Restles „Monitor“ und die angebliche „Freibad-Lüge“: Manipulation vom Allerfeinsten

Daniel Matissek

Karl Eduard von Restle? (Foto: Imago)

Köln – Das ARD-Magazin „Monitor“ versuchte letzte Woche, die Zwischenfälle in deutschen Freibädern als eine Erfindung von rechten Hetzern, Boulevardjournalisten und flüchtlingsfeindlichen Nationalisten darzustellen – eine völlig haltlose Story, die sich bei näherem Hinsehen als Meisterstück der Manipulation entpuppt.

Georg Restle, Fronthead von „Monitor„, entwickelt sich immer mehr zum Wiedergänger Karl-Eduard von Schnitzlers – wenn er ihn in puncto Realitätsklitterung nicht schon längst in den Schatten stellt: Was sein Polit-Magazin „Monitor“ vergangene Woche über die bundesweit aufgetretenen Freibad-Krawalle brachte, bei denen es sich in Wahrheit nur um harmlose Dummejungenstreiche gehandelt habe, lässt sogar Sudel-Edes „Schwarzen Kanal“ zu DDR-Zeiten wie ein Amateurformat aussehen.

Es geht um die Freibad-Krawalle 2019, präziser: die im Düsseldorfer Rheinbad. Mit triumphierendem Unterton lässt Restle bereits in seiner ironischen Anmoderation des Einspielers zum Thema keinen Zweifel, was hier gleich „dokumentiert“ werden soll: Die Zwischenfälle mit jugendlichen Störern, vor allem marodierenden Banden überwiegend nordafrikanischer, arabischer und teilweise auch türkischer Provenienz im Düsseldorfer Rheinbad, hätten sich so überhaupt nicht abgespielt, sondern es habe sich um einen harmlosen „Jugendstreich“ gehandelt, den Populisten, Rassisten und Rechte zum „Terrorakt“ aufgebauscht hätten.

Die Regel totgeschwiegen, die Ausnahme durchrecherchiert

Verwundert reibt man sich die Augen: Die zweimalige Schließung des Düsseldorfer Rheinbads Ende Juni, die vorangegangene Bedrohung einer türkischstämmigen Familie durch hunderte Nordafrikaner, die akute Gefahr von Lynchjustiz, der anschließende Großeinsatz der Polizei mit Badeschließung – all das soll gar nicht so stattgefunden haben? Liegen dazu nicht Bilder, Polizeiberichte, Zeugenaussagen und jede Menge Dokumentationsmaterial vor?

Gemach, gemach: Bei Restles Monitor-Show geht es überhaupt nicht um diese Vorfälle, die Deutschland auf dem Höhepunkt der Hitzewelle zutiefst verunsichert hatten und dem einheimischen Volk vor Augen geführt hatten, dass – nach Weihnachtsmärkten und Silvesterparties – ab sofort auch Schwimmbädern zu den „Hotspot“-Gefahrenbereichen und No-Go-Areas gezählt werden müssen. Restle versucht lediglich den Eindruck zu erwecken, als drehten sich die „Recherchen“ seines Teams genau darum. „Was wirklich passiert ist im Rheinbad„, ist zwar hier Untersuchungsgegenstand – doch das Entscheidende ist das Datum.

In Wirklichkeit berichtet „Monitor“ nämlich nur über einen einzigen Fall – und zwar von vorletzter Woche, vom 26. Juli, als im Düsseldorfer Rheinbad wieder einmal besorgte Badegäste von einer erneuten Ansammlung von angeblich 50-60 Personen „nordafrikanischen Typs“ berichteten und die Polizei verständigten. Da Medien und Öffentlichkeit, aufgrund der verstörenden Vorfälle vier Wochen zuvor, natürlich sensibilisiert waren, wurde darüber auch berichtet – bloß löste diese neuerliche Meldung bei weitem kein so großes Echo aus wie die Zwischenfälle der Wochen zuvor – eben genau deshalb, weil sich der anfängliche Verdacht, hier läge erneut ein Fall marodierender Migrantengruppen vor, zum Glück nicht erhärtet hatte. Dafür hätte man keine journalistische „Enthüllung“ gebraucht.

