Die Freiheit nicht mitzumachen – warum ich Deutschland verlassen werde

Deutschland hat fertig - Symbolfoto:Von Bennian/shutterstock

Gastbeitrag von Josch, 35 Jahre alt und (noch) Bundesbürger.

Die Deutschen hatten in Fragen der Freiheit nie eine echte Chance. Über Jahrhunderte wurden sie von Fürsten, Königen und Kaisern regiert. Im 20. Jahrhundert entstanden gleich zwei brutale Diktaturen auf deutschem Boden. Das hinterlässt Spuren, die nicht so leicht vergessen sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg existierte die FDP als Sammelbecken der liberalen Fragmenten, die bei der ansonsten eher autoritär ausgerichteten CDU und der SPD nicht unterkamen, weil diese nicht mit Liberalität, aber mit Konsensdemokratie und Blockidentität begeistern konnten. Wenn man mal ein paar Jahre oder Monoate in den USA oder der Schweiz zugebracht hat, erkennt man die Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und anderen Nationen, die wesentlich freiheitlicher denken, sofort.

Die Deutschen wollen geführt werden, sehnen sich nach den großen Ideen und folgen den mächtigen Ideologien. Sie wünschen sich eine Kanzlerin wie Angela Merkel, die via Ordre de Mufti regiert und nur noch den Anschein einer liberalen Demokratie wahrt, während sie sich in den Schicksalsfragen der Nation über Parlament und Oppositionen hinwegsetzt. UN-Migrationspakt, Grenzöffnung, EURO-Politik und so weiter. Als baldiger Wahlschweizer kann ich sagen, dass eine Menge Bürger in den Kantonen mit Unverständnis und Irritation auf Deutschland blicken, wo die Bürger einen gigantischen Anteil ihres Lohnes an einen immer gierigeren Staat abgeben, ein Beschulungs- und Belehrungsfernsehen mit Zwangsabgaben finanzieren und ansonsten in den wirklich wichtigen Fragen des Landes nie befragt werden, noch über Parteien echte Mitbestimmung haben. Denn wer die CDU in den letzten zehn Jahren wählte, der bekam immer das Gegenteil von dem, was die CDU versprach. Trotzdem fühlen sich die Deutschen wohl in ihrer Unmündigkeit und Unfreiheit. Häufig maßen sich sogar an als moralisches Gewissen der Welt aufzutreten, als würde jemand auf der Erde einen feuchten Kehricht darauf geben, was die ehemaligen Täter von Ausschwitz zu Fragen der Moral zu sagen haben. Das ist nicht meine Denke, sondern die subjektiv wahrgenommene Meinung vieler, die ständig Belehrungspropaganda aus Berlin vernehmen, wenn es wieder um Islam, Migranten oder Klimawandel geht.

Ich für meinen Teil behalte mir als noch freier Bürger der Bundesrepublik vor zu sagen, dass ich nicht mitmachen will und mich verabschieden werde. Den Kampf für das Vaterland kann man auch aus dem schweizerischen oder amerikanischen Exil führen, ohne um mehr als die Hälfte des Einkommens beraubt und die demokratischen Mitbestimmungsrechte betrogen zu werden. Denn was für einen Sinn hat ein Staat, der Geld, Leistung und Loyalität fordert, aber weder Sicherheit noch Mitspracherecht gibt?

Deshalb nehme ich mir die Freiheit bei diesem Wahnsinn nicht mitzumachen. Letztendlich kriegt jedes Volk die Regierung, die es verdient.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei younggerman.com

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2 Kommentare

  1. Das war in Deutschland schon immer so! Die Freigeister verließen das Land. Die, die oft genug Gründe hatten, aus denen sie nicht gehen konnten, aus denen sie lieber den Mund hielten und durchhielten bis zum bitteren Ende, die blieben hier. Wir Deutschen wurden seit etlichen Generationen (Augsburger Frieden) zum kuschen, zum Mund halten erzogen.

  2. Ich bin mich vor kurzem aus Ungarn zurückgekehrt, wo ich meine deutsche Freundin besucht habe. Sie wohnt dort mit ihrer Familie schon 2 Jahre lang, im Dorf, wo mehr als 100 Deutsche – sechs ungarische und zwei österreichische Familien – leben. Ich komme in einem Monat nach Litauen wie jedes Jahr, diesmal mit der Absicht, für mich und meine Familie ein Haus zu finden.
    Mir gefällt diese Situation gar nicht – daß die Deutschen ihr Land verlassen. Aber es ist unvermeidlich. Ich bin eine „alte weiße Frau“, ich habe mein ganzes Leben lang nach afrikanischen und arabischen Ländern nur wegen meiner Neugier gereist. Ich will diese Nichtstuer nicht ernähren. Und ich finde, daß sie hier nichts zu tun haben, wie aich die ehemaligen DDR-Funktionäre.
    Leider wird die Psyche eines Menschens auch von der Geschichte seines Volks bestimmt. Man kann alles Mögliche mir widersprechen, aber Jahrhunderte der Sklaverei lassen die Spuren an der Mentalität bleiben.Wenn die Menschen selbst nichts für sich tun wollen oder können, wie heute die „grünen“ Jugendlichen – ich habe sie viel gelesen und gehört – werden diese „Jugendlichen“ in ein paar Jahren entweder ausgeraubt oder andere berauben.

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