Schweiz: Eritreer sticht im Eifersuchtswahn auf schwangere Ehefrau ein

Symbolfoto:Von Bonsales/shutterstock

Lenzburg-Aarau – Der Prozess eines Eritreers sorgt in der Schweiz für Schlagzeilen. Er stach mit einem Fleischmesser auf seine erst frisch verheiraten Ehefrau ein, weil er glaubte, sie wäre von einem anderen Mann schwanger. Wie durch ein Wunder überlebten sowohl die Frau als auch das Baby. Jetzt fiel das Urteil: Der afrikanische Messermacho soll für fünfzehn Jahre wegen versuchten Mordes in den Knast und anschließend für 15 Jahre aus der Alpenrepublik verbannt werden.

Die Tat erschüttert auch noch nach zwei Jahren die Gemüter in der gemütlichen Schweiz, die für den 40-jährigen 1978 geborenen Zuwanderer, der aus der eritreischen Armee desertierte, das Paradies auf Erden hätte werden können. „Via Libyen gelangte er vor fünf Jahren in die Schweiz, wo er als Flüchtling anerkannt wurde,“ so die Arragauer Zeitung. 2015 heiratete er auf Vermittlung einer Facebook-Freundin eine 14 Jahre jüngere Frau aus seinem Heimatland, holte sie 2017 in die Schweiz. Doch statt sich seines Lebensglückes zu freuen, quälte ihn die Eifersucht, er steigerte sich in den Wahn hinein, seine Frau wäre vor ihrer Ankunft in der Schweiz von einem fremden Mann geschwängert worden.

Die Aargauer Zeitung beschreibt die Bluttat bis ins kleinste Detail. Zuerst rammte ihr der Exsoldat ein Fleischmesser in den Unterbauch, dann stach er seiner schwangeren Frau in Kopf und Unterbauch. Das Messer blieb im Nacken des Opfers stecken. Am Ende zieht der Täter seinem Opfer noch eine Whisky-Flasche über den Hinterkopf. Laut Anklageschrift soll er noch zusätzlich versucht haben, seiner Frau mit einem Kissen  „das Atmen zu erschweren“. Anschließend informierte er die Notrufzentrale und behauptete seine Frau getötet zu haben.

Doch seine Frau und das Ungeborene überlebten schwerverletzt. Sie wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen und konnte Dank einer Notoperation gerettet werden. Ein später durchgeführter Vaterschaftstest ergab, dass der Eritreer einwandfrei der Erzeuger des Kindes ist. Er hatte sich aus mangelnden medizinischen Kenntnissen schlichtweg verrechnet, konnte oder wollte nicht begreifen, „dass die Schwangerschaftswochen ab der letzten Monatsblutung gezählt werden“ und nicht ab der Hochzeitsnacht. Später behauptet er der Teufel hätte ihn in jener Nacht heimgesucht und in den Hoden gezwickt. Von solchen afrikanischen Ammenmärchen aus dem animistischen Umfeld lies sich die Oberstaasanwältin nicht beeindrucken und fragte stattdessen den Angeklagten: „Geht es noch skrupelloser?“

Das Gericht unter dem Vorsitz von Reto Leiser folgte, anders als oftmals in Deutschland, einstimmig den Anträgen der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Afrikaner wegen versuchten Mordes und versuchten strafbaren Schwangerschaftsabbruchs zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren mit anschließender Landesverweisung. Das Gericht attestierte dem Angeklagten Skrupellosigkeit, eine krasse Missachtung des fremden Lebens und puren Egoismus. Es ist schon jetzt für Prozessbeobachter spannend, wie die rheinland-pfälzischen Kuschelrichter mit dem bestialischen Messerüberfall auf eine Schwangere in Bad Kreuznacher Krankenhaus umgehen, deren fast neugeborenes Kind umgebracht wurde. Für die Justizbehörden nur ein Schwangerschaftsabbruch. Der Aargauer Prozess macht deutlich, dass in der Schweiz im Gegensatz zu Deutschland noch halbwegs rechtstaatliche Verhältnisse herrschen. (KL)

 

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5 Kommentare

  1. Die 100 in Deutschland wird aber bald einem zweistelligen Ergebnis weichen, wenn die Klimahupfer gar nicht mehr in die Schule gehen

  2. Ein solches Urteil sollte wegweisend für ähnliche Fälle in Deutschland sein, aber das wäre wahrlich zuviel der Erwartungen. Man ist allerdings erfreut, zu vernehmen, dass andere Staaten rechtsstaatlicher und demokratischer agieren. Die Schweiz sollte uns in mancher Hinsicht ein Vorbild sein.

  3. So konsequent ist die Schweiz auch nicht. Man hat entschieden, Kriegsdienstverweigerung als Asylgrund anzuerkennen. Die ganzen Kriegsdienstverweigerer erzählen seitdem alle die gleiche Geschichte von Folter und Haft, aber die Details sind freie Phantasie. Dann fliegen sie heim, heiraten und bringen die Frau über Äthiopien mit wegen der Papiere. Bloss keine eritreischem Stempel. Und die Schweizer Behörden machen fröhlich mit.

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