Das Schweigen der Lemminge

Was tut nun „Monitor“? Das Propagandamagazin greift diesen einen – glimpflich verlaufenen, womöglich missverständlichen – Wiederholungsfall vom 26. Juli auf und erweckt gezielt den Eindruck, es sei die Rede von den einen Monat zuvor stattgefundenen, weitaus bedeutsameren Tumulten, bei denen tatsächlich nicht nur 50-60, sondern einige hundert afrikanischstämmige Migranten eine massive öffentliche Bedrohungslage erzeugt hatten. „Eine Wahnsinnsgeschichte, die vor allem denen ganz gut ins Bild passte, die schon immer vor zu vielen Flüchtlingen, fremden Kulturen warnten, vor Gewalt und nationalem Niedergang – nur, dass so gut wie nichts davon stimmte„, behauptet Restle – wohlgemerkt über den Fall vom 26. Juli; dieser sei „eine Sommerlochgeschichte, die wieder mal zeigt, dass Fakten Nebensache sind, wenn es nur darum geht, Stimmung zu machen„. Und was ist mit den Dutzenden von Zwischenfällen in deutschen Freibädern, in denen Bademeister, Securitybeamte und Streifenbeamte an den Rande der Belastungsgrenzen geraten waren? Diese alle waren keine „Sommerlochgeschichten“, sondern unstreitige Tatsachen. Doch darüber Tatschen verliert Restle natürlich kein Wort. Er nimmt allein den 26. Juli und tut so, als sei dies der eine, öffentlich diskutierte Fall der ganzen „Freibad-Problematik“, bei der es sich in Wahrheit nur um eine harmlose Nichtigkeit handelt, die von „populistischen Stimmungsmachern“ missbraucht wurde.

Die „Stimmung“ war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon längst da – und zwar nicht durch rechte Rassisten, sondern durch ganz reale Zwischenfälle im Rheinbad einige Wochen zuvor, Ende Juni. Da fand die „Wahnsinnsgeschichte“, die Restle entzaubern will, tatsächlich genau so statt, in aller Faktizität. Das, was „Monitor“ hier hingegen als angebliche Fake-News zerlegt, sind überhaupt keine News: Sondern es ist der eine Ausnahmefall, in dem falscher Alarm gegeben wurde, nach einer schier endlosen und gut dokumentierten Reihe von echten Schwimmbad-Zwischenfällen im Sommer 2019, in denen jeder Alarm vollauf berechtigt war und bei denen exakt die Problemgruppen für die Eskalation verantwortlich waren, die Restle hier als Opfer eines rassistisch-fremdenfeindlichen Vorurteils in Schutz nimmt. So wie auch die Übergriffe von Maghreb-Franzosen in grenznahen Schwimmbädern Südwestdeutschlands wahr sind, oder die Vergewaltigung eines 13jährigen Mädchens durch einen 14jährigen irakischen Intensivtäter vorletzte Woche in München oder die Bedrohung der von Bademeistern hinzugerufenen Polizisten im Würzburger Freibad. Und unzählige weitere, ähnlich gelagerte Zwischenfälle mit immer derselben Problemgruppe.

Dreiste Manipulation der Extraklasse

All das sind Fakten, doch sie finden bei „Monitor“ schlicht nicht statt. Dafür spult man das übliche Repertoire der Meinungsmache ab, um den scheinbaren Skandal der rassistischen Fake-Berichterstattung zu „entlarven“ – ein Ablenkungsmanöver, noch dazu am absoluten Nebenschauplatz. Unter anderem läßt das ARD-Magazin einen „Gewaltforscher“ der Uni Bielefeld zu Wort kommen, Andreas Zick, der – wie von ihm erwartet – „massive Hass-Taten gegen gesellschaftliche Minderheiten“ beklagt – gemeint ist natürlich: von Deutschen gegen Muslime und Flüchtlinge; niemals umgekehrt. Über die Hilferufe deutscher Oberbürgermeister wie in Saarlouis über respektlose Migrantenbanden, die fortgesetzten Landfriedensbruch begehen, verliert dieser „Wissenschaftler“ beispielsweise kein Wort (und falls doch, dann hat „Monitor“ sie herausgeschnitten). Es werden nachgestellte Szenen gezeigt; ein Augenzeuge darf im verwaisten Düsseldorfer Rheinbad herumlaufen und dort erklären, warum alles eigentlich ganz anders war als berichtet. Wohlgemerkt: am 26. Juli – NICHT drei Wochen zuvor im selben Schwimmbad, wo die von Restle hochgeschätzten Kulturbereicherer ihre gewaltaffine Visitenkarten nachweislich abgegeben, Polizisten und Badegäste drangsaliert und schließlich den Abbruch des Badebetriebs erzwungen hatten.

