Hunderte Millionen Euro für „Geisterstrom“: Deutschland bezahlt immer mehr für fiktive Windkraft

Windkraft (Foto: Von Pla2na/Shutterstock)
Windkraft (Foto: Von Pla2na/Shutterstock)
Milliardengrab „Energiewende“: In einem beispiellosen Kraftakt hat die Bundesrepublik in kaum mehr als 15 Jahren den Anteil erneuerbarer Energien auf immer neue Rekordhöhen getrieben – doch wofür? Der nach wie vor steuerprämierte Ökostrom, vor allem aus Windkraft, kann nicht transportiert und somit kaum genutzt werden. Besonders pervers: Selbst wenn die Räder dann still stehen, um nicht noch mehr unnützen Windstrom zu generieren – wenn also somit überhaut kein Strom produziert wird -, erhalten die Windkraft-Betreiber Unsummen an Vergütungen.
So haben die Windrad-Entrepreneurs, die bis heute größten Profiteure der grünen Energiewende, 364 Millionen Euro für elektrische Energie erhalten, die nie produziert wurde – sogenannten „Geisterstrom“ . Weil für den Abtransport des Ökostroms schlicht keine Netz-Infrastruktur vorhanden ist, die Entschädigung aber trotzdem fließt, zahlen die Verbraucher die Zeche. Verantwortlich ist der Bund, der den Ausbau der Stromnetze seit Jahren verschläft. Hier liegt eine der Hauptursachen dafür, dass Deutschland im europäischen Vergleich mit die teuersten Strompreise hat.
Todsicheres Geschäft dank Zwangsabnahme
Alleine zwischen Januar und März dieses Jahres wurden 3,23 Milliarden Kilowattstunden Windkraft-Strom „zwangsabgeregelt“, indem die Rotoren vorsätzlich aus dem Wind gedreht werden mussten, um nicht noch mehr toten Strom zu produzieren, als sie ohnehin schon in die (gar nicht vorhandenen) Stromtrassen einspeisten. Würde der Strom nicht abgeregelt, sondern produziert, drohte den maroden und mangelhaft ausgebauten deutschen Stromtrassen die Überlastung – massive Blackouts wären die Folge, wie die „Welt“ gestern berichtete.
Der vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ermittelte Rekordwert liegt mehr als 50 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals, wo für Geisterstrom „nur“ 228 Millionen fällig wurden. Die Tendenz ist jedoch seit Jahren steigend – und auch in den nächsten Jahren wird Windradbetreibern weiterhin ihr „abgeblasener“ Windstrom auf Heller und Pfennig finanziell erstattet werden, denn so schnell kommt der Staat – selbst bei vorhandenen Mitteln und politischem Wille – nie mit dem Netzausbau hinterher, wie zugleich neu installierte Windenergieleistung die Kapazitäten vergrößert.
Geisterstrom: Tendenz stark ansteigend
So sieht er praktisch aus, der Öko-Sozialismus, der dem deutschen „Exportschlager“ und „Erfolgsmodell“ der „grünen Energie“ in Wahrheit innewohnt: Mit Marktfähigkeit und Wettbewerbsgerechtigkeit hat all dies nicht das geringste zu tun. Es ist Ideologie pur. Fehlanreize werden gesetzt, es wird für die Tonne „klimafreundlicher“Strom  produziert – oder eben nicht produziert und dennpch bezahlt. Für den „Klimaschutz“ ist in diesem Land inzwischen jeder Humbug goldrichtig – und kein Opfer zu groß. (DM)

 

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22 Kommentare

  1. War doch eine geniale Idee, ein System auf den Markt zu bringen, bei dem man sich auch für das NICHT-Produzieren von etwas bezahlen lassen kann.
    Und die Entsorgung dieser in wenigen Jahren Schrottreifen Windruinen wird dann, wegen Insolvenz, ebenfalls dem kleinen Manne aufgebürdet.

