„Reger Reiseverkehr“: Die Perversion des Schlepperunwesens

Flüchtlinge (Foto:Fishman64/shutterstock)

Brüssel – Das Schleppergewerbe boomt, obwohl die Routen nach Europa immer schwieriger werden und der Gegenwind – vor allem dank der italienischen Regierung – stetig zunimmt. Welche perfiden Tricks die Menschenschmuggler in Vorderasien und Afrika anwenden, um ihre Opfer zu ködern, um ihr Geld zu erleichtern und in trügerischer Sicherheit zu wiegen, decken amtliche EU-Dokumente auf, die der „Welt“ zugespielt wurden.

Demnach sind vor allem die europäischen Flughäfen zu den Dreh- und Angelpunkten des Schlepperwesens geworden: Wie die Überwachung von sozialen Medien (vor allem Facebook und Instagram) durch Europol und Beamte der Europäischen Asylagentur (EASO) ergab, werden inzwischen äußerst komplexe Fluchtrouten als Alternativen zum See- und Landweg (Libyen oder Griechenland/Lesbos) angeboten. Im Fall von Iran und Afghanistan sehen diese etwa so aus, dass Schmuggler auf Persisch (Farsi) ausreisewilligen Interessenten die Route Iran-EU über Serbien anbieten; für die „Schleppung“ von Iran bis Serbien verlangen sie 1.000 Euro, von Serbien nach Ungarn über den Landweg weitere 2.500 Euro, von Serbien bis wahlweise Österreich oder Deutschland, ebenfalls auf dem Landweg, werden 3.000 Euro fällig. Will der „Flüchtling“ von Serbien jedoch nach Großbritannien, so wird ein Flug unter gefälschter Identität organisiert oder der Betreffende als blinder Passagier eingeschleust; dies kostet ihn dann 5.000 Euro, von Serbien nach Kanada sind es mit dem Flieger ebenfalls 7.000 Euro. Neuere Ziele – etwa von Belgrad nach Schweden und Norwegen – werden bereits für 3.500 Euro angeboten.

Wie kriminelle Reisebüros

Der „Service“ der kriminellen Fluchtorganisationen liegt stets in der Planung und Vermittlung von Überfahrten und Bereitstellung von „blinden“ Transportgelegenheiten, auch etwa in Bussen, LKW oder Zügen oder getarnt als Verwandte und Besucher von Komplizen aus dem Zielland. Wie aus den der „Welt“ vorliegenden Dokumenten  hervorgeht, reagieren die Schlepper hierbei auch auf Grenzkontrollen und Sicherungsbemühungen der EU-Außengrenzstaaten: So ist im Fall der Boote, die Flüchtlinge von der Türkei auf die griechischen Inseln fahren, von größeren Schlauchbooten inzwischen auf kleinere Modelle, oft nur für wenige Personen, umgerüstet worden, die sich schlechter entdecken, stoppen und aufbringen lassen.

Die Schlepperbanden treten immer mehr wie regelrechte „Reisebüros“ auf, die mit einem „Full-Service“ gegen Cash locken. Besonders dreist: Ihre Kundschaft, fast alle vergleichsweise wohlhabende Wirtschaftsmigranten oder Kriminelle, die auf der Flucht vor der Strafjustiz ihrer Heimatländer praktisch keine andere Wahl haben und die „Reisekosten“ natürlich zu zahlen bereit sind, wird oftmals vorgegaukelt, die Flucht bzw. Aufnahme im Zielland erfolge ganz legal.

Deutschland bleibt die Top-Destination

Die betont flüchtlingsfreundliche Haltung Deutschlands, verstärkt durch die fatalen Kanzlerinnen-Selfies mit Flüchtlingen, die in der dritten Welt zur Ikonographie Deutschlands gehören, trage dazu bei, dass vor allem die Bundesrepublik das Sehnsuchtsziel Nummer eins vieler Migranten in Europa bleibt, schreibt die „Welt“: Zwar sind die absoluten Zahlen der Asylanträge leicht rückläufig, doch noch immer entspricht ihre Dimension der Bevölkerung zweier kompletter Großstädte pro Jahr: 185.853 Personen hatten 2018 hierzulande Asyl beantragt, in diesem Jahr waren es bis Juli insgesamt bereits 84.866. Die meisten von ihnen gelangten mit Hilfe krimineller Schmuggler her; zu den Zahlen kommt noch eine nicht unerhebliche Dunkelziffer illegal Eingewanderter. (DM)

 

Loading...

19 Kommentare

  1. Wo ist das Problem? Die DEUTSCH wollen das doch mehrheitlich so. Siehe Wahlresultate der letzten BTW!

  2. Alle Arbeitnehmer mind. 1 Wo streiken und ein Protestmarsch nach Berlin, bevor die Damen und Herren Politiker sich noch mehr vom Bürger abschotten (Burggraben um den Reichstag).
    Das geht natürlich nur, wenn man sich einig wäre, wie die FRA- Gelbwesten ………………….