Es ist eine ungeheuerliche, manipulative, dreiste Verzerrung von Tatsachen, die „Monitor“ hier betreibt; quasi die reductio ad absurdum durch einen einzelnen, dankbar aufgegriffenen und dann ordentlich dramatisierten Sonderfall, der den zuvor längst evident gewordenen Regelfall als Ente erscheinen lassen soll. Zur Veranschaulichung hier ein zwar heftiger, aber eingängiger Vergleich: Wenn ein Holocaust-Überlebender behauptet, seine Familie sei vergast worden und er sei noch einen Tag vor der Befreiung von einem SS-Mann in den Hintern getreten worden, und es stellt sich dann heraus, dass dieser Arschtritt tatsächlich gar keiner war, dann hätte – nach „Monitor“-Logik – der gesamte Holocaust nicht stattgefunden. (DM)

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44 Kommentare

  1. Man will inzwischen ja herausgefunden haben, daß dieser Herr Restle seine Karriere als overpaid guy bei der Antifa begonnen haben soll. Also sektenkommunistisch asozialisiert worden ist.
    Von diesem Schaukelpferd kommt er nicht mehr runter!

  2. Wau was für ein Knallkörper.
    Da sind also die geschnippselten 10Sek. Chemnitzvideo ein Beispiel für
    Hetzjagden und Rassismus aber die Minuten langen Handy-Videos
    aus den Freibädern ein „Jugendstreich“ !?
    Auf dem einen sieht man Nichts, außer dem was in den Köpfen wie Restles
    zusammen gereimt wurde und das wird als Rassismus benannt,
    auf den anderen sieht man dafür z.b. 100 Nafris die einen türkischen Familienvater
    mit Stühlen und Ähnlichem attackieren aber das ist laut Restle kein Rassismus,
    sondern ein Jugendstreich.
    Sorry Herr Restle aber den einzigen Schluss welchen man daraus ziehen kann ist:
    „Besuchen sie bitte rasch den Arzt ihres Vertrauens und lassen sich andere Medikamente verschreiben“

  3. ARD und ZDF – mittlerweile nicht mehr der „Schwarze“ sondern vielmehr der „Pechschwarze Kanal“!

  4. Restle ! Höre ich noch einmal das Wort Rassismus von Ihnen, dann setzt es was ! Sie können dieses Wort noch hunderte Male aussprechen aber dadurch, wird es nicht Real. Sie legen dem Menschen hier ständig was ins Ohr und hoffen darauf, dass jeder denkt es wär so. Pfui* ab aufs Zimmer, Abendrot fällt heute aus.

  5. Ha ha – der größte Witz dabei ist dass es die „BetreutesDenken“ Zuschauer auch tatsächlich glauben. Und außerdem: das verbitte ich mir solche Nullen mit Karl Eduard von Schnitzler zu vergleichen, wenn auch genauso wenig wahr hatten dessen Geschichten zumindest Hand und Fuß. 🙂 Das hier hätte auch ein 3jähriger nicht schlechter zusammenphantasieren können.

  6. Wir verstehen das jetzt richtig. Wenn hunderte Ausländer und Pass Deutsche sich zusammen rotten, Krawall machen und am ende das Bad durch die Polizei geräumt werden muss ist das ein dummer jungen Streich.
    Ähnlich war die Berichterstattung beim Hamburger G20 Gipfel. Polizisten angegriffen, Barrikaden errichtet, Autos angezündet, Läden geplündert, die Linksfaschisten mit Staatsgeldern heran gekarrt usw.
    War da was?
    Man erinnere sich dabei an die HoGeSa Demonstration. Ein umgekipptes Auto und das vierte Reich stände vor der Tür. Der angebliche Rechte wurde bis heute nicht ermittelt.

    • Typen wie Restle sind linksversiffte Ar…kriecher.
      Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Das ist übelste Hetze und Verbreitung von Lügen!
      Restele ein SchmierenJounalisz der übelsten Sorte!!!

  7. Schon wieder diese Hackfresse.Für diesen Lumpen zahlen wir Zwangsgebühren, aber auch seine Stunde wird kommen.

  8. Restle war in früheren Jahren Reporter für einen antifanahen Radiosender Dreyeckland! Das sagt doch wohl alles

  9. Nun, der feine Herr vom Staatsfunk wird sicher einen gepflegten und mit abgenötigten Gebühren bezahlten Pool im Garten haben oder aber in den abgeschotteten Luxusurlaub fliegen und auf solcherlei Bäder nicht angewiesen sein.
    Das Märchen von Merkels Gut-und- Gerne-Land gilt solange wir nur irgend möglich aufrechtzuerhalten, sonst droht der Verlust der schönen Pfründe. Also wird, was nicht passt, halt passend gemacht. Das sich diese Leute noch im Spiegel betrachten können… oder wird den allmorgendlich speiübel?