  2. Ist es nicht wunderschoen durch ein Land reisen zu koennen wo man kilometerweit schauen kann ohne diese bloeden Waelder und man ist umringt von „netten, zierlichen“ Windmuehlen?
    Einfach zauberhaft, vor allem wenn man weiss, dass noch viele dieser „netten“ Kreisel dazukommen werden! Vor allem hoert man dann in Zukunft nicht nur das leise Summen des E-Motors eingelullt, sondern man wird durch das Wummern der Muehlen wach gehalten!

  3. Wie kann übrigens ein wetterabhängiges Windkraftwerk wirtschaftlich sein, das niemals 90 Prozent der installierten Leistung auf ein Jahr gesehen Strom erzeugen kann? Die üblichen Werte liegen zwischen zehn und zwanzig Prozent! Für ein Dampfkraftwerk sind 90 Prozent ein planbarer Standardwert.

    naeb.info/naeb2.htm#Quote
    Das Ausschreibeverfahren ersetzte das EEG. Seitdem die Politiker als Entscheider des Planpreises EEG-Erlössätze wegen der ausufernden Kosten mehr und mehr am Pranger stehen, sinnen sie, diesem Druck zu entrinnen, ohne den Ansatz des Energiewenderstromes aufzugeben. Insbesondere die FDP trieb diesbezüglich ein sogenanntes Quotenmodell argumentativ voran.

    Wie funktioniert das? Es gibt keine festgesetzten Preise mehr wie beim EEG-Verfahren, sondern den Stromverkäufern wird ein jährlicher prozentualer Anteil von Energiewenderstrom (Wind, Voltaik, Biogas) zur Beimischung ins Stromnetz vorgeben. Um diesen Prozentsatz zu erreichen, müssen also alle Strom handelnden Versorger Energiewenderstrom in entsprechender Menge kaufen. Damit wird der Preis vom Markt geregelt.

    Die ersten Ausschreibungen in 2017 und 2018 haben zu Zuschlägen mit völlig irrealem Preis geführt. Deshalb gab es bis Ende 2018 praktisch keine Neuinstallationen. Die erfolgreichen Bieter werden wohl die Pönale in Höhe von 30 EUR je kWh zahlen und das Gebot zurückziehen. Im Rahmen der Anpassung 2018 wurde allerdings die Zuschlagsverfallzeit von max. 54 Monate stark verkürzt.

    Außerdem können nur maximal 55 Prozent Ökostrom eingespeist werden. Etwa zehn Prozent können noch ins Ausland abgedrückt werden. Dann ist einfach Ende Gelände! Andernfalls würde das Netz instabil und kollabiert. Doch das ist ein Thema für sich. Siehe hier:
    dzig.de/Oekostrom_Die-Grenzen-des-Wachstums

  4. Genau so ist es – das ist nichts anderes als ein Riesengeschäft für Betreiber und Staat. Nicht umsonst haben sich die Stromgiganten ganz fix auf die neuen Begebenheiten eingestellt gilt es doch weiter Milliarden zu scheffeln – nun eben mit Wind und Sonne statt Kohle und Atom. Wenn selbst in der Hallertau Flächen für den Hopfenanbau nun für Sonnenenergie missbraucht werden weiss man das es nur ums Geld geht. Die Zeche zahlt der Stromkunde und die Arbeitnehmer die ihren Job wegen Auslagerung ins Ausland verlieren werden.

  5. Wer es nicht glaubt, schaut auf der Agora-Seite nach. Mittags produzieren wir mit schöner Regelmäßigkeit zuviel Strom, der ins Ausland verramscht werden muss, oft wohl sogar mit Negativ-Aufschlag. Der Stromkunde zahlt auch dafür, dass uns z. B. die Schweiz überflüssigen „erneuerbaren“ Strom abnimmt, der mit konventionellen Kraftwerken nicht anfallen würde. Dagegen müssen wir ab den späten Nachmittags- bis in die Morgenstunden sehr oft Strom wieder teuer zukaufen, z. B. aus der Schweiz. Zirkelhandel, den allein wir bezahlen. Schön für die Schweiz.

