einem bereits vergangene Woche veröffentlichten Interview mit der „Schwäbischen Zeitung“ zeigte sich der Wiesbadener „Tatort“-Darsteller, der zu den profiliertesten deutschsprachigen Schauspielern seiner Generation zählt, voll des Lobes über Palmer. Gefragt nach Gemeinsamkeiten zwischen ihm und dem polarisierenden Tübinger OB meinte Tukur augenzwinkernd: „Er ist flink, schmal und sehr eloquent. Das bin ich alles nicht. Aber Boris Palmer ist nicht uneitel – da wiederum treffen wir uns!“ Er spielt damit auf die schonungslos-pragmatische Art Palmers an, die diesen – ebenso wie seine Facebook-Posts, in denen er kein Blatt vor den Mund nimmt – zur Hassfigur vieler Parteifreunde gemacht hat.

Boris Palmer – der morganatische Grüne (Foto: Imago)

Vor allem Palmers kritische Haltung zur Flüchtlingspolitik, mit deren katastrophalen Auswirkungen er, genauso viele tausend andere Kommunalpolitiker der Republik, tagtäglich konfrontiert ist, führen immer wieder zu Kontroversen im linksgrünen Lager. Dennoch denkt Palmer bis heute nicht daran, die Grünen zu verlassen – was inzwischen wohl mehr mit Trotz zu tun hat als mit inhaltlichen Gemeinsamkeiten.

Tukur bringt eloquent auf den Punkt, was er – und viele andere Palmer-Fans – an dem Tübinger Stadtoberhaupt so schätzen: „Er ist kein Funktionär, der nach dem Prinzip Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal in der Blase abgehobener Politik herumschwimmt. Auch wenn er immer wieder linken wie rechten Gegenwind kriegt – er sollte nicht aufgeben!„. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. (DM)

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3 Kommentare

  1. So weit ist man hierzulande, dass man es schon lobt, wenn einer auch nur partiell und ansatzweise vernünftig redet.

    Tukur sprach immerhin schon 2015 vernünftighttps://www.welt.de/vermischtes/article150240009/Nicht-einfach-sagen-Wir-schaffen-das-und-basta.html

  2. Was ist daran unkonventionell? Herr Palmer ist bei den Grünen und Herr Palmer ist gegen die AfD. Alles systemkonform, wieso sollte das für seinen Fan karriereschädlich sein?

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