  10. Tja, die Rechten, oder die Konservativen, wie immer man sie auch nennen mag, kommen einfach aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie staunen und schimpfen über die Dreistigkeit von Politikern und Medien, hier Monitor, dass und wie sie die Geschehnisse und Folgen der Migration verdrehen, damit sich nur nicht die Wahrheit unters Volk verirrt. Ich hätte dieses Staunen noch 2016/17 verstanden, aber mittlerweile nicht mehr. Wenn es den Rechten nicht klar ist: die gegenwärtigen Politiker und die dazu gehörige Medienlandschaft kämpft um ihre Existenz, sie kämpfen ums Überleben – mit allen Mitteln. Wenn es ums Überleben geht, wird der Mensch hemmungslos. Das ist seine Natur. Da gibt es nichts mehr zu staunen, sondern die Zeit des Handelns ist schon lange da, nur, es tut keiner etwas. Die Antifa droht mit Streiks, wenn die AfD in den neuen Bundesländern an die Macht gewählt wird.. Warum organisieren die Rechten, die, die des Lügens und Manipulierens überdrüssig sind, nicht mal einen bundesweiten Generalstreik?. Es gibt genügend legale Mittel und Wege, dem Establishment einzuheizen. Aber vll. haben die Menschen in der BRD bald genug Zeit, um irgendetwas gegen die linksgrün versiffte Dominanz zu unternehmen, denn in naher Zukunft erfolgen zigtausende Entlassungen, da könnte es bei einigen doch etwas nachdenklich werden.

  11. Es ist schon erstaunlich,wieviele Menschen sich diese journalistischen Seelenqualen noch antun.Einfach die Kiste ausschalten oder gar nicht erst einschalten.

    • Das Problem ist aber wenn man wegschaut! Hier wird gelogen das sich die Balken biegen und Sie schauen weg?????? Tut mir mir leid leid, ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber es ist vollkommen falsch weg zu schauen! Eine Lüge wird nicht Wahr, auch wenn man sie immer wiederholt, Grüßle!

  12. Im WDR, Aktuelle Stunde sowie Lokalzeit Düsseldorf wurde ein paar Tage intensiv über die Schwimmbadrandale berichtet, kann man in der WDR Mediathek nachsehen und jetzt behauptet der gleiche WDR, das es das alles nicht gibt. Somit gehört der gesamte WDR wegen Verbreitung von Falschmeldungen und alternativen Fakten verklagt und bestraft werden.

    • Wenn man das alles SICHERT, waere das doch ein Beweis, fuer all jene Machenschaften und ein Grund, den „Rundfunkbeitrag“ zu verweigern, oder?

    • Der WDR hat noch mehr von solchen Hetzern und Lügnern wie Restle und Konsorten!
      Der schlimmste Rotlichtsender von NRW!!!

  13. „Eine Wahnsinnsgeschichte… – nur, dass so gut wie nichts davon stimmt“
    Damit meinte er zweifellos seine eigene Sendung! 😉

  14. Das war abzusehen – moralisches Framing reicht doch schon längst nicht mehr aus.

    Inzwischen bewegen sie sich in sinngemäß rückwärts strebender Richtung auf Orwell 1984 zu.

    • Das ist echt die größte Sauerei!!! Das gab es nicht mal in der DDR, das man für die kommunistische Propaganda auch noch extra Gebühren bezahlen musste!

  15. Wenn er eines Tages vor Gericht steht, wird er aussagen, dass er nur auf Anweisung von oben gehandelt hat. Wie alle Systemlinge. Sollte die dann zuständigen Richter allerdings nicht davon abhalten, ihn zum Steine kloppen zu verurteilen…

  16. Zum Glück hat Correctiv hier zeitnah und umfassend diese FakeNews gefaktencheckt und zurück gewiesen. Ah, ne, das war ja Jouwatch, mal wieder 😉

    • Kein Problem, die DDR Journalisten haben diese auch alle geschafft.
      Im September 89 noch schrieben diese über die ersten Demos das seien Feinde des Friedens, zwei Monate später schrieben sie von den Helden.

    • Oh doch.
      Sie wird wieder funktionieren.
      Heute das erzählen und morgen das Gegenteil. Es wird immer wieder geglaubt.
      Funktionierte doch auch in der Ukraine einwandfrei.
      Eine oder max. 2 Wochen war die Berichterstattung zu Krim und Donbass neutral.
      Dann wurde auf Fake News umgeschaltet die bis heute geglaubt werden.

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