  6. Dr. Blex (Afd) hat schon öfter in Videos darauf hingewiesen, daß die Fundamente der Windmühlen aus bis zu 3000 Tonnen Stahlbeton bestehen. Die sind praktisch nicht mehr rückbaubar. In 10.000 Jahren werden die Archäologen vermutlich einen Sonnenkult als Erklärung finden. Ein modernes Stonehenge 😉

    • In 10.000 Jahren gibt es keine Archäologen mehr. Es gibt dann nur noch höhlenbewohnende Steinzeitmenschen, die ihre blutigen Stammeskämpfe führen.

    • In 10 000 Jahren wird es uns nicht mehr geben. Allein, wie sich die Menschheit vermehrt und in alle Gebiete ausbreitet und dabei nur verbrannte Erde hinterläßt, wird das keine 200 Jahre mehr dauern. Oder schon bis dahin ist ihr zweiter Satz Realität geworden.

    • Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg
      ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und
      Steinen kämpfen.

      Albert Einstein

  7. In der UdSSR war es ähnlich: Da wurden Teile aus Stahl produziert, die dann gleich wieder eingeschmolzen wurden, weil sie niemand brauchte.
    In der Planwirtschaft wird eben am Markt verbeiproduziert. Weil das so schön ist, wollen die Grünen die totale Planwirtschaft mit Elektroautozwang und vielen anderen Zwängen.

  8. Unstrittig, daß Windstrom, in der derzeitigen Ausprägung, ein teures Spielzeug der mitplündernden Gutmenschenmafia und der Oköfaschisten ist. Aber genauso unstrittig ist wohl, daß es viele Menschen gibt, die den Erneuerbaren Energien doch etwas nützliches abgewinnen können. Die Unabhängigkeit ausländischer Energielieferungen zum Beispiel.

    Wie dem auch sei: Ich bin davon überzeugt, daß es ins Volk gebracht werden sollte, daß Patrioten Umweltschutz auch immer als Heimatschutz verstehen und daß es somit ein urrechtes Themenfeld ist. Mit einer glaubhaften rechtsgrünen Politik können so sehr sehr viele zusätzliche Wählerstimmen erschlossen werden, die unverzichtbar auf dem Weg zur Wende sind

  9. Spannend dürfte es die nächsten Jahre werden, wenn die ersten Windmühlen das Ende ihrer Laufzeit erreicht haben und zurückgebaut werden sollen. Einige der Windkraftbetreiberfirmen existieren schon nicht mehr, wer baut die Dinger ab ? Wer holt die 100 Betonmischerfüllungen pro Windrad aus der Erde ? Oder werden die dann stehengelassen, bis sie von alleine verrottet sind ?

    • Die Mühlen wurden einzig für ein Abkassieren geschaffen. Der Staat hat die Dinger mit Milliarden subventioniert. Ein Bekannter von mir ist damit zu einem mehrfachen Millionär geworden.
      Die Teile wurden für 30 Jahre ausgelegt. Ausnahmen bis 35 Jahre. Danach sind sie quasi Schrott. Die dafür verantwortlich wären, sind dann nicht mehr da oder melden Insolvenz (nachdem sie die Kohle beiseite geschafft haben) an.
      Der dumme Steuerzahler-Michel wird dann am Ende für die Kosten aufkommen müssen. War ja schon immer so. Für die Umwelt natürlich 😉

    • läuft wie beim BER. Die Beteiligten verdienen sich dumm und dämlich, ohne daß sie ein funktionierendes Projekt zustande bringen 😉

  10. Und dann wird immer als Totschlagargument gegen die Zweifler getrommelt, sogar „die Enrgiewirtschaft“ würde „die klimarettung“ und die heilige Greta unterstützen.
    Zumindest diese Energiewirtschaft ganz sicher vollkommen ohne jeden Hintergedanken und aus reiner Überzeugung!

  11. Dr. Blex (Afd) hat schon öfter in Videos darauf hingewiesen, daß die Fundamente der Windmühlen aus bis zu 3000 Tonnen Stahlbeton bestehen. Die sind praktisch nicht mehr rückbaubar. In 10.000 Jahren werden die Archäologen vermutlich einen Sonnenkult als Erklärung finden. Ein modernes Stonehenge 😉

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