  3. Tut mir leid, aber die Illegalen als Opfer der Schlepper zu bezeichnen, kann ich nicht akzeptieren. Niemand verlangt von ihnen, gegen das Gesetz zu handeln, niemand verlangt von ihnen, die Schlepper zu bezahlen.
    Sie könnten mal anfangen, in ihren eigenen Ländern aufzuräumen. Europa war auch nicht immer so wohlhabend wie es heute zu sein scheint. Unsere Vorfahren haben hart dafür gearbeitet, oft sind sie für ihre Ziele in Kriegen gestorben.
    Die Herrschaften „Opfer“ sollten verstehen, dass Freiheit und Wohlstand nicht vom Himmel fallen, sondern hart erarbeitet werden müssen. Stattdessen parken sie hier in der Vollversorgung. Aber das wird bald vorbei sein, da die Regierung die arbeitende Bevölkerung in die Armut treibt und bald nichts mehr zum Umverteilen da ist.

    • Wenn nichts mehr zum Umverteilung da ist, wird man hier ein kommunistisches System einrichten wie in Russland.
      Da lebt das Volk meist in grosser Armut, aber die Paläste in Moskau bleibt Putin und seine Vasallen vorbehalten.
      Warum wohl plant man einen Burggraben um den Reichstag ?
      Ob die Deutschen dann allerdings genauso duldsam bleiben ?
      Auch für die Zugereisten wird es dann nicht mehr so schön hier sein.

    • Die Deutschen, die dann noch hier sind, werden nicht aufmucken. Aber die „Neubürger“ werden dann aus dem Rest, den die arbeitenden Deutschen noch haben werden, einen Selbstbedienungsladen machen.

  4. Nur komplette Vollidioten (und davon scheint es ja massenweise bei uns zu geben) glauben, dass man die Not in der Welt dadurch bekämpfen kann, dass man sie sich ins Wohnzimmer holt. Bald haben sich die Lebensverhältnisse angeglichen. Dann sieht es auch bei uns aus wie im Moment auf den Müllkippen in Kalkutta, Mexiko City oder Nairobi.

    • Dann ist MerKILLs Ziel erreicht, die Fluchtursachen sind beseitigt, da Deutschland und somit ganz Europa auf dem Niveau der grössten Shitholeländer ist.

  5. „Jeden Tag wächst Afrikas Bevölkerung um über 200.000 Menschen. Um 1,5 Millionen jede Woche – einmal München. Jedes Jahr gibt es über 73 Millionen neue Afrikaner – neunmal Österreich. Um diese Menschen versorgen zu können, bräuchte man mindestens 7 Prozent Wirtschaftswachstum. Das haben die wenigsten afrikanischen Staaten. Wenn das Problem der Bevölkerungsentwicklung nicht gelöst wird, sind alle anderen Probleme unlösbar.“
    (Volker Seitz, ehem. Botschafter in Kamerun)
    Soviel zu „Migration als Menschenrecht“!

  6. Die im Artikel genannte Dunkelziffer kann man noch mit den ganz offiziell aus der Türkei, Griechenland und Italien vereinbarten Kontingenten ergänzen, dazu kommt noch der unaufhörliche Familiennachzug, welcher in den Statistiken erst gar nicht auftaucht, da die Betreffenden kein Asyl beantragen müssen.

  7. Und warum kommen alle nach Europa ?

    Weil die reichsten arabischen Länder, Kuwait, Katar, Bahrain und die arabischen Emirate nicht einen einzigen ihrer Glaubensbrüder aufnehmen.
    Warum wird das von der EU nicht Mal thematisiert ?
    Sind wir das Weltsozialamt für alle Muslime ?
    Ich will das nicht !

    • Nein, wir sollen aus unseren Ländern verschwinden. Das wurde schon vor über 15 Jahren von der EU so beschlossen und wird immer zügiger umgesetzt.

  8. Das Problem ist der Migrationspakt, der genau diese Migration so will.
    Niemand in Deutschland und der EU ist ersthaft daran interessiert, hier etwas zu ändern und den Stöpsel auf die Flasche zu machen.

  9. Die Eingeschleppten sehen das ökonomisch: Man investiert wenige tausend Euro und „verdient“ dann lebenslänglich in Deutschland insgesamt über 100.000 Euro. Deshalb muss gelten: Sachleistungen statt Bezahlung

    • Aber schlimmer als die entwurzelten Versorgungssuchenden, die man noch verstehen kann, sind die deutschen Deppen, die sie, wider alle Vernunft, anschleppen und als Flüchtlinge bezeichnen!
      „No Way!“ wie in Australien!

    • und Abschaltung aller SWIFT-codes der Herkunftsländer, um den Bargeldfluss zu den nächsten Schmarotzer-Kontingenten zu unterbinden. Alle Zahlungskanäle müssen verstopft werden.

    • Das reicht nicht aus, solange erhebliche Einnahmen aus dem Verticken von Rauschgift entstehen an Stellen, die wie z.B. im Berliner Görlitzer Park von Grünen Politikern eigens zugewiesen und farblich markiert sind.

  10. Schon merkelwürdig,wenn die Migranten mit Flugzeugen abgeholt werden.Boote und Kähne brauchen nur noch die total unwissenden und davon solles viele in Afrika und Asien geben.

Kommentare sind deaktiviert.