Podolay in Warschau: Visegrád-Staaten überholen China als wichtigster Handelspartner

MdB Paul Podolay in Warschau

Vom 31.7 bis zum 1.8. begleiteten Abgeordnete den Außenminister anlässlich des 75. Jahrestages des Warschauer Aufstands nach Polen, auf Einladung des polnischen Außenministers Jacek Czaputowicz. Mit dabei war Paul Podolay für die Fraktion der AfD.

In Folge des Warschauer Aufstands von 1944 wurden von NS-Truppen innerhalb von 63 Tagen mehr als 200 000 Polen brutal niedergeschlagen. Bundesaußenminister Heiko Maas bat in Warschau die Polen um Verzeihung. Der AfD-Abgeordnete Paul Podolay nannte Maas‘ Geste richtig:

„Ich konnte in Warschau miterleben, wie wichtig für Polen dieser Gedenktag ist. Wir Deutsche müssen unseren guten Willen heute in einer engeren Kooperation mit den osteuropäischen Nachbarn umsetzen. Damit aus Worten Taten werden. Damit das Bedauern um die graue Vergangenheit glaubwürdiger wird,“ so Podolay, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages.

Teil des Sonderprogramms für die MdBs war auch ein Gespräch mit polnischen Abgeordneten und Experten, sowie Gespräche mit deutschen und polnischen Jugendlichen.

„Gerade das deutsch-polnische Verhältnis soll meiner Überzeugung nach für Deutschland neben der sogenannten deutsch-französischen Achse eine strategische Bedeutung bekommen“, kommentierte Podolay. „Ich finde es hervorragend, dass beispielsweise die deutsche Wirtschaft immer stärker in den Standort Polen investiert.“ Polen überhole inzwischen zusammen mit drei weiteren Visegrád-Staaten Ungarn, Tschechien, und die Slowakei sogar China als größter deutscher Außenhandelspartner.

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen seien dagegen ausbaufähig, kommentierte Podolay: „Wir sollten deshalb auch auf europäischer Ebene die Interessen dieser Staaten stärker berücksichtigen und ihnen entgegenkommen, und schließlich bei einer Entscheidungsfindung mitnehmen bzw. miteinbeziehen. Das heißt: Nicht gleich und nicht nur nach Paris und Berlin fliegen, um eine Entscheidung zu fällen, sondern auch mal und öfter nach Warschau.“

 

Gedenkenfeier für den Warschauer Aufstand 1944
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4 Kommentare

  1. Das ist eben so, wenn man in einer Gruppe mitfährt. Man ist in einer Blase, in dem man nicht als Störenfried auftreten will. In diesem Fall war ein AfDler dabei. Und für die Zukunft eine gute Stütze.

  2. Die Polen haben selbst genug Dreck am Stecken, was die Zeit vor, während und nach dem Krieg betrifft. Wir Katzbuckeln jetzt schon lange genug, vor Ländern die nach fast 80 Jahren, immer noch Gewinne aus der „deutschen Schuld“ schlagen.

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